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Die letzten 10 Beiträge

11

Dienstag, 12. September 2017, 11:47

Von hezzler

Aktuell lese ich Die Gabe der Könige: Roman (Die Chronik der Weitseher, Band 1). Zu finden ist das Buch bzw. die Rezension auf Buecherserien.de !

10

Dienstag, 29. August 2017, 23:51

Von checkmate

Handlung


9

Mittwoch, 23. August 2017, 11:21

Von Facesoccat

Ich lese momentan Heimkehr von Toni Morrison, ein sehr spannendes erschütterndes Buch.

8

Donnerstag, 24. November 2016, 12:11

Von Dorith

Lese momentan "Ich bin der Zorn" von Ethan Cross und finde die Story echt gut. Empfehlenswertes Buch!

7

Montag, 25. April 2016, 09:06

Von berlin

Modernisierung 2016 bei # 6

"Ob Merkel oder Erdogan ..."

das Versmaß bleibt erhalten.

5

Sonntag, 24. April 2016, 03:54

Von berlin

# 4 Verstoß gegen die Netiquette

Unterdrückung der Weiber ...

Sie wischten entweder in den Höhlen Staub oder sangen beim Hirsestampfen vor den Höhlen Lieder der Bläck Fööß oder Höhner

4

Sonntag, 24. April 2016, 03:45

Von checkmate

der Mensch mit allen Macken

Die Entwicklung der Menschheit

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.

Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrigläßt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.


Erich Kästner

3

Sonntag, 28. Juni 2015, 17:34

Von berlin

Der Roman von Dreiser erinnert auch erschreckend an das Schicksal von Debbie Milke, die 22 Jahre unschuldig in der Todeszelle von Arizona saß und erst im März 2015 freigelassen wurde, weil ein Polizist Beweise fälschte, um befördert zu werden. Die Hinrichtung wurde sogar mit der Verurteilten "geübt" (dry run = Trockenübung). (Spiegel 4.4.15, Seite 84)

2

Sonntag, 28. Juni 2015, 16:26

Von checkmate

Theodor Dreiser (Nobelpreisträger): Eine amerikanische Tragödie

Handlung: Im Schicksal der Zentralgestalt Clyde Griffiths, dem Sohn eines Straßenpredigers in Kansas City, vollzieht sich exemplarisch die Metapher eines tragischen Lebenslaufes.

Griffiths, Sohn einer Predigerfamilie, ist unzufrieden mit der Enge und Ärmlichkeit seiner Lebensverhältnisse und auf der Suche nach äußerlichem Erfolg. Zunächst arbeitet er als Page in einem Hotel und erfährt dort den luxuriösen Lebensstil der Gäste; sein Streben nach einem „besseren Leben“ bleibt Antriebsfeder seines Handelns. Zunehmend und durch eine Art Sog der Ereignisse, denen er sich in einer gewissen Oberflächlichkeit und Schwäche überlässt, verstrickt er sich in dieser Suche nach Glück in Schuld.

Durch Zufall wird er in einen Autounfall verwickelt, bei dem ein Kind stirbt. Von Panik ergriffen flieht er. In Chicago trifft er auf seinen Onkel Samuel Griffiths, einen wohlhabenden Fabrikbesitzer, der ihm eine Anstellung in seiner Kragenfabrik in Lycurgus gibt. Zunächst wird er als „armer Verwandter“ herablassend behandelt, doch es gelingt ihm, Eingang in die „besseren Kreise“ zu gewinnen; er verliebt sich in die junge Sondra Finchley und findet in ihrer Eleganz, Schönheit, ihren oberflächlichen Briefchen und Abendgesellschaften die Illusion einer perfekten Zukunft.

Doch seine Beziehung zu dem Arbeitermädchen Roberta Alden, die ein Kind von ihm erwartet, zerschlägt seine Hoffnungen. Er dringt auf eine Abtreibung, diese schlägt fehl und Roberta besteht auf einer Eheschließung. Ihr zunehmend vehementes Drängen auf eine Heirat steht seinem Lebensentwurf entgegen. In ihm reift der Plan zu einem Mord.

Das Kapitel 47, in dem die Bootsfahrt Clyde Griffiths' mit seiner Verlobten geschildert wird, gehört zu den literarisch stärksten Passagen des Werkes. Der Protagonist Clyde Griffiths zögert, windet sich, erschrickt vor der Tat und vor sich selbst, steht beobachtend neben sich; so wird das Ereignis, das das Boot zum Kentern bringt, kein expliziter Mord, aber auch kein Unfall: in einem Handgemenge stößt er Roberta fort, will ihr sogleich danach helfen, durch diese Bewegung gerät das Boot ins Schwanken und sinkt, er kommt der Verletzten nicht zu Hilfe, handelt nicht und lässt sie schließlich ertrinken. Kaleidoskopartig ließen sich hier Bezüge zu Ödipus von Sophokles ziehen (im Prinzip der Tragik, das sich darin zeigt, dass das Verhalten, das Unheil abwenden will, selber zum Unheil führt) oder zu Joseph Conrad, dessen Lord Jim durch Unterlassung schuldig wird:





Zitat


„Warte nur einen Augenblick, den Bruchteil einer Minute. Warte – warte – und höre nicht auf diesen herzzerreißenden Schrei! Und dann – dann – sieh hin! Es ist vorüber, sie sinkt! Nie, nie wirst du sie lebend wiedersehen – nie mehr. Dort treibt dein eigener Hut auf dem Wasser, ganz wie du es gewollt hast, an der Rudergabel des Bootes hängt ihr Schleier. Laß ihn dort; er kann beweisen, daß es ein Unfall war.“


– Eine amerikanische Tragödie
Im dritten Buch des dreiteiligen Werkes wird Clyde verhaftet, unter Mordanklage gestellt und schließlich hingerichtet. Hier entfaltet sich die innere Wandlung des Protagonisten, der vom ehemals Feigen und Getriebenen zum Reuigen wird. Im minutiös geschilderten Prozess treten die eindrucksvollen Figuren des Anklägers Mason und des Verteidigers Jephson auf; er stellt jedoch eher die moralische Fragwürdigkeit des amerikanischen Justizsystems dar als eine legitime Suche nach Gerechtigkeit. Eine herausragende Rolle nimmt hier die Mutter von Clyde ein, die bis zur letzten Minute an der Seite ihres Sohnes steht. Die Bezüge zu Dostojewski, insbesondere zu dem Werk Schuld und Sühne liegen offen.

Einige Kritiker bemängelten die Langatmigkeit und die Diskrepanz zwischen Anspruch und sprachlicher Ausgestaltung der psychologischen Dimensionen; die Schwerfälligkeit des Stils werde dem Inhalt bisweilen nicht gerecht.

Dem Roman liegt eine wahre Begebenheit zugrunde (ein Mordprozess aus dem Jahre 1906), er löste bei seinem Erscheinen große Kontroversen aus. (Wikipedia)

Staatsanwalt Mason will wiedergewählt werden und fälscht die Beweise.