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Mittwoch, 20. September 2017, 22:16

Mangel-Ernährung

Bei PlusMinus in der ARD war eben Mangelernährung das Thema. Alles gut und schön, nur bei mir war alles anders.

Am 31.5.2008 fuhr ich von der Geburtstagsfeier bei meiner Enkelin Joelle mit dem Fahrrad nach Hause. Da man bei meiner Tochter nicht rauchen darf, machte ich mir erst mal eine Zigarette an. Ich fuhr also einhändig über den Bürgersteig. Nach 100 Metern kam eine schmale Seitenstraße. Hier runter, dort rauf. Normal in knapp 80 Jahren kein Problem, aber dummerweise hatte mir meine Tochter inzwischen ein Damenrad aufgequatscht, also ohne Mittelstange. Auf der anderen Straßenseite erschien mir der Bordstein plötzlich einen Meter hoch. Ich wurde unsicher und strauchelte. Ich suchte nach Halt, fand aber keinen, jemand hatte mir die rettende Mittelstange geklaut. Endergebnis: Das Fahrrad rutschte seitlich weg, der Lenker wurde mir aus der Hand gerissen, ich setzte mich sanft auf den Hintern. Nix passiert, ich war nur verdutzt. Ein Besoffener beugte sich über mich und fragte, ob er mir helfen könne. Aber da war auch schon meine Tochter zur Stelle und half mir hoch. Ob ich Schmerzen hatte oder Pudding in den Beinen, weiß ich nicht mehr. Wir überlegten: Notarzt, Krankenhaus oder nach Hause. Ich entschied: Krankenhaus. Bianca fuhr mich in die Tiefgarage der UNI-Klinik. Ich hätte so gerne noch eine geraucht, aber in einer Tiefgarage??? Die Ambulanzschwester erschien, setzte mich in einen Krankenstuhl und fuhr mich zum Röntgen.


Der Oberschenkelhals-Knochen war leicht angebrochen. Auf dem Röntgenbild ein kleiner schwarzer Strich. Ich kam in die Orthopädie. Ich lag im Bett und durfte nicht rauchen. Ich fragte verzweifelt, wie lange die Geschichte dauern würde, 14 Tage. Oh Gott, 14 Tage ohne Rauchen! Meine Verdauung spielte verrückt, einmal schiss ich in die Unterhose. Die sehr hübsche Schwester hielt mir die beschissene Unterhose vorwurfsvoll dicht vors Gesicht. Ich entschuldigte mich. Als wenn ich das extra gemacht hätte! Ärzte haben ja keine Ahnung vom Menschen!

Dann passierte etwas ganz Blödes. Mein Hausarzt Prof. Franzen ließ seine früheren Kontakte zur Uni-Klinik spielen und organisierte wegen meiner Herzkrankheit meine Verlegung ins Herzzentrum.

Ich muss mich kürzer fassen. Prof. Franzen holte Brunhilde, meine Lebensgefährtin, mit der Bemerkung aus dem Urlaub in Spanien zurück, ich hätte noch 3 Wochen zu leben. Es war eine Hitzewelle, und ich lag ohne Klimaanlage unter einer dicken Decke im Bett, ohne Rauchen! Ich wurde täglich gewogen. ich wurde auf Krücken geschult, ein Herzkatheter wurde vorgenommen, danach noch eine Bronchoskopie. "Kommt nicht vom Rauchen" knallte mir der Herz-Professor eine Aufnahme auf den Bauch. Das Essen ließ ich meistens unberührt zurückgehen, ich hatte den Appetit verloren und Selbstmordgedanken. Aber wie über die Brüstung vom Balkon kommen? Das Nebenzimmer war vollgestopft mit altem Mobiliar, ach, hätte ich da am Fenster rauchen können. Das Herzzentrum hatte keine Rollstühle, und auf die Idee, einen Rollstuhl aus einer anderen Abteilung zu leihen und mich mal auf die Raucherterasse zu fahren, kam keiner. Zigaretten hatte ich, aber keinen Rollstuhl und keinen Schieber. Ich litt und sehnte das Ende herbei, so oder so. Zum Schluss hatte ich in der Uni-Klinik 26 kg abgenommen, und keiner hatte was gemerkt.

Ende Juli kam ich zur REHA nach Marmagen. Die hatten eine eigene Küche. Man konnte Wünsche äußern. Außerdem fing ich am 7. August ganz bewusst wieder mit dem Rauchen an. Es ging langsam aufwärts. Ich rauchte im Rollstuhl auf der Raucherterrasse und vor der Eingangstür. Manchmal auch heimlich auf dem eigenen Klo im Zimmer. Die ganze Zeit über hatte ich Blasenkatheter, insgesamt 7 Stück. Zuerst durch den Penis, später durch die Bauchdecke. Ich war immer nass, aber gebadet, geduscht oder gewaschen wurde ich nicht. Katheter müssen alle 3 Tage gereinigt werden, sonst verstopfen sie. Das weiß auch kein Arzt!

Fazit: Wenn man einem Raucher das Nikotin entzieht, dann streikt sein Körper, dann nimmt er ab.

GastLama

unregistriert

2

Sonntag, 1. Oktober 2017, 03:10

Fazit: Wenn man einem Raucher das Nikotin entzieht, dann streikt sein Körper, dann nimmt er ab.


Es ist meist umgekehrt. Wer mit dem Rauchen aufgehoert hat, nahm danach "tierisch" zu, weil er ersatzweise gefressen hat.
Bei dir hatte es andere Gruende, dass du abnahmst. Denn es war kein freiwilliges Verzichten auf Rauchen.


Jedem seine Sucht. Hauptsache, man fuehlt sich wohl dabei ^^ :P

GastLama

unregistriert

3

Sonntag, 1. Oktober 2017, 03:14

Mangel-Ernährung


kannste das noch aendern ? Ich krieg nen Augenkoller:(

4

Sonntag, 1. Oktober 2017, 23:06

Denn es war kein freiwilliges Verzichten auf Rauchen.
Richtig! Zudem sind 8 Wochen Krankenhaus im Bett sowieso keine Einladung zum Verweilen.

Gastlama

unregistriert

5

Montag, 2. Oktober 2017, 02:26



ich meinte DEINE

Mangelermnährung


in deiner Ueberschrift ! :P

6

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 11:06

Ich kann gerade nicht einschätzen ob die Geschichte ein Raucherwitz sein soll oder tatsächlich so stattgefunden hat ? ?( :D

7

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 11:06

Ich kann gerade nicht einschätzen ob die Geschichte ein Raucherwitz sein soll oder tatsächlich so stattgefunden hat ?

Verwendete Tags

abnehmen, gewicht, Rauchen

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