Sie sind nicht angemeldet.

1

Donnerstag, 11. Dezember 2014, 20:14

Déjà-vu-Erlebnis eines PC-Legasthenikers

Unter dem Titel "Schöne neue Welt" habe ich am 29.11.2012 bei den "Stadtmenschen" nachstehenden Beitrag gepostet:


Ich bin von Hause aus gelernter „Kaufmann im Groß- und
Außenhandel“. Lang ist’s her, dass ich in der Buchhaltung des
Lebensmittel-Großhandels an einen Buchungsautomaten „Kienzle 700“ gesetzt
wurde. Ich fand das Ding prima! Ja, es war umständlich, das scheinbar
quadratmetergroße „Butterbrotpapier“, das mal das Journal abgeben sollte, ohne
Knicke und Falten in die Rollenführung einzufädeln, zum Fortlaufen war das
Gepfriemel mit dem Kohlepapier, das, um die Walze gewickelt, selbigem Journal
die Durchschläge verpassen sollte.


Aber die Kontokarten - das war einfach Klasse! Was man in
der Berufsschule lernte, ließ sich in der Praxis 1:1 umsetzen! Man hatte Soll
und Haben vor sich, eine Datumsspalte und alles, was so dazu gehörte, um einen
Buchungssatz mit Leben zu füllen. Na ja, man vertippte sich schon mal und
durfte dann Pfennigsdifferenzen heraus klamüsern. Eine unerwünschte Differenz,
deren Quersumme durch Neun teilbar war? Klassisches Indiz eines Zahlendrehers (das lernt heute niemand mehr)! Na, dann suchen wir mal schön!


Und man konnte sich konzentrieren! Fuhr der Wagen des fest
in einem Schreibtisch montierten Automaten hin und her, bebte die Bude, und bis
hinunter ins Lager des Altbaus aus dem Jahr 1911 flohen die Mäuse aus ihren
Löchern! Jede und Jeder wusste: die Buchhaltung arbeitet, da kann man jetzt
nicht stören!


Aber es gab schon gewisse Anzeichen, schrieben wir doch das
Jahr 1982. Samstags fand ein 10teiliger Sonderlehrgang zum Thema
„Automatisierte Datenerfassung“ statt, der meine Klassenkameraden und mich auf
den zunehmenden Einfluss der „Eh-De-Vau“ vorbereiten sollte. Was ist ein Bit,
was ein Byte, was ein Sektor? „Speicherplatz ist das Teuerste, was es gibt!“
ist ein unauslöschlich eingeprägter Kernsatz, der mich selbst im Zeitalter der
Terabyte-Speicher nicht loslässt. Wir lernten das „Blocken“, um Speicherplatz
zu sparen (diese durchaus übliche Praxis führte 18 Jahre später zum
Weltuntergangsszenario der „2000er-Problematik“ der EDV).


Und ein größeres Unternehmen am Orte hatte bereits einen
Kompjuter im Dienst. Und wir eine dort beschäftigte Klassenkameradin, die für
uns einen Termin abstimmte, zu dem wir vor Ort das Wunderding in Aktion sehen
durften. Und schon beim Betreten des klimatisierten Raumes empfing uns ein
Schwall übelster Kraftausdrücke der Fachkraft, die diese dem Gerät zukommen
ließ. Kurz und gut: nach ca. 30 Minuten zogen wir resigniert ab mit der
Erkenntnis, dass es bis zu den faszinierenden Computerwelten eines Raumschiffs
Enterprise wohl noch etwas dauern werde. Was ich noch nicht ahnen konnte: es
hat sich bis heute irgendwie nicht viel verändert!


Nach langem Widerstreben (ich war mittlerweile schon Jahre
im Kfz-Gewerbe angelangt) erstand ich dann meinen ersten PC. Man schrieb das
Jahr des Herrn 1995. Nein, eigentlich wollte ich nicht. An der Arbeit saß ich
schließlich den ganzen Tag vor dem Bildschirm (sagt jemand das Betriebssystem
Quattro noch etwas?) und daheim wollte ich das nicht auch noch haben. Aber die
Teilnahme an abendlichen Weiterbildungsmaßnahmen erforderte ein Mitziehen, um
der Datenflut Herr zu werden. Mein aus heutiger Sicht naives „ich möchte einen
PC kaufen“ beantwortete der nette Herr hinter der Theke mit einer wahren Flut
kryptischer Begriffe, die ich noch nie gehört hatte. Und in meiner Verzweiflung
habe ich dann zu etwas „Ja“ und „Amen“ gesagt, das dann mit einem Betriebssystem
„OS2 Warp“ ausgestattet zuhause erst einmal dazu gebracht werden musste, das zu
tun, was der Herr und Meister von ihm verlangte.


Und ich lernte etwas Weiteres: diese Geräte haben eine recht
kurz bemessene Halbwertzeit. Den Buchungsautomat aus Lehrlingszeiten habe ich
beim Ausmisten des Archivs erstmals im Inventar des Jahres 1963 gefunden, als
man ihn (gebraucht, wohlgemerkt) für stolze 9.000 DM aktiviert hatte. Und nun
werden die modernen Wunderwerke der Technik nach kaum mehr als 3 Jahren zu
Sondermüll?


Auch das Berufsbild wurde revolutioniert. Ich habe (in aller
Bescheidenheit) eine solide Ausbildung genossen und mein Handwerk von der Pike
auf gelernt. Seit 1989 bin ich Ausbilder und habe junge Leute in das
Berufsleben begleitet. Aber wo zu meinen Anfängen noch die Kenntnis der Sache
im Vordergrund stand, wurde ich mehr und mehr abhängig von EDV-Junkies, die
keine Ahnung von dem von mir Erlernten haben, aber meine Arbeit prägen, weil
ohne den Kompjuter nichts mehr geht. Der EDV-Administrator war geboren (der
alte Buchungsautomat bedurfte in den 4 Jahren, die ich im Ausbildungsbetrieb
zubrachte, nur einmal neuer Kohlebürsten, die einzusetzen selbst einem
technischen Laien ein Kinderspiel war. Wenn dagegen der PC nicht machte, was
ich von ihm erwartete, überschüttete mich der Administrator mit einem Schwall
an Fragen, ob ich den schon das BIOS, die Schnittstelle, die CPU und ähnlich
lautende Mysterien geprüft hätte.


Ich hätte den Kerl erwürgen können! Einen Kunden, der Hilfe
suchend vor unsere Theke trat, weil der Motor seines Autos unrund lief, zu
fragen, ob er denn schon den Oberen Totpunkt geprüft habe, hätte mich wegen
Unverschämtheit den Arbeitsplatz gekostet! Aber dieser Arbeitsplatz wurde nun
von einem Junkie beherrscht, der von meiner Arbeit so viel Ahnung hat wie ein
Walross vom Tennisspielen.


Die EDV-Anlage von 1982 wollte nicht laufen, als ich in der
Nähe war. Die Geräte sind kleiner, leistungsfähiger und preiswerter geworden.
Aber laufen tun sie bei mir immer noch nicht! Ziehe ich das Unheil tatsächlich
an, so wie mir der entnervte Administrator einmal vorwarf? Und schlimmer: die
Konzentration auf die Arbeit ist nicht mehr möglich! Macht es dem unbefangenen
Betrachter vordergründig einen Unterschied, ob ich meiner Arbeit nachgehe,
irgendein Spiel auf dem Bildschirm betreibe oder ein anzügliches Filmchen
anschaue? Leute, hier wird gearbeitet! Und Ihr quatscht mich einfach von der
Seite an? Die tosende Geräuschkulisse der „Kienzle 700“ war ein Schutzwall gegen
ungebetene Störenfriede. Heute guckt mir jeder Depp Kaffee trinkend über die
Schulter, stellt fest, dass ich arbeite und mosert dann noch über die
„miserable Graphik“ oder Ähnliches. Könnt Ihr nicht einfach mal die Klappe
halten und mich in Ruhe lassen?


Was mache ich heute eigentlich? Bin ich noch Kaufmann? Auf
dem Papier schon. Aber tatsächlich bin ich zum Sklaven eines Gerätes geworden,
das doch eigentlich meine Arbeit vereinfachen sollte. Und es stimmt ja: es
macht die Arbeit tatsächlich schneller, als ich das je gekonnt hätte. Aber bis
ich es überlistet habe, dies auch zu tun, geht oft mehr Zeit flöten, als ich
für die eigentliche Arbeit früher gebraucht hätte. Da aber auch Andere auf die
Digitalisierung angewiesen sind, bleiben Füllfederhalter und Kohlepapier
beiseite.


Da ich diese Zeilen schreibe, nähert sich mein Gerät seinem
vierten Geburtstag. Und es legt ein Tempo vor wie ein vierfach amputierter
Rollstuhlfahrer. Ich wollte mal prüfen lassen, was sich da an Überflüssigem
angesammelt hat, um den ganzen elektronischen Dreck los zu werden. Das „Haben
Sie denn schon…“ des Herrn am „Informationsstand“ hat mich jedoch umgehend in
die Flucht geschlagen.


So überlege ich, nun doch ein neues Teil anzuschaffen.
Schlecht, da ein großer Teil der lieb gewordenen, weil mittlerweile
verinnerlichten Programme auf den neuen Betriebssystemen nicht mehr
funktionieren und umfangreiche Investitionen erfordern. Das Butterbrotpapier
der alten „Kienzle“ hätte auch auf ein neues Modell gepasst (das gab es
wirklich: mit Magnetstreifenleser für Streifen auf den Kontokarten)!


Die Arbeit ist deswegen heute liegen geblieben. Ich musste
Informationen einholen, was denn nun so auf mich zu kommt. Schon der Beginn des
Beratungsgesprächs klang bedrohlich: „Haben Sie denn…“.


Nein, ich habe nicht! Zumindest nicht die richtige Fremdsprache
gelernt, um Euer Kauderwelsch verstehen zu können. Ich will doch nur arbeiten.


Und heute Abend überfällt mich alten Sack eine wehmütige
Sehnsucht nach der Zeit ohne Kompjuter, als ich noch Menschen jenseits der 30
als Alte Säcke zu titulieren pflegte. Bin ich vielleicht nur 150 Jahre zu spät
auf die Welt gekommen?



Der Beitrag bewog seinerzeit einen EDV-affinen Mituser zu einer länger andauernden Diskussion. Dass er kaum mehr zum Besten gab, als ich im Beitrag zu solchen "Nerds" kommentiert habe, ist ihm wohl gar nicht bewusst gewesen.

Aber sei's drum: der o. e. PC dient seit einigen Wochen nur noch privaten Zwecken. Dienstlich musste ich umstellen. Denn urplötzlich gab das gute Stück, als ich meine E-Mails-abrufen wollte, eine Fehlermeldung zum Besten (oder vielmehr zum Schlechten): "Microsoft Office Outlook kann nicht gestartet werden. Das Outlook-Fenster kann nicht geöffnet werden. Diese Ordnergruppe kann nicht geöffnet reden. Der Server steht nicht zur Verfügung. Falls dieser Zustand fortbesteht, wenden Sie sich bitte an Ihren Administrator."


Häh????


Nagutnagutnagutnagut - ich habe ja gewusst, dass ich ein hoffnungsloses Rückzugsgefecht führe. Nun ist auf dem neuen PC Office 2010 installiert. Und wie erwartet, quäle ich mich jetzt mehr mit der neuen Benutzeroberfläche als mit meinen eigentlichen Aufgaben ab. Exakt das habe ich vermeiden wollen.

Daher habe ich meine Organisation umgestellt und arbeite nun mit dem Dienstprogramm unseres auf Maklertätigkeit spezialisierten Anbieters. Es läuft, wenn auch bisweilen noch etwas ungewohnt.

Trotzdem hätte ich gern Zugriff auf mein Archiv. Auf die Kontaktdaten, auf dem Mail-Verkehr, auf die Termine. Und daher suche ich einfach nur, wo denn wohl der PC diese Daten wohl versteckt haben mag.

Nun habe ich keine Ahnung von der Materie. Und da mit niemand helfen kann, habe ich auf der Seite "Gute Frage.net" wie folgt um Hilfe gebeten:


"Wo findet man Inhalte von Outlook 2003 auf VISTA-PC's? Nach langen Jahren treuer Dienste hat nun ein alter, noch auf Vista laufender PC den Geist aufgeben: wir können Microsoft Outlook 2003 nicht mehr anwählen.Das wäre alles kein großes Drama, dennoch befinden sich dort einige Daten, die wir gerne auf den neuen PC übertragen würden.
Outlook müsste dafür nicht unbedingt geöffnet werden, aber wo speichert das System die Mails, Termine und Kontaktdaten ab?
Welcher Nerd kann einem PC-Legastheniker einen Tipp geben?

Ich finde, dass mein Anliegen und meine Unkenntnis der Materie deutlich dargelegt sind. Oder?

Wieso kommen dann diese Antworten:


1. was ist passiert ? (nenne auch mal die exakte Bezeichnung des Netzteils & die restliche Hardware)baue mal die Festplatte in einen anderen PC ein & lasse den davon (das VISTA) booten -> installiere Thunderbird & importiere Alles -> die Profil usw. Dateien von Thunderbird ( https://support.mozilla.org/de/kb/thunde…ner-uebertragen ) auf einen USB-Stick


2. diese Viren-schleuder nicht mehr verwenden !
Du hast vermutlich auch M$- Office 2003 -> dieses auch nicht mehr verwenden weil Viren-Schleuder d.h. kaufe M$- Office 2013 oder Umstieg auf LibreOffice 4.3.4 ?


Sagt mal: rede ich Suaheli????
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Turm 61« (29. Juli 2016, 15:45)


2

Donnerstag, 11. Dezember 2014, 20:30

Von wegen, der PC macht das Leben leichter. Rechnet man mal richtig, ist so ein Ding ein elender Zeiträuber. Muss man aber haben. 8|

3

Freitag, 12. Dezember 2014, 03:22

@ Turm

Danke für den neuen Rang. :P Der Betreiber ist aber auch nicht besser.

Wenn ich jetzt noch im Kopp tüddelig werde, passe ich richtig gut in die Gesellschaft.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

4

Samstag, 13. Dezember 2014, 06:52

Lad Dir aus dem Internet das kostenlose Open Offfice herunter.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

5

Samstag, 13. Dezember 2014, 11:54

Ich habe gerade die Sendung mit der Maus gesehen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich als Elektroingenieur kein Wort verstanden habe, wie ein Fahrkartenautomat funktioniert. Blaue Kügelchen flitzen durch meinen Finger und bilden auf der Mattscheibe einen Stau. Dann weiß der Automat, dass ich nach Berlin Hauptbahnhof will.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

6

Samstag, 13. Dezember 2014, 12:16

Tipp

ist so ein Ding ein elender Zeiträuber.

Ich hatte Beitrag # 5 schon geschrieben, als der Rechner ausstieg. Alles noch mal schreiben? Da fiel mir ein, dass ich Admin Greuel mit der Einrichtung des Gedächtnisses beauftragt hatte.

Also Turms Beitrag noch mal aufgerufen, auf "antworten" geklickt, und schon war mein Text wieder da. Noch 2 Tippfehler beseitigt und abgeschickt.

Zazie dC

unregistriert

7

Samstag, 13. Dezember 2014, 12:23

Heute, 11:37


'Wäschmaschien' kann ich. ^^

Aber wie oft hab ich schon am PC gesessen und geflucht, wenn er, statt zu tun was ich wollte, seine eigenen Touren drehte. Da glaubste doch an Häme, wenn dir so ein Ding vorführt, wie begrenzt dein eigenes Wissen ist.
Dann naht der Retter, und mit ein paar Tasten- und Mausklicks ist das Chaos beseitigt, der PC gehorcht wie ein dressiertes Hündchen. Unfassbar!




Dat kriej' ich wirklich nit jerejelt Mann, dat grenzt ahn Zauberei
weil, do häss Ahnung vun dä Technik, vun der ich nix verstonn.

8o


8

Samstag, 13. Dezember 2014, 13:21

Im Internet kursieren Millionen von verschiedenen Viren, --- und noch mehr Millionen von Antiviren-Programmen.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

9

Samstag, 13. Dezember 2014, 18:02

Ach Gott, Technik und der Fortschritt. Ein Buch!



Wenn ich noch beim Bund gewesen wäre (weißer Jahrgang), hätte ich noch Vorderlader (Stopfen und Zünder abbeißen) und runde Kanonenkugeln kennengelernt.



So bin ich 1952 mitten im Tertial vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in der Lindenstr. 16 abgegangen und habe als FPrakt (Fernmeldepraktikant) beim Fernmeldebauamt 2 Köln in der Bayenstr. (abgerissen) in der Lehrwerkstatt mit 7 Kollegen und zig Lehrlingen angefangen.

Zuerst ein Vierteljahr Metallbearbeitung. Auf Hof im Schrott Stück U-Eisen suchen, entrosten, auf Maß sägen, feilen, kanten, Facetten feilen, Löcher bohren, Gewindeschneiden, Vierecke und Dreiecke feilen, Blechbüchse löten, dann Drehbank.

Wir waren natürlich was Besseres als die Lehrlinge (nur Volksschule), bis sie uns bestreikten und uns beibrachten, dass wir genau wie sie morgens die Kohlen aus dem Keller holen und den Kanonenofen anmachen mussten.

Das Vierteljahr Holzbearbeitung (der Hobel ist der Augapfel des Schreiners und fällt einem beim Öffnen des Werkzeugschranks sofort ins Auge) fiel wegen Krankheit (Karneval) aus. Dann reparierten wir ein Vierteljahr Nummernschalter, Relais' und Fernsprechapparate W 48.

Es folgte ein Industrie-Semester bei Felten&Guilleaume in Mülheim, Schanzenstr. Pupinspulenfabrik mit 200 singenden Frauen, Galvanik, Güteprüfdienst. Da lernte ich, was Neper (Decibel) ist. (Wenn es piepst)

Das 2. Industrie-Semester absolvierte ich mit einem Post- und 8 Bahnpraktikanten beim Eisenbahnausbesserungswerk in Nippes. Abends war noch Abendschule am Ubierring. Die meiste Zeit verbrachten wir in einem abgestellten Schlafwagen.

Dann 6 Semester (dank Nebenmann) ohne Wiederholung in Berlin. Weihnachten und Große Ferien mit Bus nach Köln. Ich spielte hauptsächlich Basketball, gewöhnte mir das Rauchen an und soff wie ein Loch.

1959 begann nach zig Zwischen- und Hauptprüfungen in Düsseldorf und Kleinheubach (Technik und Verwaltung) der Ernst des Lebens beim FZA (Fernmeldezeugamt Köln, wieder Bayenstr. Einen Monat war ich Schrottverwalter, dann wurde ich Apparatebeschaffer Bs I,1. 1962 wurde ich bei gleicher Bezahlung Stellenvorsteher Bs II (übriges Bauzeug).

Um zum A 11 befördert werden zu können, wechselte ich 1969 zur Planungsstelle L des FA 3 Köln in der Deutz-Mülheimer Str. A 12 wurde ich ohne Zutun. Weil das Amt eine Punktzahl überschritt, war mein Dienstposten AUCH angehoben.



Zum Abschluss übernahm ich 1985 die Organisationsstelle, die jedes Jahr größer wurde.



Ich war froh, als man 1994 die alten Säcke vorzeitig loswerden wollte.

10

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 12:51

Lad Dir aus dem Internet das kostenlose Open Offfice herunter
Vergiss es. Open Office kann von unseren anderen Dienstprogrammen nicht verarbeitet werden. Und als reine Offline-Anwendung steht mir immer noch das alte Office-Paket zur Verfügung.

Man mag es glauben oder nicht: es kostet mich nur die Hälfte der Zeit, ein neues Formular auf dem alten PC zu erstellen, es dort auf einen Datenstick zu ziehen und dann vom neuen PC "schlucken" zu lassen, anstatt mich durch ein unergründliches Durcheinander neuer, kryptischer Bezeichnungen im ach so tollen "modernen" Programm zu quälen.


So wird Fortschritt zum Fortschrott!
:thumbdown:
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 07:58

Zitat

Open Office kann von unseren anderen Dienstprogrammen nicht verarbeitet werden. Und als reine Offline-Anwendung steht mir immer noch das alte Office-Paket zur Verfügung.



Andere Dienstprogramme habe ich (Rentner) nicht.

Aber auch das alte Office-Paket kann kaputt gehen. Und dann? Mir passiert?

Ich habe mir einen neuen PC gekauft, ihn mit "Format c:" komplett geleert, dann mit Windows XP (original mit Registriernummer für 20 € bei eBay) gefüllt, und open office aufgespielt. Geht. Treiber kostenlos aus dem Internet.

12

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 15:22

das alte Office-Paket kann kaputt gehen. Und dann?
Kein Problem - die Installations-CD exisitiert noch. Das Problem sind die Betriebssysteme, die diese "alten" Programme nicht mehr verarbeiten wollen.

Eine gewerbliche Lösung muss ohnehin andere Kriterien erfüllen, als wenn man den PC nur "spaßeshalber" privat nutzt. Wir streben daher an, dass auf einer "virtuellen" Ebene weiterhin das gute, alte "XP" (unverwüstlich!) installiert bleibt, sodass die bewährten (und unverzichtbar gewordenen) Dienstprogramme weiterhin zur Verfügung stehen. 2 Festplatten sind ein Muss, um die Redundanz bei einem möglichen Plattenschaden zu gewährleisten; separate Datensicherungen auf externen Datenträgern gehören dazu. Unsere Dienstleister bieten zwar auch alle nur denkbaren Hilfen an, aber ich denke nicht daran, sensible Kundendaten in einer ominösen "Cloud" zu lagern.

Nur: allein diese Überlegungen zeigen doch auf, um was man sich heute Gedanken machen muss. Hat das irgendetwas Unmittelbares mit meinem Kerngeschäft zu tun?


Meine berufliche Maxime hat Lew Young, ehemaliger Chefredakteur der "Business Week", einst sehr treffend in Worte gefasst:

Der wichtigste heute vernachlässigte Managementgrundsatz ist
wohl die Nähe zum Kunden, seine Bedürfnisse zu erfüllen und seinen Wünschen
zuvorzukommen. Für allzu viele Unternehmen ist der Kunde zum lästigen
Störenfried geworden: sein unberechenbares Verhalten wirft wohldurchdachte strategische
Pläne über den Haufen, seine Handlungen bringen die EDV durcheinander, und obendrein
besteht er auch noch hartnäckig darauf, gekaufte Produkte müssten
funktionieren.

Klingt ganz aktuell, nach heute, nicht wahr?

Von wegen! Dieses Zitat stammt aus der deutschen Ausgabe von "In Search of Excellence" (Auf der Suche nach Spitzenleistungen, Peters/Waterman, meine berufliche Bibel) 1982! Ich denke daher, dass Young das Ende der 1970er Jahre gesaagt haben wird.

Prophetische Worte!
Und an Stelle einer Besserung nach fast 40 Jahren hat die EDV die Herrschaft über den Verstand allzu Vieler übernommen. :cross:
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

13

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 18:28

die Installations-CD exisitiert noch.



Die meinte ich mit Kaputtgehen.

Andererseits: Soll ich mich aufhängen?



Ich habe Spiegelreflex-fotografiert, Schmalfilme, Tonbandaufnahmen, Videorekorder, "richtiger" PC, C64, Schwabbel-Disk, 3,5"-Disk, CDs, mobile Festplatten, DOS, Framework, Millenium, XP - alles für die Ewigkeit.

Ich kann einen Laden aufmachen mit Spielen, die nicht mehr laufen. Ich hätte die alten PC nicht verschenken, sondern einlagern sollen.
Wie in den 40ern mit krummen Nägeln "Die kann man vielleicht noch mal brauchen."



Ich habe noch 200 Disk mit wunderschönen Spielen für den C64, ich hatte auch ein Programm, das einen PC in einen C64 umwandelt, aber es gibt keinen Stecker, der das Floppy mit dem PC verbindet.

Ach, ohne meine Lebensgefährtin würde mir "Pogo Joe" auch keinen Spaß machen.

Meine Tochter sagt: "Dann geh spazieren oder fang an zu malen." Die Ärzte sagen: "Hören Sie doch einfach auf zu rauchen". Ich weigere mich lieber zu sterben.



Der Kunde soll kaufen, keinen Spaß haben.

14

Freitag, 19. Dezember 2014, 20:05

Die meinte ich mit Kaputtgehen
Auch eine Frage der Datensicherung. Nur eine CD? Im gewerblichen Einsatz tödlich.

Der Verlust meiner Outlook-Daten ist Folge unzureichender Sicherung. So kommt's!
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

15

Freitag, 19. Dezember 2014, 21:34

Ich habe 2 mobile Festplatten, aber Office ist nicht drauf.



Der Teufel hole die Informatiker!

16

Freitag, 19. Dezember 2014, 21:46

Zitat

an Stelle einer Besserung nach fast 40 Jahren hat die EDV die Herrschaft über den Verstand allzu Vieler übernommen.



Ich gebe zu: Ich bin schuld. Ich habe geholfen, das Lochkarten-Verfahren einzuführen.



Eigentlich sind die Indianer schuld: Rauchzeichen - Qualm - kein Qualm.

Lochkarte - Loch - kein Loch.



siehe hier

Nachgefragt

unregistriert

18

Montag, 10. Dezember 2018, 16:29

Zitat

berlin
Kaiser aller Tiere - gottähnlich

Montag, 3. Dezember 2018, 08:59
neue Spielregeln im Forum

Ich muss leider mit einer alten Tradion brechern und auch zu löschen anfangen.

Wir sind ein deutsches Forum. Ausländische TEXTE KANN ich als Betreiber nicht verantworten.



"König der Tiere" als Rang ist albern. Es zeigt nur, dass der Schreiber kein Wort Deutsch versteht. Einen Rang kann jedes Mitglied Im Profil selbst festlegen.


Billige Reklame werde ich ebenfalls LÖSCHEN. Sie nimmt nur Speicherplatz weg, den ich teuer bezahlen muss.

Ich bin großzügig, aber kein Idiot. Dä!


Wann macht der Betreiber seine Ankündigung wahr?
?(

Ähnliche Themen

Verwendete Tags

undefined

Counter:

Hits heute: 5 435 | Hits gestern: 8 597 | Hits Tagesrekord: 44 306 | Hits gesamt: 6 824 222 | Klicks pro Tag: 8 458,95