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1

Tuesday, April 15th 2014, 6:02pm

Parteien-"Marketing"

Es ist wieder mal soweit: Wahlkampf! Und wie Ungeziefer aus den Ritzen, so tauchen plötzlich (aber nicht unerwartet) wieder die Wahlplakate vor unser aller Augen auf.


Bei allem gebotenen Respekt: ich finde diese inhalts- und aussagebefreite Kleberitis schlicht zum Kotzen. Ich habe 4 Jahre Zeit gehabt, mir meine Meinung zu bilden, aber nun soll ein rechteckiges, buntes Stück Papier selbige ändern (oder vielleicht bestätigen)? Was für eine "Überzeugung" da wohl zum Ausdruck käme, ließe ich mich davon tatsächlich beeinflussen... Aber gut, da muss jeder selbst schauen, wo er bleibt und steht.


Mir geht es um die Aussagen. Bzw. das, was die Strategen darunter wohl verstehen mögen.


Ich komme gerade vom Außendienst und habe mir den Spaß gemacht, die Exponate zu beobachten. Da fiel mir zunächst das Konterfei einer jungen Dame auf, das mir ebenso wenig sagt wie ihr Name. Darunter steht: "Hier bewegt sich was." Ich habe ganz genau hin gesehen. Bewegt hat sich nichts.


"Wer betrügt, fliegt!" fiel mir dann auf. Na ja, immerhin eine klare Ansage - oder? Mmmhh. Ich würde auch gern fliegen, vielleicht mal auf die Kanarischen Inseln. Spendiert mir diese Gruppierung vielleicht ein Flugticket, wenn ich betrüge? Ach, besser doch nicht oder?


Auffällig war auch ein "Wir bewegen was in Europa". Schon wieder eine "Bewegung". Na und? Wenn ich mit dem Fahrrad eine Tour durch den schönen Kölner Norden mache, bewege ich auch was in Europa, wenn auch nur in einem kleinen Teil davon. Bin ich jetzt aber auch schon eine Partei, nur deswegen?


Apropos "Kölner Norden": "Gemeinsam für den Kölner Norden" ist mir auch begegnet. "Gemeinsam" ist gut. "Für den Norden" mag man hingegen als Benachteiligung für den Süden betrachten. Nur: was will man dem Kölner Norden, außer gemeinsam für ihn sein? Etwas dünn, oder?


Nicht so sehr wie die Portraitplakate, die, bei denen ich mir die Namen nie merken kann: irgendwo das Parteilogo, dann ein zumeist freundlich grinsendes Gesicht. Kern der Aussage: Heinz Müller (oder so). Gut zu wissen, oder? Und was jetzt?


Die absolute Krönung ist aber die Plakatserie "Wir können Köln". Mag sein - aber was könnt Ihr Köln? Abreißen? Anzünden? Neu streichen?


Unwillkürlich drängt sich beim Anblick dieser Plakate ein fieser Gedanke zwischen meine Ohren: mag ja sein, dass Ihr Köln "könnt". Aber wisst Ihr was?




Mich könnt Ihr auch (mal)!




Ich freue mich auf den 26. Mai. Dann verschwindet der Zinnober wieder. Köln soll doch sauber bleiben, oder nicht?

Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

This post has been edited 1 times, last edit by "Turm 61" (Apr 15th 2014, 6:33pm)


Klaus

Unregistered

2

Wednesday, April 16th 2014, 7:44pm

Parteien-"Marketing"

Das für mich Ungeheuerliche ist die Tatsache, dass wir das finanzieren. :S Und dafür, dass wir die wählen, können die sich so nen Scheiß leisten. 8o Dazu fällt mir wirklich nichts positives ein. ;(

C Koerbchen

Unregistered

3

Wednesday, April 16th 2014, 9:27pm

Bei uns in Gläbbisch wünscht die SPD "Frohe Ostern". Da frage ich mich, was das soll. Für mich ist so eine Verschwendung eher ein Gegenargument.

4

Thursday, April 17th 2014, 4:22pm

dafür, dass wir die wählen...

... können die doch nichts?



Ich verstehe, was Du meinst, aber Werbung wird immer und überall von uns bezahlt. Und glaub mir: auch Diejenigen, die sich als werbungsresistent betrachten, sind beeinflusst.


Das eigentliche Trauerspiel ist, dass Werbung zunächst ein bestimmtes Verhalten (zumeist den Kauf eines bestimmten Produktes) bewirken soll. Taugt die Werbung nicht, bleibt der Markterfolg aus, die Werbeleute stehen am Pranger.


Aber was bewirkt die "politische Werbung" im Wahlkampf? Den möglichen Erfolg heftet sich die jeweilige Partei an Revers - aber der "Kunde", hier der Wähler, hat eine Wundertüte "gekauft", die dem, was er sich davon erwartet, nicht entsprechen muss. Bis er aber reagieren kann, vergehen 4, 5 Jahre, innerhalb derer Tatsachen geschaffen werden.


Und deren (allzu oft negative) Folgen thematisiert dann der nächste Wahlkampf... Es fehlt einfach die Unmittelbarkeit der Vergleichsmöglichkeiten von Versprechen und Wirklichkeit wie beim täglichen Konsum, ebenso die Möglichkeit einer unverzüglichen Verhaltensänderung.


Irgendwo und irgendwie sind wir uns dessen bewusst. Nerven die allgegenwärtig auftauchenden, oft restlos dilettantischen Plakate (symptomatisch für den gesamten Wahlkampf) vielleicht gerade deswegen?


Aber da stellt sich doch die Kernfrage: wenn wir all das wissen, wieso reagieren wir dann nicht und wählen die gleichen Vögel immer wieder? Und damit auch auch deren Plakate?
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Klaus

Unregistered

5

Thursday, April 17th 2014, 11:17pm

Guten Abend, Turm61 :)

Vielleicht würde sich etwas ändern, wenn die Entscheider für ihre Fehlentscheidungen haften müssten. Und es würde sich gewiss etwas ändern, würde man den Bürgern nicht zunehmend eine positive Veränderung sabotieren. Ich empfinde nicht nur die Plakate als völlig hirnrissig.

C Koerbchen

Unregistered

6

Friday, April 18th 2014, 9:27am

Ja, vielleicht nützte es ja was, wenn Politiker öfter mal mit Klagen überzogen werden, wenn die ihren Job vorsätzlich beschissen erledigen. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

C Koerbchen

Unregistered

7

Friday, April 18th 2014, 9:49am

Auch die CDU

wünscht Gläbbisch "Frohe Ostern". In Groooßformat! 8|

8

Friday, April 18th 2014, 12:50pm

Und schon sind wir wieder mitten in der Diskussion um die Qualifikation von Politikern, oder?


Aber es gibt auch da eine andere Seite:

"Die Fünfzig gerade überschritten und noch nie in einem Unternehmen gearbeitet: Wäre Dirk Niebel in den Neunzigerjahren jemand mit einem solchen Lebenslauf untergekommen, er hätte ihn vermutlich eher früher als später in die Kartei "Arbeitnehmer mit Vermittlungshemmnissen" einsortiert. Heute steht der ehemalige Jobvermittler und Noch-Entwicklungshilfeminister selbst vor diesem Problem: Er braucht einen Job - mit eben diesem Profil. Als Minister und Abgeordneter hat er ausgedient, aber bis zum offiziellen Rentenalter noch mehr als anderthalb Jahrzehnte vor sich. "Ein B-Kandidat", sagt der Frankfurter Personalvermittler Heiner Fischer. "Für Niebel sind die fetten Jahre vorbei."Der 45-Jährige ist Partner der auf Top-Managementpositionen spezialisierten Personalvermittlung Herbold Fischer Associates und hat für die WirtschaftsWoche die Lebensläufe der rund 200 Abgeordneten durchforstet, die nicht mehr im neuen Bundestag vertreten sein werden: Welche Ausbildung haben sie durchlaufen? Wie viel berufliche Praxis haben sie gesammelt, bevor sie zum Berufspolitiker mutierten? Wo könnten sie unterkommen? Und wie viel könnten sie verdienen? "Am schwersten wird es bei denen, die fast ihr ganzes Leben als Politiker gearbeitet haben", sagt Personalberater Fischer. "Die haben ja nie was Solides gelernt."
Die Markierung des letzten Satzes stammt von mir. Über alles Andere mag sich jeder ein Urteil bilden.
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Henri

Unregistered

9

Friday, April 18th 2014, 9:23pm

Doch! Die können wohl was! nämlisch: Arschkriechen, umfallen, aussitzen, dauerschleimen, anpassen, verbiegen und eventuell noch anderes. Hauptsache, es führt zu Erfolg. Wessen Großmutter soll ich verspeisen? Gib mir nen klasse Posten und die Sache ist geritzt!

yanmaneee

Unregistered

10

Monday, June 24th 2019, 11:41am

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