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Friday, December 19th 2014, 12:16pm

Rollenfindung

Neulich in der Werbepause. Geboten wird ein Spot für einen Symptomunterdrücker bei Erkältungskrankheiten Die Story dazu: Mama hat Halsweh und überhaupt, geht es ihr ganz schön beschissen. Sie schmeißt sich den beworbenen Symptomunterdrücker rein und schläft ein wenig. Währenddessen muss Papa den Haushalt regeln, woran er kläglich und absolut lächerlich scheitert. Wie gut, dass das Mittelchen so gut rein haut und Mama somit kurzfristig in der Lage das Chaos zu richten.

Ein pubertierender, männlicher Zuschauer erzürnt sich. Heftig! „Die Werbung stellt Männer dauernd dar, als seien sie die letzten Trottel. Männer sind dumm,
unzuverlässig – zu nichts zu gebrauchen. In der Schule werden die Jungs auch
immer verarscht. Besonders beim Sport. Als ob Mädchen immer schwächer und
schlechter seien.“


Einwand des Erziehungsberechtigten: „Stopp mal bitte kurz! Wie ist es denn wohl für die Mädchen, wenn die so gesehen werden?“ Das war wohl einzusehen. „Ja stimmt! Die behandeln uns nach Vorurteilen – nicht danach, wer wir sind. Aber trotzdem ....“ Es folgte weiteres Ereifern. Der absolute Höhepunkt der Aufregung war schon bitter - „Sogar im Tierreich! Es gibt Spinnen, die fressen das Männchen auf. Nach der Befruchtung! Das ist doch das Letzte!“ Zur Vermeidung weiterer Aufregung wurde darauf verzichtet die Gottesanbeterin zu erwähnen.

Es ist ein komplexes Thema, wenn ein Junge gerade dabei ist, sein geschlechtsspezifisches Rollenbild zu bestimmen. Hier wächst ein Mann heran.

Unsere Kinder bewegen sich in einem schizophrenen Umfeld, wenn man sie einerseits nach traditionellen Vorurteilen behandelt, ihnen aber andererseits vermittelt, Jungs und Mädchen seien gleich (Gender Mainstreaming) .

Gleich wäre, ohne Vorurteile, ohne Rollendruck individuell als Mensch mit seinen persönlichen Stärken und Schwächen wahrgenommen und behandelt zu werden. Und natürlich gibt es Unterschiede. Nicht nur die Hormone lassen sich nicht weg erziehen. Frauen und Männer haben auch verschiedene Denkstrukturen. Das gehört berücksichtigt und respektiert. Sonst nichts. Je mehr irgendwelchen Übereifrigen meinen daran rum drehen zu müssen, um so höher die Chance im Ergebnis immer mehr neurotische und komplexgebeutelte Erwachsene zu haben.

Zurück zum Werbespot. Haben sich eigentlich schon Männerverbände wegen solch unwürdigen Darstellungen beklagt? Das ist doch eindeutig diskriminierend. Zumindest wäre es das dann, wenn es sich hier um Frauen handelte. Oder Dackel. Arme Männer!

2

Friday, December 19th 2014, 7:52pm

pubertierender, männlicher Zuschauer
Pubertät ist das Alter, in dem die Eltern seltsam werden. :rose:
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

yanmaneee

Unregistered

3

Monday, June 24th 2019, 11:32am

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4

Friday, June 28th 2019, 6:54pm

ja auf jeden Fall ein Interessantes Thema. Da kann man wirklich viel drüber reden. Ein beschissener Werbespot.... :thumbdown:

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