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1

Mittwoch, 29. Januar 2014, 08:28

Eine hypothetische Frage

Aus gegebenem Anlass stelle ich einmal Folgendes zur Diskussion:


Das Bundesinnenministerium gäbe in Zusammenhang mit nicht aufgeklärten Gewaltverbrechen eine Untersuchung in Auftrag, deren Ziel es sei, "abstrakt denkbare Anhaltspunkte" für ein mögliches linkes Tatmotiv (oder ein Solches mit "islamistischem" Hintergrund) zu ermitteln.


Wie, glaubt Ihr, muss bzw. soll man ein eine solche Aufgabenstellung sachlich bewerten? ?( ?(
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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2

Mittwoch, 29. Januar 2014, 10:05

Mit hypothetischen Fragen ist das so eine Sache.

Wie sollte der Untersuchungsauftrag denn konkret lauten?

So wie gegen Rechts? Der NSU-Prozess hat doch gezeigt, dass die ganze Überwachung nichts bringt. Gegen den Islam? Können denn mehr als 3 Agenten Arabisch in Schrift und Sprache? Mit wahrscheinlich 5000 verschiedenen Dialekten. Ich verstehe doch schon kein Bayrisch!



Die Geheimdienste haben weder den deutschen Angriff auf Polen, noch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor, noch die alliierte Landung in der Normandie verhindert.



Wir wissen inzwischen dank Edward Snowden, wie die Daten der NSA ausgewertet werden. Das System habe ICH sogar im Prinzip verstanden. Aber 500 * 10^40 Datensätze! Darunter Syrisch, Somalisch, Kölsch, Israelisch und Feuerländisch.



Frauen, die fremdgehen, stellen entweder Blumen ins Fenster oder nehmen sie weg. Ich habe immer dreimal geklingelt. Jemand hat mal von einer Bombenstimmung bei einer Hochzeit geschrieben, schon stand die Polizei vor der Tür. Bei Paypal bekommt man einen bestimmten Betrag (< 1 Euro) aufs Konto überwiesen, den Betrag muss man eintippen.



Verhindern lassen sich Gewalttaten nicht. Täglich Selbstmordanschläge im Nahen Osten und jetzt auch in Russland. Wenn es um 10 Uhr klingelt, das kann das Essen, der Briefträger oder mein Mörder sein.



Welche Schlüsse zieht die NSA aus diesem Kommentar? Stichworte gibt es genug. Ein Glück, dass ich (*1934) naziverdächtig bin.



Glück gehabt, es war das Essen, Leber!

3

Mittwoch, 29. Januar 2014, 10:19

Alles gut und schön, Berlin.

Aber das beantwortet meine Frage nicht. Wir kennen doch z. B. die allgemeine Haltung, sobald es um kritische Stimmen zu Minderheiten i. w. S. geht. Sollte daher ein präzis wie dargestellt formulierter Auftrag nicht einen Sturm der Entrüstung hervorrufen? Oder anders gefragt: ist eine solche Formulierung nicht angetan, dann eben das Augenmerk nur auf die gewünschten Zusammenhänge zu richten, alles Andere auszuschließen und u. U. falsche Verdächtigungen en masse zu produzieren? Ein "abstrakt denkbarer Anhaltspunkt" lässt ja nun wirklich jede Deutung zu.


Kann und darf so etwas sein, ohne Ressentiments zu schüren?
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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4

Mittwoch, 29. Januar 2014, 12:24

"abstrakt denkbare Anhaltspunkte für Anschläge mit islamistischem" Hintergrund"

Der Glaube, dass man direkt in den Himmel kommt und von 10.000 Jungfrauen bedient wird. Man sollte die Mullahs unterwandern. Und die gute Versorgung der Hinterbliebenen durch islamische Organisationen.

Der Nachteil des Islam ist, dass es keinen Papst gibt, der Terror verbietet.



Aber denk an die Kreuzzüge. Wir Christen waren kein Bisschen besser. Bei den Römern gab es sogar einen Kriegsgott. Dem Dabbelju Bush ist die Jungfrau Maria erschienen.

Bei der Entführung von Schleyer haben Hunderte Kollegen freiwillig Gespräche abgehört. Die 3 richtigen Hinweise wurden wegen einer Umorganisation verschlampt. Man vermutete, wo Schleyer gefangen gehalten wurde, und schellte sogar an der richtigen Tür, aber weil die Entführer nicht öffneten und Schleyer nicht um Hilfe rief, ging man wieder.



Nach dem 11.9. hatte ich für einen ausländischen Hausbewohner ein Paket aus Teheran angenommen. Ich informierte den Staatsschutz. Dessen Ermittlungen ergaben, dass der Hausbewohner noch nicht falsch (es lag nichts gegen ihn vor) geparkt hatte. Da gab ich es auf.

Werner K.

unregistriert

5

Mittwoch, 29. Januar 2014, 20:11

Islam


6

Mittwoch, 29. Januar 2014, 21:55

Die Diskussion geht am Thema vorbei.

Eigentlich suche ich doch nur eine andere Meinung auf die Frage, wie auf eine (hypothetischen) Untersuchung genannten Wortlauts heute Öffentlichkeit und Medien wohl reagieren würden.

In der Form ist die Fragestellung spekulativ (zugegeben) und jede Antwort spekuliert ebenso irgendwo im Trüben. Aber wir haben doch unsere Alltagserfahrungen - Werner K. führt hier die Aussage Kardinal Meisners an. Über ein "richtig", "falsch", "wünschenswert" (oder nicht) in der Sache lasse ich da Jedem seine Meinung zum Thema. Aber die öffentliche Reaktion tendiert doch recht eindeutig in eine negative Bewertung.

Wie also würde wohl eine vergleichbare Reaktion auf besagte, hypothetische Untersuchung ausfallen? Und warum?
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

checkmate

unregistriert

7

Mittwoch, 29. Januar 2014, 23:25

Ich verstehe offenbar die Frage nicht. Was ist der gegebene Anlass? Wieso hypothetisch? Islamisten und Linke werden doch überwacht. Raucher auch. ^^

checkmate

unregistriert

8

Mittwoch, 29. Januar 2014, 23:33

Wie also würde wohl eine vergleichbare Reaktion auf besagte, hypothetische Untersuchung ausfallen? Und warum?
Wohlwollend, Alles Fremdartige ist verdächtig. Langhaarige, Glatzen, Tätowierte, Schwule, Ossis, in Köln noch Evangelische und Düsseldorfer. "Außerdem", sagt Röschen, "habe ich nix zu verbergen."

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