Sie sind nicht angemeldet.

1

Montag, 24. November 2014, 16:13

Flüchtlinge


2

Montag, 24. November 2014, 19:46

Und mal wieder das Thema "Flüchtlinge".

Wann ist wer ein "Flüchtling"? Wie schaffen es so viele Menschen aus Ländern, die zu erreichen uns eine ganze Stange Geld kosten würde, überhaupt zu uns zu kommen?

Bitte keine Missverständnisse. Wenn Menschen unverschuldet in Not geraten, sollte unsere Hilfe keiner weiteren Diskussion bedürfen. Der Knackpunkt ist allerdings eine äußert legere Einwanderungspolitik, die in Verbindung mit einem im internationalen Vergleich sehr generösen Sozialsystem sehr wohl auch eine Vielzahl an Scheinflüchtlingen generiert. Dass angesichts dessen Kritik laut wird, ist verständlich. Und wenn etwas "typisch deutsch" geworden ist, dann die traurige Tatsache, dass allein die soeben vorgebrachte Kritik öffentlich als "rechts" gebrandmarkt und der Kritiker kritisiert wird, ohne jedoch eine substanzielle Diskussion überhaupt nur zuzulassen.

Hinzu kommt etwas Anderes (das zu äußern ebenfalls unerwünscht ist): erinnerst Du Diuch an die 2010 unter recht dubiosen Umständen zu Tode gekommene Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig? Ihr Buch "Das Ende der Geduld" wurde posthum zum Bestseller. Sie schreibt darin u. a., das 90% der Schwerkrimminellen mit 30 oder mehr Delikten einen Migrationshintergrund haben (in "ihrem" Bezirk Neukölln, mithin nicht grundsätzlich 1:1 übertragbar). Wo aber sich viele Menschen ihre Alltagserfahrungen bestätigt sahen, setzte es nach dem Tod der Autorin beinahe erwartungsgemäß die obligatorische "Rassismus"-Kritik. Die ernsthafte Auseinandersetzung , die sachliche Prüfung der Inhalte, geriet einmal mehr ins Hintertreffen.

Und so wird aus einer Vielzahl an Steinchen ein Mosaik geschaffen, das letzten Endes eine Negativstimmung erzeugt. Aber tragen die "Flüchtlinge" allein Schuld daran? Die echten ganz gewiss nicht. Aber die schwarzen Schafe, noch dazu vor jeglicher Kritik geschützt, ziehen das Bild des "Migranten" in den Schmutz. Was m. E. nicht möglich wäre, bediente man sich der Mittel, wie sie in klassischen und beliebten Einwanderungsländern an der Tagesordnung sind, ohne dass man diese öffentlich als "fremdenfeindlich", "rechts" oder "rassistisch" diffamiert.

Ich habe selbst bereits eine Auswanderung in Betracht gezogen. Keine Chance, für das Land meiner Wahl in Betracht gezogen zu werden. Ja, ich beherrsche die Amtssprache, kann das notwendige Kleingeld für die Einreise aufbringen. Aber all meine Berufserfahrung spielt angesichts einer völlig anderen Rechtslage keine Rolle. Null! So müsste ich einen sonstigen Arbeitsplatz vorweisen - aber was sollte ich in meinem doch recht fortgeschrittenen Alter tun, wer gäbe mir wieso eine Chance in einem völlig neuen Umfeld? Abwegig, darauf zu hoffen, noch dazu, da man die Gesamtzahl der Einwanderer strikt kontingentiert. Die Lebensgefährtin hat (entfernte) Verwandte dort. Es sei ein knochiger Beginn gewesen ("Integrationshilfen" unserer Prägung gibt es dort nicht), aber allein durch die strengen Auflagen, die jedem Einwanderer einen vollständigen Bruch mit seiner Vergangenheit auferlegen (die "doppelte Staatsbürgerschaft" z. B., hier geradezu inflationär verteilt, wird dort als Witz betrachtet), ist man als Einwanderer von der ersten Minute an rundum akzeptiert.

Das Thema "Flüchtlinge" und "Migranten" ist hierzulande durch vielfältige und fehlgeleitete (wenn auch gut gemeinte) Initiativen restlos kontaminiert. Diese Fehlentwicklung hat viele Väter. Aber gerade diese Väter propagieren ein "Weiter so!" oder "Noch mehr!"

Da schwant mir Unheil. Und Besserung ist nicht in Sicht.
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

3

Montag, 24. November 2014, 23:41

Das ist wie bei "Plasberg eben. "Was ist guter Islam, was schlechter?"

Diese Themen muss man ohne Emotionen angehen.

Auch "Nur-Wirtschafts"-Flüchtlinge sind Flüchtlinge; vielleicht moralisch mit geringerer Priorität. Aber die Chance, dass sie dauerhaft bleiben und sich integrieren, ist sogar größer. Kriegs-Flüchtlinge kehren eher in die Heimat zurück, wenn dort Frieden eingekehrt ist.

Wie das bei Religions-Flüchtlingen (Sunniten/Schiiten) ist, weiß ich nicht.

Die Jugoslawen aus unserem Haus sind geblieben, weil die Kinder deutsch erzogen wurden. In jedem Urlaub fuhren sie mit hoch beladenem (Elektrogeräte) Pkw nach Jugoslawien, um am Häuschen zu basteln.

Auch meine erste türkische Putzhilfe (mit 5 Kindern) denkt sicher nicht an eine Rückkehr. Der Mann ist Dolmetscher bei Ford.

Ob eins ihrer Kinder vom Verfassungsschutz beobachtet wird??? Vater und Mutter waren Muslime, er allerdings ein Laumann.

cornelius

unregistriert

4

Montag, 24. November 2014, 23:54

allerdings ein Laumann.
Oh Gott, muss man jetzt auch noch auf die Intensität des Glaubens achten? Ist ein gläubiger Sunnit besser oder schlechter als ein schiitischer Laumann???

5

Dienstag, 25. November 2014, 11:13

Und so wird aus einer Vielzahl an Steinchen ein Mosaik geschaffen, das letzten Endes eine Negativstimmung erzeugt. Aber tragen die "Flüchtlinge" allein Schuld daran? Die echten ganz gewiss nicht. Aber die schwarzen Schafe, noch dazu vor jeglicher Kritik geschützt, ziehen das Bild des "Migranten" in den Schmutz. Was m. E. nicht möglich wäre, bediente man sich der Mittel, wie sie in klassischen und beliebten Einwanderungsländern an der Tagesordnung sind, ohne dass man diese öffentlich als "fremdenfeindlich", "rechts" oder "rassistisch" diffamiert.
Dem kann ich nur zustimmen. Wir brauchen zu den vorhandenen Idioten keine zusätzlichen. Zumal man einheimische Idioten nicht mal ausweisen kann.


Ja, es ist vieles schief gelaufen und es läuft weiterhin viel schief. Ausbaden müssen es die Flüchtlinge die aus Not hier her fanden.

6

Dienstag, 25. November 2014, 13:25

es ist vieles schief gelaufen und es läuft weiterhin viel schief
Wohl wahr! Was z. B. schief gelaufen ist, habe ich am Beispoiel der Jugoslawienflüchtlinge an meiner alten Schule im Beitrag "Benachteiligung von Migranten" dargelegt, was aktuell schief geht, liuest man hier: http://www.focus.de/politik/deutschland/…id_4298568.html

Wobei mich am Focus-Bericht massiv die Headline ("extrem") stört, abgesehen von der "gutmenschlichen" Tendenz des Berichts. Sachlich ist anders. Nun tummelt sich im Publikum der User gewiss so mancher schräge Vogel, aber die Tendenz der Meinungen ist doch recht eindeutig. Wieder einmal ein treffendes Beispiel für den Widerspruch zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Auch das schürt das Feuer!

Aber mal ganz konkret: es mutet schon seltsam an, dass (wieder einmal) die Fotos recht rüstige junge Männer zeigen ("meine" Jugoslawen sahen da ganz anders aus, und sie kamen im Familienverbund) - und als ebenso seltsam empfinde ich, dass da der Wortführer "aus NRW anreist", um in München einen Hungerstreik zu organisieren. Nein, solche "Flüchtlinge" sehe ich sehr kritisch.

Niemand verlangt Unterwürfigkeit von Not Leidenden (wer das doch tut, leidet an Gehirntripper, sorry!). Aber ein wirklicher Flüchtling ist zunächst einmal heilfroh, einer akuten und unmittelbaren Bedrohung entkommen zu sein und betätigt sich nicht als politischer Aktivist im Aufnahmeland. Und gerade Letzteres kommt wohl kaum aus eigenem Antrieb zustande. Wer, um alles in der Welt, bietet solchen Berufsprotestierern eine Bühne, wer stellt die Mittel zur Verfügung? Unglaubwürdig, das Ganze. Und ein weiteres Mosaiksteinchen.
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

7

Dienstag, 25. November 2014, 14:46

Aber ein wirklicher Flüchtling ist zunächst einmal heilfroh, einer akuten und unmittelbaren Bedrohung entkommen zu sein und betätigt sich nicht als politischer Aktivist im Aufnahmeland. Und gerade Letzteres kommt wohl kaum aus eigenem Antrieb zustande. Wer, um alles in der Welt, bietet solchen Berufsprotestierern eine Bühne, wer stellt die Mittel zur Verfügung? Unglaubwürdig, das Ganze. Und ein weiteres Mosaiksteinchen.
Yep, da könnte ich nur noch kotzen. Diese Menschen werden immer weiter nur benutzt. Das muss an unserer christlichen Kultur liegen ... oder so. Manche Aktivisten, egal wofür oder dagegen, schießen irgendwie immer über das Ziel hinaus, von allen gelobt sogar und machen damit vieles erst richtig kaputt. Was ist mit dem logischen Denken passiert? Wenn da einer aus Eitelkeitsgründen irgendwas durchziehen will, ist das Eine. Aber dass so viele klaren Blödsinn mitmachen und bejubeln, werde ich nie begreifen können.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

8

Mittwoch, 26. November 2014, 14:56

an unserer christlichen Kultur liegen

Enä, das liegt an unserem Wohlstand und an der Inneren Ruhe im Land.

Wohin wollten die Deutschen nach dem Weltkrieg auswandern? In die USA, nach Kanada und Australien. Aber wie dahin kommen? Per Flugzeug? Kein Geld. Der erste Besuch aus Brasilien kam 1952 per Schiff - mit Frachter bis Genua - dann Bahn. Zurück mit Bahn nach Genua. Dann per Frachter Lissabon Porto Alegre.

Strenge Aufnahmeregeln! Landessprache! Guter Beruf, Bürgschaft. Heute muss das Land aufnehmen, wo der Flüchtling zuerst ankommt. Da ist Deutschland gut dran. Da trifft es die Anrainerstaaten von Syrien.

Die Aufnahme-Quoten müssten von der UNO nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten festgelegt werden. Nicht kürzester Weg, du bist dran.

Schlepperbanden, übel - gut.
Zu Zeiten der DDR hießen die Fluchthelfer.

seniorbook

unregistriert

9

Montag, 15. Dezember 2014, 18:47

heute 10:35

Ich finde es völlig inakzeptabel, zwischen sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen und politischen Flüchtlingen zu unterscheiden. Eine Mutter, die ihre Kinder vor dem Verhungern bewahren will, ist doch in der selben Lage wie eine Mutter die ihre Kinder vor dem Tod durch Terror bewahren will. Beide vedienen es, von einem reichen Land wie unserem aufgenommen zu werden. Und das Geschwätz von der Islamisierung Europas ist reiner Stammtisch. Die Leute müssen doch oft gerade deshalb flüchten, weil sie k e i n e islamischen Fundamentalisten sind, warum sollten sie uns also "islamisieren" wollen.

Übrigens: Alle Immigranten und Flüchtlinge zusammen zahlen 22 Mrd. Euro mehr in unsere Sozialkassen ein, als sie daraus entnehmen.

cornelius

unregistriert

10

Montag, 15. Dezember 2014, 19:28

Nun, nicht jedes Wirtschafts-Flüchtlingskind verhungert gleich.

Trotzdem ist es legitim, wenn sie sich verbessern wollen. Sie müssen sich erst mal akklimatisieren, die Sprache lernen.

Lasst sie mit Moped und Fahrrad Pizzas und Werbung ausfahren - das kann jeder - sogar Akademiker.

Wir haben 1945 auch klein angefangen, in zerstörten Wohnungen, ohne Scheiben, mit Lebensmittelmarken. Ohne Beruf. Wir haben auch zu 4 Personen in der Küche gelebt.

Wir müssen nicht gleich das Schlaraffenland bieten, aber gebt ihnen eine Chance, lasst sie arbeiten.



Gute Leute (und warmes Wasser) kann man immer gebrauchen (einfrieren).

11

Montag, 15. Dezember 2014, 20:38

Und das Geschwätz von der Islamisierung Europas ist reiner Stammtisch. Die Leute müssen doch oft gerade deshalb flüchten, weil sie k e i n e islamischen Fundamentalisten sind, warum sollten sie uns also "islamisieren" wollen.
Genau so schaut es aus! Diese Islamisierungsspinner verbreiten nur Blödsinn und kriegen anscheinend genug bildungsferne Deppen vor ihren Dreckskarren gespannt. Ich wage zu behaupten, dass wir mehr solche Dummbratzen, als strenggläubige Muslime in unserem Land haben.


Außerdem haben wir die Wirtschaftsflüchtlinge mit zu verantworten, so lange es uns nicht interessiert, unter welchen Bedingungen unsere Schnäppchen hergestellt werden.

12

Dienstag, 16. Dezember 2014, 12:56

Ein Denkanstoß von anderer Seite

von
Klaus Kelle


Unsere Kultur wird verscherbelt

28. November 2014, 09:18


Money makes the world go round – das ist wahrlich keine neue Erkenntnis.

Wer gutes Geld zahlt, darf dafür eine entsprechende Gegenleistung erwarten.
Auch im Sport. Produkte werden umbenannt, Stadien und ganze
Mannschaften erhalten neue Namen, die der Sponsor festlegt. Das ist
inzwischen Alltag, wir leben im Kapitalismus, und wir leben weitgehend
gut damit. Aber ist auch das Verkaufen von Überzeugungen und Traditionen
legitim? Der Fußballclub Real Madrid gehört zu den besten der Welt.
Sein Club-Symbol zierte seit Gründung ein Kreuz. Ein christliches Kreuz,
was im Herzen Spaniens sogar noch mehr Sinn ergibt, als in vielen
anderen Ländern unseres Kulturkreises. Dieses Kreuz ist nun weg,
verscherbelt, geopfert. Dem neuen Sponsor zuliebe: der National Bank of
Abu Dhabi, mit dem die Madrilenen “eine strategische Allianz”
eingegangen sind. Wäre denkbar, dass die arabische Bank für diese
Allianz auf Ihren Untertitel verzichtet? Der heißt “Islamic Finance
Company”, und angeboten werden den Kunden “Sharia banking products”.
Würden die drauf verzichten aus Rücksicht auf den neuen Partner im
katholischen Spanien? Natürlich nicht! Wundert sich noch jemand, dass
uns viele Muslime wegen unserer Prinzipienlosigkeit verachten? Weil in
unseren Ländern Fluggesellschaften wie British Airways und Fußballclubs
wie Real Madrid das Kreuz aus ihren Logos verbannen? Weil wir in
Deutschland aus vorauseilendem Gehorsam aus der Osterbriefmarke eine
Frühlingsbriefmarke, aus dem St. Martins-Umzug ein Lichterfest und aus
Weihnachtsmärkten Wintermärkte machen? Wer soll unsere
christlich-abendländischen Traditionen und unsere Art zu leben Ernst
nehmen, wenn wir es selbst nicht tun? Nicht der Islam ist das
Hauptproblem, sondern wir selbst sind es.
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

13

Dienstag, 16. Dezember 2014, 19:05

Nicht der Islam ist das
Hauptproblem, sondern wir selbst sind es.
Das ist richtig. Wir sind mittlerweile eine Gesellschaft, die weniger ehrenswert ist, als eine Crack Hure.


Was mich in diesem Jahr an unserer Schule ärgerte: Helloween wird gefeiert - Erntedank nicht. Auch die regionalen Erntedank Feste sind mittlerweile Herbstfeste, wo es nur noch ums Verkaufen geht. Es wird immer schwieriger kulturelle Inseln zu finden, wo Traditionen eine angemessene Wertschätzung erfahren. Ich finde das traurig.


Mit unseren muslimischen Nachbarn feiern wir Weihnachten und auch das Zuckerfest. Das finde ich schön und bereichernd. Die Kulturen stehen nicht in Konkurrenz - man teilt und respektiert sie. So sollte es meines Erachtens sein - Bereicherung - nicht Verdrängung.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

14

Dienstag, 16. Dezember 2014, 19:49

Zitat

Aber ist auch das Verkaufen von Überzeugungen und Traditionen
legitim?


Verboten ist es nicht!

Aber die Frage ist, warum Geschäftsleute so was tun.



Warum wird der 100 Jahre alte Name Stüssgen in XYZ umgewandelt und 2 Jahre später noch mal in REWE?

Die SEB-Bank?

Bei Dubai und Mercedes ist es Prestige. Und? Welche Einnahmen stehen den Ausgaben gegenüber? Höhner und Bläck Fööß sind Markennamen, die benennt man nicht in Müller & Co. um. Aus dem Müngersdorfer Stadion (ASV-Sportfest nach jeder Olympiade) wurde das Rhein-Energie-Stadion. 2. Bundesliga.

Junge Ärzte bezahlen ein Vermögen für die Praxis des Vorgängers.

Warum müssen alle Firmen einen Sitz in Berlin (Reichshauptstadt) haben. Großmannssucht!

Bald werden wir uns auch wieder Grossdeutschland nennen.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

15

Dienstag, 16. Dezember 2014, 19:57

Nur die Schützenvereine, der Karneval und das Oktoberfest sind noch deutsch. - Und die Fischer-Chöre.

16

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 11:19

Es täte der ganzen Sache gut, würde man endlich einmal zwischen "Asylanten" bzw. "Flüchtlingen" und "Einwanderern" unterscheiden.

Erstere sind auf Hilfe angewiesen. Sofern sie nicht von unlauteren Motiven getrieben werden. Ob es allerdings sinnvoll ist, sie ins Land aufzunehmen, halte ich für diskussionswürdig. Wie schon zuvor angesprochen: ab wie vielen aufgenommenen Flüchtlingen sind die auslösenden Probleme der Flucht im Heimatland als gelöst zu betrachten? Wie lange werden wir sie beherbergen müssen? Wie viele Flüchtlinge bzw. Asylanten wir auch immer wie lange aufnehmen werden, ein Vielfaches dieser Zahl wird außen vor bleiben, wenn sich in den Heimatländern nichts ändert. Haben wir also das Problem aus der Welt geschafft oder beruhigen wir nur unser Gewissen? Na?

Einwanderer hingegen kann (und sollte) man durchaus nach strengen Kriterien auswählen. Sie sind es, die dauerhaft (!) im Lande verbleiben wollen und werden, die einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten bereit sein müssen - und denen wir dann auch unbefangen gegenüber treten können. Werden. und Müssen. Da habe ich keine Bedenken.

Der Knackpunkt und Auslöser der Verärgerung ist aus meiner Sicht das unsägliche Zusammenmengen aller ins Land Strebenden, aus welchen Gründen auch immer. Da sind wir bei der Verantwortung der "Politik" angekommen. Wer die Seinen und sich selbst aus einem Kriegsgebiet in Sicherheit bringt, ist dankbar für eben diese Sicherheit. Kommt er dann in einem Massenbquartier unter, so mag das aus unserer Sicht ärmlich erscheinen, aber die Alternative - der Verbleib im Krioegsgebiet - ist doch wohl um Einiges unerfreulicher. Woher die Vorstellung kommt, diese Menschen müssten "modern" untergebracht werden, dass sich Aufnahmegebäude i. w. S. am Standard von Wohnraum zu orientieren haben, will mir nicht in den Kopf. Als Flüchtling oder Asylant ist mein Aufenthalt von den Gegebenheiten meiner Heimat abhängig. Ist der Krieg zu Ende, ist das Regime abgestürzt, besteht kein nachvollziehbarer Grund mehr, wieso ich dann noch in einem fremden Land bleiben sollte. Danke für Eure Aufnahme in schwere Zeit. Das war's dann aber auch.

Rein administrativ werden jedoch all diese Unterscheide verwischt. Meine eigenen Erfahrungen mit den Bürgerkriegsflüchtlingen aus Jugoslawien sprechen eine beredte Sprache, was (wirkliche) Flüchtlinge erwarten und wohin es führt, wenn verkrampftes "Nicht-Diskriminieren" in der Folge alle möglichen Absahner einlädt, an einem solchen System zu partizipieren.

Und mit Verlaub: ich finde es zum :puke: , wenn ich angesichts solcher Kritik dann dieses unmögliche Dauergefasel von angeblich mangelnder "Toleranz" zu hören bekomme. Denn auch das hat mich meine Erfahrung gelehrt: die intolerantesten Menschen, mit denen ich zeitlebens zu tun bekommen habe, waren genau Diejenigen, die am lautesten "Toleranz" einfordern. Und wehe, man hat Einwände! Scheißegal, ob, die berechtigt sind - allein darüber nachzudenken, ist schon das erste Zeichen von "Intoleranz".

In einer solchen Welt kann es kaum verwundern, wenn sich dann in der Bevölkerung Widerstand regt. Ist halt ein Zeichen von "Intoleranz", nicht wahr? ;(
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Ähnliche Themen

Verwendete Tags

Flüchtlinge, Politik, Sachsen, Wahlkampf

Counter:

Hits heute: 903 | Hits gestern: 4 179 | Hits Tagesrekord: 44 306 | Hits gesamt: 6 057 443 | Klicks pro Tag: 8 007,31