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21

Montag, 7. Juli 2014, 16:14


Schmeiß hin und beantrage Hartz IV
Du wirst nicht glauben, wie viele Kollegen diesen Weg bereits gegangen sind.
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

22

Montag, 7. Juli 2014, 18:40

Schmeiß hin und beantrage Hartz IV
Du wirst nicht glauben, wie viele Kollegen diesen Weg bereits gegangen sind.
Immobilienmakler sein ist schlimmer als ALG II Bezieher oder wie ist das zu verstehen? 8|

23

Montag, 7. Juli 2014, 19:52

Nein, Elfi. Wo steht das?

Es ist im Grunde genommen ein sehr schöner Beruf: Du hast es mit Menschen zu tun, musst deren Bedürfnisse und Wünsche erkennen, ihre Lebensplanung (soweit sie Dir reinen Wein einschenken) berücksichtigen und kannst ihnen so auf dem Weg zu ihrem neuen Lebensabschnitt (und das geht mit einer neuen Bleibe, ob gekauft oder gemietet, einher) ein paar Steine aus dem Weg räumen. Und oft genug zerstörst Du einen Lebenstraum,indem Du den hoffnungsvollen Kaufinteressenten vorrechnen musst, dass angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel das Ansinnen nicht finanzierbar ist. Brotlose Kunst, aber auch das gehört zu meinem Alltag. Gleiches gilt für Eigentümer, die (aus welchen Gründen auch immer) einen Lebensabschnitt abschließen und ihr Eigentum (was ja einen Teil ihres Lebens ausmachte) veräußern oder vermieten möchten.

Dass der Gesetzgeber es über Jahrzehnte hinweg versäumte, klare Richtlinien und Mindestanforderungen für diesen Beruf (in dem es immerhin um 6-7stellige Beträge gehen kann) auszurufen, hat leider Gottes eine Vielzahl unqualifizierter Glücksritter auf den Plan gerufen, die den Ruf der Branche nachhaltig geschädigt haben und dies noch tun. Die mediale Aufbereitung über solche Schwachsinns-"Dokus" wie "Mieten, Kaufen, Wohnen" tut ihr Übriges, um den Eindruck zu erwecken, dieses "Bisschen" könne man ja auch allein schaffen. Und wo das endet, erlebe ich Tag für Tag.

Insgesamt ist so in der Öffentlichkeit das Bild eines Bonzen im Nadelstreifenanzug entstanden, der für wenig Arbeit dickes Geld scheffelt - leider auch bei besagten Glücksrittern, die massenhaft in den Beruf gedrängt haben. Und wie soll denn ein Eigentümer erkennen, ob er eine qualifizierte Fachkraft oder einen Dummschwätzer vor sich hat? Nicht jedem wirklich fachlich versierten Makler ist es gegeben, seine Qualifikation zu vermitteln. Und mehr als alles Andere hängen daran Erfolg oder Misserfolg. Wer nun noch die laufenden Kosten eines noch so kleinen Unternehmens im Blick hat und darüber hinaus weiß, dass das Finanzamt mehr oder weniger die Hälfte des Bruttogewinns einbehält, wird verstehen, dass für viele Makler die Flucht in Hartz IV irgendwann die letzte "Lösung" war.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Turm 61« (7. Juli 2014, 20:24)


24

Montag, 7. Juli 2014, 21:10

Die mediale Aufbereitung über solche Schwachsinns-"Dokus" wie "Mieten, Kaufen, Wohnen"

Genau! Schwachsinn ist das. Wer sieht sich so einen Schrott an?

Makler gibt es, wie in jedem Beruf, solche und solche. Hast Du einen Tipp, woran man als Ahnungsloser einen guten Makler erkennt?

25

Montag, 7. Juli 2014, 22:06


Hast Du einen Tipp
Als Interessent hast Du leider Gottes keine wirkliche Wahl. Aber bei mir fällt schon die Klappe, wenn eine Massenbesichtigung anberaumt wird oder - noch schlimmer - man Dich einfach an den Noch-Mieter verweist, ohne dass Du dem Makler überhaupt Aug' in Auge gegenüber stehst.


Der Anbieter sollte prüfen, ob der Makler einem Verband angehört, ggf. dessen Büro aufsuchen, Referenzen abfragen. Geht es um eine Vermietung, so ist Vorsicht geboten, wenn der Makler mit einer Vielzahl von "Mietgesuchen" wirbt. Das wird zwar immer noch von Franchise-Ketten als werbewirksam angepriesen, geht aber an der Realität vorbei. Soll eine Immobilie verkauft werden, Finger weg von den Hellsehern, die eine Wertermittlung von außen im Vorbeifahren vorzunehmen imstande sind: solange nicht alle relevanten Unterlagen beigebracht sind, ist definitiv keine seriöse Marktwerteinschätzung möglich.


All das bietet keine absolute Sicherheit, und ich kann auch eine größere Zahl an Kollegen benennen, die erstklassige Arbeit von ihrem Home-Office aus leisten. Aber wenn Dir jemand nach dem Mund redet und obendrein mit einem "kostenlos für den Anbieter" wirbt, ist Skepsis angebracht.
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berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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26

Dienstag, 8. Juli 2014, 03:23

Mit Turm hast Du schon mal eine Adresse.

27

Dienstag, 8. Juli 2014, 09:27

Nein, Elfi. Wo steht das?

Dann habe ich dich mistverstanden. Hatte mich schon gewundert. Die Steuern fressen einen schnell auf, wenn man nicht gerade Bayer AG oder Siemens heißt. :S

28

Dienstag, 8. Juli 2014, 09:36

Danke für den interessanten Einblick!
Aber wenn Dir jemand nach dem Mund redet und obendrein mit einem "kostenlos für den Anbieter" wirbt, ist Skepsis angebracht.
Hierzu eine Frage: kostenlos für den Anbieter bedeutet doch dass der Mieter/Käufer die Provision zahlt. Richtig? Das mit der Skepsis verstehe ich nicht. Ist es nicht egal wer zahlt? Oder reicht die Provision nicht?

29

Dienstag, 8. Juli 2014, 10:12

Elfi, grundsätzlich arbeiten wir mit einer sog. "Außenprovision", d. h., der Mieter bzw. Käufer zahlt die Provision. Es gibt aber je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen.

Diese Praxis ist zum Politikum geworden. Mit dem "Bestellerprinzip" will man auf höherer Ebene dafür sorgen, dass die Provisionen (zumindest im Mietbereich) vom Eigentümer getragen werden. An dieser Front ist es derzeit aber ruhiger geworden; die ebenfalls umstrittene "Mietpreisbremse" steht im Vordergrund.

Es ist nicht egal, wer zahlt. In vielen Verkaufsangeboten wird mit "provisionsfrei" geworben - das heißt aber auch nur, dass der Käufer keine separate Rechnung erhält. Tatsächlich sind die Vertriebskosten eingepreist. "Provisionsfrei" ist tatsächlich ein Aufhänger und zieht Interessenten an wie die Motten das Licht. Dass sie bei dieser Regelung aber Grunderwerbssteuer auch auf die anteilige Provision entrichten, scheint diesen "Preisfüchsen" egal zu sein. Und Du wirst kaum glauben, mit welchem Misstrauen käuferseitig schon einmal mein Vorschlag beäugt wird, gegen entsprechende Senkung des Verkaufspreises und separate Berechnung die Provision zu übernehmen. Dabei geht es zumeist nur um ein paar hundert Euro, aber der schlechte Ruf der Branche wirkt auch hier nach. "Lieber nicht." ?(

Und nein, mit den gängigen und erlaubten Außenprovisionen ist allenfalls ein Standardprogramm zu finanzieren, aber wenn man gezielt für eine Immobilie eintreten will, fallen deutlich höhere Kosten an. Es ist nur angemessen, den Eigentümer ebenfalls mit ins Boot zu nehmen. Und klar: letztendlich könnte der das auch alles selbst erledigen. Und viele gehen diesen Weg, schon um die Maklerkosten "zu sparen".

Es würde zu weit führen, ins Eingemachte zu gehen: aber ein gewisses Grundverständnis für unser Rechtssystem bringe wir doch alle auf, oder? Nur: wenn es tatsächlich einmal vor den Kadi geht, nehmen wir dann doch die Dienste eines Rechtsanwalts mit seinem besonderen Fachwissen in Anspruch. Der bekommt auch dann sein Honorar, selbst wenn der Prozess mit einer Niederlage endet. Wieso dann der Makleranspruch (der ja nur im Erfolgsfall zu entrichten ist) dermaßen verteufelt wird, ist sachlich kaum zu begründen. Aber sein Fachwissen nimmt man ja trotzdem gern in Anspruch - Geiz ist geil...
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Turm 61« (8. Juli 2014, 18:17)


rnsgozjrv82

unregistriert

30

Mittwoch, 30. Juli 2014, 09:02

gelöscht



ausländische Texte nehmen wir nicht an.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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31

Mittwoch, 30. Juli 2014, 10:22

gelöscht



ausländische Texte nehmen wir nicht an.

dvcga17e72

unregistriert

32

Donnerstag, 14. August 2014, 10:56

deleted

33

Dienstag, 10. März 2015, 07:55

Diesen Beitrag muss ich nun doch einmal aus der Vesenkung holen.

Ich habe eingangs meine Verpflichtung zur Identifikation der Interessenten beschrieben, die ein von mir betreutes Kaufangebot besichtigen (!) möchten.

Der Irrsinn geht weiter. Eine aktuelle Verbandsinformationen besagt nunmehr Folgendes:


Die vierte Geldwäscherichtlinie in Brüssel steht kurz vor der
Verabschiedung. Die beiden federführenden Ausschüsse im EU-Parlament
(Wirtschafts- und Währungsausschuss sowie der Ausschuss für bürgerliche
Freiheiten, Justiz und Inneres) und auch der Finanzministerrat billigten
am 27. Januar 2015 den zuvor ausgehandelten Kompromissvorschlag. Inhaltlich
sieht der ausgehandelte Text jetzt insbesondere vor, dass die
Mitgliedsstaaten bestimmen können, ob auch Vermietungsmakler („letting
agents“) Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz sein sollen. Damit
könnte Gesetz werden, was das zuständige Bundesfinanzministerium bisher
lediglich durch ein sogenanntes Anwendungsschreiben geregelt hat. Ein
weiterer zentraler Punkt ist die Einführung eines Registers, in dem
Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten der jeweiligen juristischen
Person aufgeführt sein sollen. In dieses Register sollen Behörden,
Verpflichtete (zum Beispiel Makler) und weitere Personen mit einem
berechtigten Interesse Einblick nehmen können. Zudem soll der Kreis der
politisch exponierten Personen (PEPs) erweitert werden. Dazu sollen
künftig auch Regierungsmitglieder, Abgeordnete und oberste Richter sowie
deren Angehörige nicht nur aus Drittstaaten, sondern auch aus der EU
zählen.


Die EU-Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie nach Verabschiedung und
Veröffentlichung im EU-Amtsblatt innerhalb von zwei Jahren in nationales
Recht umsetzen.

Der kriminellen Energie eines Pärchens, dass sich wegen den erwarteten Nachwuchses um eine größere Wohnung bemüht, wird ja eine glatt staatsgefährdende Dimension unterstellt. X(
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Turm 61« (10. März 2015, 09:04)


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