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Dienstag, 28. April 2015, 18:36

Kinderlosigkeit

Professor Sinn hat die Staffelung der Altersrente nach der Kinderzahl und eine Rentenkürzung für Kinderlose auf die Hälfte der “normalen” Höhe gefordert.

Wörtlich: “Wer keine Kinder hat und insofern zu wenig tut, um seine eigene Rente im Umlagesystem zu sichern, muss die Konsequenzen tragen und selbst auf dem Weg der Ersparnis für Ersatz sorgen.”

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Dienstag, 28. April 2015, 20:03

“Was glaubt der Mann eigentlich, wie viele Familien gerne Kinder haben würden, dieses aber leider nicht möglich ist? Weiß der Schreiber solcher Zeilen eigentlich, welche Belastung das für diese Ehepaare ist, seelisch aber auch finanziell, da die künstliche Befruchtung nur bedingt von den Kassen übernommen wird und auch nicht garantiert zum Erfolg führt? Es scheint Herrn Sinn auch nicht in den Sinn zu kommen, dass sich auch diese Ehepaare Gedanken über das Alter machen und dass sie ohne Kinder, die sie unterstützen, pflegen, betreuen… , diese Phase des Lebens meistern müssen.
Und dann müssen kinderlose Ehepaare sich so einen Mist anhören. Das macht mich nicht nur fassungslos, das macht mich auch wütend.”

Prof. Albrecht Müller

unregistriert

3

Dienstag, 28. April 2015, 20:11

Professor Sinns Äußerungen sind nicht nur charakterlos und mies gegenüber den kinderlosen Paaren, sie sind auch ökonomisch haltlos. Sie gründen auf einem Denkfehler:

Denn kinderlose Menschen zahlen wie alle anderen arbeitenden Menschen auch mit ihrer Sozialversicherung die eigene Altersvorsorge. So ist das Umlageverfahren gedacht: die arbeitenden Menschen zahlen Beiträge und aus diesen Beiträgen werden die Rentner finanziert. Und sie tun das in der Erwartung, dass die nachfolgende Generation dann mit ihren Beiträgen die Renten der älteren Generation selbstverständlich einschließlich der kinderlosen Menschen bezahlt.
Die Logik dieses Vorgangs ist noch leichter zu verstehen, wenn man dann zusätzlich noch fragt, für wen die Kinder von Eltern Beiträge bezahlen: nicht für ihre Eltern, sondern für alle Rentner in der Erwartung, dass dann, wenn sie Rentner werden, die nachfolgende Generation die Beiträge bezahlt.


Diese Logik hat der Professor aus München nicht begriffen. Dies disqualifiziert ihn wie auch seine sonstigen makro-ökonomischen Vorstellungen.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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4

Dienstag, 28. April 2015, 20:35

Albrecht Müller (* 16. Mai 1938 in Heidelberg) ist ein deutscher Volkswirt, Publizist und Politiker (SPD).

Müller war Planungschef im Bundeskanzleramt unter den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt. Weiter war er von 1987 bis 1994 für die SPD Mitglied des Deutschen Bundestages und ist seit 2003 als Autor und Herausgeber der NachDenkSeiten tätig.

Hans-Werner Sinn (* 7. März 1948 in Brake, Westfalen) ist ein deutscher Ökonom, Hochschullehrer und Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Er hat mehrere populärwissenschaftliche[1] Bücher zu wirtschaftspolitischen Themen verfasst.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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5

Dienstag, 28. April 2015, 21:52

Ich bin auf dem Gebiet Laie, habe aber trotzdem eine Meinung:

Die Zeiten, wo man dem Kaiser / Führer Kinder schenkte, sind vorüber.

Unsere Großeltern gingen mit dem Sonnenuntergang ins Bett, weil man ohne Tageslicht nichts Vernünftiges mehr tun konnte. Internet, Radio, elektrisches Licht, alles unbekannt. Ergebnis: viele Familien mit 10 oder mehr Kindern. Vermindert durch große Kindersterblichkeit.

Heute geht man mit dem anderen Geschlecht ins Bett, wenn man (beide?) Lust hat.

Ob man verhütet, hängt von der Situation ab. Verheiratet, in festen Händen, noch auf der Suche ...

Ich habe seit der Hochzeitsnacht am Kind "gearbeitet", ein Kind "gehörte" sich für eine Familie. Nach der Geburt des 2. lebenden Kindes hatte meine Frau die Nase voll.

Kinder bereiten Freud und Leid, durchwachte Nächte, Krankheiten, Flegeljahre und kosten viel Geld.

Aber an all das denkt man nicht, wenn volle Pulle oder gemütlich ...

Vor dem Segen die Kirche verlassen, leicht gesagt. Das ist wie beim Aufstehen "Noch 5 Minuten"...

Uneheliche Kinder sind ein Segen für die Gesellschaft und ein Fluch für die Mutter.

7

Dienstag, 28. April 2015, 23:37


8

Dienstag, 28. April 2015, 23:50

Neben mir fiel auch Bundeskanzler Helmut Schmidt auf diese Legende herein. Er schlug vor, TV-Sendungen an einem Abend in der Woche zu verbieten, um die Geburtenrate zu erhöhen. Inzwischen bezweifle ich, dass selbst das Erfolg haben würde.

Anreize mit der Mutterkreuz sind auch gescheitert.

Kinderkriegen ist etwas für Arme, die Ausnahme von der Leyen bestätigt nur die Regel.

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Kinder, Rente

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