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Mittwoch, 27. Januar 2016, 13:23

Führerschein nach 75

Also, ich spreche hier nicht pro domo. Aber der Vorschlag des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag, Stephan Kühn, ist schon starker Tobak. Danach sollen sich Autofahrer ab 75 Jahren verbindlichen Testfahrten unterziehen. Gott sei Dank hat"
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Übers Ziel hinausgeschossen

Also, ich spreche hier nicht pro domo. Aber der Vorschlag des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag, Stephan Kühn, ist schon starker Tobak. Danach sollen sich Autofahrer ab 75 Jahren verbindlichen Testfahrten unterziehen. Gott sei Dank hat das Bundesverkehrsministerium dem Vorschlag bereits eine klare Absage erteilt. Aber bleiben wir noch einen Moment bei dem Thema. Denn denkt man den Vorschlag der Grünen zu Ende, dann müssten sich auch über 75-jährige Radfahrer und Fußgänger solchen Tests unterziehen - immerhin nehmen sie ja auch am Straßenverkehr teil. Und was ist mit den 18- bis 24-Jährigen, die mit die Hauptverursacher von Unfällen sind. Alleine daran sieht man schon, dass da jemand gewaltig übers Ziel hinausgeschossen ist. Dies gilt um so mehr, als namhafte Verkehrspsycholgen ein ganz anderes Bild von den Senioren zeichen. Jens Schade beispielsweise von der Technischen Universität Dresden sagt, dass bei Senioren die Reaktionsschnelligkeit zwar nachlässt, sie sich aber ihren eigenen Bedingungen anpassen, nicht zu Stoßzeiten fahren, komplexe Situationen im Straßenverkehr meiden. Und er glaubt, dass die Senioren weniger riskant sind, als manche das behaupten. Was soll ich sagen? Von jahrelanger Fahrpraxis und Erfahrung war überhaupt noch nicht die Rede. Zudem dürfte die Freiwilligkeit bei den sich abzeichnenden Herausforderungen viel erfolgversprechender sein, als starre Altersgrenzen, die sich an unflexiblen Vorschriften orientieren und vielfach zu unsachgemäßen Ergebnissen führen müssen. Darauf haben schon vor Jahren der ADAC und DEKRA in Berlin hingewiesen. Und dann ist da noch die Einsicht, die es sogar bei Senioren geben soll. Sie glauben das nicht. Dann nehmen Sie mal das Beispiel des 92-Jährigen im Breisgau, der jüngst seinen Führerswchein nach einem Unfall freiwillig bei der Polizei abgegeben hat, obwohl nur Blechschaden entstanden war. Und meine Großtante hat auch ohne Unfall ihren Führerschein freiwillig mit 88 Jahren abgegeben. So geht’s eben auch.

bislang brauchen andere noch keine Angst vor mir zu haben.





berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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Mittwoch, 27. Januar 2016, 13:40

Also ich finde den Vorschlag gut.

Ich wollte mir einen Elektro-Rollstuhl kaufen und habe gleich der Probefahrt im Drängelgitter den Gepäckkorb zerblötscht.

Mein Vater kaufte sich nach der Pensionierung ein Moped DKW Hummel und hätte gleich bei ersten Fahrt beinah einen Unfall verschuldet. Er packte das Moped nie wieder an.

Ich habe 1992 mit 58 mein Auto mit noch 1 Jahr TÜV verschenkt. Rad gefahren bin ich bis 2008 (*1934).

Alte Leute gehören nicht auf die Straße.

3

Mittwoch, 27. Januar 2016, 16:01

Ich hätte zumindest nichts dagegen, wenn ab meinetwegen 60 Jahren einige grundlegende Gesundheitschecks erforderlich würden.

20 Jahre meines Berufslebens habe ich im Kundendienst eines Autohauses verbracht. Und durfte/musste feststellen, dass das "Mittelalter" (zumindest mein Eindruck) am sichersten unterwegs ist. Fahranfänger und jüngere Fahrer machen Fehler aus Mangel an Erfahrung bzw. Selbstüberschätzung, bei älteren Verkehrsteilnehmern kam es bisweilen zu Vorfällen, bei denen ich (u. a. dafür zuständig) meine liebe Not hatte, den Unfallbericht an die Versicherung so zu verfassen, dass diese sich angesichts der Umstände nicht etwa zur Ablehnung der Kostenübernahme oder Regressforderungen gegenüber unseren Kunden veranlasst gesehen hätte.

Ich verweise dabei auf die Mutter meines ehemaligen Nachbarn, die den ältestens Führerschein des Altkreises ihr eigen nannte (ausgestellt 1933). Im Städtchen war der weiße Golf berüchtigt, und man hielt sich tunlichst fern, wenn möglich. Neben einer extremen Starrköpfigkeit (nun gut, da muss ich schon mal vor der eigenen Tür kehren) kamen einige Altersgebrechen hinzu. Unvergessen dabei "der Besuch der alten Dame" (irgendwie eine treffende Analogie zur Literatur), nach dem mir mein Nachbar völlig entgeistert erzählte, seine Mutter habe beim Betreten des Wohnzimmers gefragt, ob er ein neues Regal an der gegenüber liegenden Wand angebracht oder aber frisch tapeziert habe.

Blind wie ein Maulwurf, aber keine Handhabe, einem solchen Sicherheitsrisiko auf zwei Beinen die Teilnahme am Straßenverkehr zu untersagen?

Rücksichtnahme ist ja gut und schön. Aber es gibt Grenzen.
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

4

Mittwoch, 27. Januar 2016, 21:15

@ Opa:


Ein Königreich für einen Absatz !!

Dazu die Schrift etwas vergrössert. Schon macht das Lesen wieder Spass.:P

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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5

Donnerstag, 28. Januar 2016, 10:35

Es geht erst mal nur um einen Gesundheitscheck. Kann jemand mit 70 noch ordentlich fahren, ist es ja in Ordnung. Stellt er aber eine Gefahr für andere dar, dann wird der Führerschein eingezogen.

6

Donnerstag, 28. Januar 2016, 13:18

Meine Meinung:

Ich halte von Pauschalanordnungen überhaupt nichts !

die Zahl 70 sagt wenig über den Gesundheitszustand eines Menschen aus. Kenne viele junge Leute/Fahrer, die schon mit 30 aus dem Strassenverkehr gezogen werden müssten.

In anderen Ländern hast du jedes Jahr nachzuweisen, dass du den Arzt aufgesucht hast, damit der deinen gesundheitlichen Zustand in Form einer kleinen Plastikkarte attestiert. DAS finde ich sehr gut. Dies gilt nicht nur fuer 70jährige, sondern für alle, die den Führerschein besitzen. Jung oder alt !!

Verwendete Tags

Alter, Fahrverbot, führerschein

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