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1

Sonntag, 11. Oktober 2015, 20:40

Die Mär vom ehrlichen und zuverlässigen Deutschen



Als viel gereister Weltbürger kann ich berichten, dass der Eindruck, die Deutschen seien ein Volk von Gesetzes treuen, ehrlichen und fleissigen Bürgern, tatsächlich vorherrscht. Kaum einer kann sich vorstellen, dass bei uns geklaut oder betrogen wird. Und Korruption? Niemals ! Doch nicht in Deutschland? Ich muss sie dann "ehrlicherweise" berichtigen und sagen, dass in Deutschland fast alles im grösseren Umfang stattfindet. Das Klauen, das Betrügen und das Korrumpieren.
Dies will mir niemand abnehmen. Sie lächeln mich an und warten darauf, dass ich es ihnen als Scherz verkaufte. Leider ist mir dabei überhaupt nicht zum Scherzen zumute.
Geradzu als "Bestätigung" meiner Thesen wird bekannt, wie VW die Autofahrer, also ihre Klienten, und die Behörden der einzelnen Staaten narrte/beschiss. Das ist so unglaublich, so dreist, dass man als Deutscher im Ausland im Boden versinken möchte. Da nützt es auch nichts, wenn man es vorher deutlich gemacht hat, dass so etwas in Deutschland möglich ist. Wahrscheinlich viel eher, als in anderen Ländern mit strengeren Gesetzen. Ein Weltkonzern bescheisst in weltmeisterlicher Manier die Nationen, die seine Produkte kaufen.
Niemals hätte ich für möglich gehalten, dass die Manager und Verantwortlichen so dumm und verantwortungslos einen Grossbetrieb führen. Die Realität hat mich eingeholt. Dass Betrügen und Klauen in Deutschland bereits seit vielen Jahrzehnten zum Volkssport aufgestiegen ist, kann mich nicht wirklich trösten :thumbdown:

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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2

Montag, 12. Oktober 2015, 01:19

Niemals hätte ich für möglich gehalten, dass die Manager und Verantwortlichen so dumm und verantwortungslos einen Grossbetrieb führen

Ich habe bisher nichts zu VW geschrieben, weil das so dumm ist, dass es schon wehtun müsste. Das musste doch eines Tages auffliegen! Warum ist das eigentlich nicht bei den deutschen Abgas-Sonderuntersuchungen bemerkt worden?

Jeder weiß, dass die Werksangaben nicht stimmen. 4,6 L/km sollte mein Auto VW Derby verbrauchen. 9 bis 12 Liter waren es im Stadtverkehr.

Da kann ich mir auch ein kaputtes Thermometer auf den Balkon hängen und behaupten, dass in Deutschland Sommer wie Winter 27 Grad Außentemperatur herrscht.

Viel glaubhafter ist, dass jemand bewusst Sabotage betrieben hat und VW vernichten wollte. Wer hat größere Mengen VW-Aktien verkauft?


Irgendwie erinnert mich das an den Handel mit bleifreiem Lourdes-Wasser.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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3

Montag, 12. Oktober 2015, 01:52

von der Leyen

begleitete ihren Mann, der mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vier Jahre lang in Stanford tätig war.

Würgerking

unregistriert

4

Dienstag, 13. Oktober 2015, 16:01

war es nicht Porsche, die Aktien in grösseren Mengen aufgekauft haben ?

Erinnere mich noch an das Lourdeswasser bleifrei. Eine geile Idee des Venezolaners.

die Editierung hier funzt wieder nicht. Immer, wenn ich Schrifbild oder -grösse verändern will, habe ich Quellcode. Obwohl ich unter Editor schreibe.

5

Dienstag, 13. Oktober 2015, 18:10

in den USA bekommt VW garantiert sein Fett weg. Das ist ein Imageschaden, der kaum gutzumachen ist. Mit Geld, mit sehr viel Geld lässt sich einiges anstellen. In Deutschland wird der Betrügerkonzern weniger zu befürchten haben, zu viele Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

6

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:44

Viel Aufruhr um Nichts!

Hat VW sich mit Ruhm bekleckert? Das nun wirklich nicht!

Aber - worum geht es tatsächlich?

Da stelle ich mit
http://kpkrause.de/2015/10/01/vw-als-opfer-des-co2-wahns/ die aus meiner Sicht bislang beste Aufarbeitung des Themas ein, verfasst von Dr. Klaus Peter Krause.

Dr.-Ing. Wolfgang Prabel beleuchtet in http://www.prabelsblog.de/2015/10/manipu…re-auch-am-bau/ die Thematik aus einem anderen Blickwinkel (den ich, da in der Immobilienwirtschaft tätig, sehr gut nachvollziehen kann).

Was die Wahrnehmung des Skandälchens in den USA angeht, so empfehle ich
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale…-a-1056884.html

Ich selbst? Nein, kein Techniker oder Physiker - aber ich habe 20 Jahre lang im Kfz-Gewerbe gearbeitet und die Riesen-Volksverarschung um das angeblich "umweltfreundliche" Auto seit Einführung der Katalysatortechnik verfolgen dürfen. Daher hier auch meine Meinung, wenn dies auch nicht direkt mit Diesel zu tun hat.

Ich nehme Euch damit einmal mit zurück ins Jahr 1987. Die damalige Horrorvorstellung "Waldsterben" hatte sich aus dem kollektiven Gedächtnis schon weitgehend zurück gezogen ("Tschernobyl" war eindringlicher); dem Wald ging es besser. Auf den Straßen rotzten alte Saugdiesel mit großem Hubraum und schwacher Leistung dicke Rußwürste in die Luft, mangels gehärteter Ventilsitzringe (was ich doch alles auch als kaufmännischer Angestellter lernen musste!) waren benzingetriebene Fahrzeuge bisweilen noch auf eine kräftige Injektion verbleiten Kraftstoffs angewiesen (man konnte natürlich auch "bleifrei" tanken und ein Blei-Additiv zugeben). In den Straßen sah man - aus heutiger Sicht - fragwürdig anmutende Gefährte, die hin und wieder, nach einer Reihe kräftiger Fehlzündungen, mit farbenfrohem Flammenspektakel am Abgasendrohr das Abfackeln bis dato unverbrannten Sprits bekundeten. Ein Verbrauch von z. B. 9,8 ltr./100 km? Hey, super, unter 10 ltr./100 km! Na, DAS war aber eine sparsame Kiste! Wenn man es vielleicht nicht hören konnte, so sprach der Geruch eine eindeutige Sprache, ob man es mit einem Selbstzünder (=Diesel) oder einem Benziner zu tun hatte.

Überhaupt - Diesel? Lahm, stinkend, laut. Unsportlich. Ein Opa-Auto, gern von der Deutschen Post für ihre Brief- und Paketzustellungen genutzt. Als Privatwagen ein Nischenprodukt, trotz des gegenüber Benzin um ca. ein Drittel niedrigeren Literpreises. Dann doch lieber einen flotten Benziner!

Nun hatte sich zu dieser Zeit umweltpolitisch schon Einiges bewegt. Der Ruhrpott als stinkendes, von Qualm eingehülltes Dreckloch war weitghehend schon Vergangenheit, die Flüsse (auch der Rhein) waren deutlich sauberer als noch 10 Jahre zuvor. Aber es sollte alles noch besser werden. Blei in den Abgasen - nein, da sollte etwas geschehen. Also bleifreier Kraftstoff. Sonstigen Giften sollte ein ominöser "Katalysator" (kurz "Kat" genannt) zu Leibe rücken. Verbleiter Kraftstoff ruiniert den Kat - also war der Weg vorgezeichnet.

Allein der Zuspruch des sich im Alltag "umweltbewusst" gebenden Publikums ließ zu wünschen übrig. Der Kat war teuer. Man merkte nicht, ob oder dass man etwas Gutes tat. Zudem änderte er das Abgasverhalten und reduzierte die Leistung um ca. 3 PS. Dies zu Zeiten, als 90 PS (= 66 kw) den Fahrer eines so ausgestatteten Gefährts als flotten Zeitgenossen klassifizierten, der gern mal auf die Tube drückte. Tja, was tun? Ich habe einige Verkaufsgespräche mitbekommen. Die Kunden waren verunsichert. "Muss man das jetzt haben?" war die brennendste Frage. "Lohnt es sich"? rangierte direkt dahinter. "Wie - weniger Leistung???" Nein, dann doch lieber ohne Kat. "Mal abwarten."

Die Mär vom umweltbewussten Deutschen, so wie ich ihn bis heute wahrnehme.

Aber dann, nur wenige Wochen nach meinem Einstieg kam die Wende. Unzufrieden mit der Kat-Quote, legte man höheren Ortes ein Förderprogramm fest. Es setzte Steuerermäßigungen für Kat-Fahrzeuge. Die umweltbewusste Kundschaft horchte auf. Ja, statt 19,80 DM nur noch 13,20 DM Kfz-Steuer pro 100 ccm Hubraum ließen auch mal die 3 PS Leistungseinbuße verschmerzbar erscheinen. Und mehr noch (und hier kam ich ins Spiel): auch bislang ohne Kat auf den Straßen fahrende Fahrzeuge waren großenteils "nachrüstfähig". Die Finanzbehörden sponserten jeden nachgerüsteten (zumeist ungeregelten) Kat mit 550 DM. Und passenderweise wurden die Nachrüstsätze denn auch pauschal für 550 DM angeboten. Ich musste die Kundenkartei durchforsten, die "Motorkennbuchstaben" und Fahrgestellnummern abgleichen und daraus Werbeschreiben an die Halter aufsetzen: Dein Auto ist nachrüstfähig, der Kat entspricht dem bisherigen Vorschalldämpfer (wie passend, wenn der gerade das Zeitliche segnete), die Bauteile bezahlt das Finanzamt, und die Einbaukosten holst Du über die Steuerermäßigung wieder herein.

Ob solcher Angebote wurde die geneigte Kundschaft binnen 18 Monaten umweltfreundlich.

Glaubte sie. Intern sprachen wir anders darüber. Es gab Fahrzeuge ohne Kat und solche mit ungeregeltem (U-Kat) oder geregeltem (G-Kat) Katalysator. Der Witz sollte sein, dass die bislang ungefilterten Abgase durch den Kat geschleust wurden und sich auf den teuren Metallen (wir würden heute "Wertstoffe" dazusagen) des Monoliths die Schadstoffe ablagerten. Als Faustformel galt, dass der Einbau eines U-Kat die Schadstoffquote um 50 % minderte, der eines G-Kat gar um 90 %. Die verbauten Monolithen unterschieden sich dabei nicht. Ausschlaggebend war die optimierte "Abgasregelung" des Motors. Womit der Kat das Sterbeglöcklein des Vergasermotors wurde und immer ausgefeiltere Einspritzanlagen Einzug in den Fahrzeugbau hielten.

Was zu der Erkenntnis führte, dass allein schon die Optimierung der Einspritzregelung 40 % der Emissionsbelastung der Motoren jener Zeit reduzierte; zum Rechenweg siehe oben. Der Kat selber war (ist) eine andere Sache. Man führte in der Fürsprache für den Kat gern die Erfahrungswerte der USA an. Nur, dass hierzulande andere Witterungsbedingungen gegeben sind und den Fahrzeuglenkern tendenziell ein anderes Fahrverhalten zu eigen ist. Der Deutsche fährt viel Kurzstrecke. Man mag es nicht glauben, aber im Durchschnitt liegt die gefahrene Strecke pro Fahrt bei 7 km! So weit, so gut. Nun kann der Kat aber erst dann Wirkung entfalten, wenn er auf Betriebstemperatur, sprich glühend heiß ist. Wie das mit den Kurzstrecken zu machen sein sollte, hat uns niemand stichhaltig erklären können. Man hätte natürlich den Motor auch im Stand heiß laufen lassen können... :thumbsup:

Es ergab sich nun zu dieser Zeit, dass die Abgasanlage meines 6 Jahre alten Audi 80 am Ende war. Ich zog den Meister zu Rate, wir stellten die Kosten zusammen. Etwas Mehrkosten, aber im Grunde "lohnte" der Umbau dank der Förderung. "Und was bringt das nun?" fragte ich. "Wann geht die Wärmekontrolle aus?" lautete die Gegenfrage des Technikers. Die Lampe zeigte an, solange dem Motor noch ein fettes Kraftstoffgemisch zugeführt wurde, er noch zu kalt für einen runden Lauf war. "So etwa nach 3 km", antwortete ich. "Und da pack noch mal mindestens die gleiche Strecke drauf, dann hat der Kat langsam seine Betriebstemperatur".

Mmh. Also tut es der Kat nicht, bis nicht mindestens um die 6 km gefahren sind? Und was soll dann also der Einbau von U-Kats bringen, angesichts einer durchschnittlichen Fahrleistung von 7 km? Aber 550 DM und eine Steuerermäßigung abgreifen - ja, da habe ich auch mit gemacht. Und bin zur Arbeit gefahren in dem Bewusstsein, dass das Wunderwerk der Technik unter mir erst 4 km vor Erreichen des Arbeitgebers seinen Dienst aufnahm, um dann, wenn es richtig heiß und betriebsbereit war, auf dem Parkplatz langsam wieder abzukühlen. :wipe:

Der Kat war Unsinn von Anbeginn an; es gab jedoch eine starke Lobby (nicht zuletzt aus sog. "Umweltschützern"), die seine "Notwendigkeit" durchpeitschte. Anderen Lobbys aus der Industrie verdanken wir die Steuerfinanzierung dieses Blödsinns. Da aber die Monolithen sehr anfällig gegen Verbrennungsfehler sind, war es allein schon zum Schutz der Kats notwendig, die Motorsteuersysteme zu verbessern - die gleichen Systeme, die schon anfangs 40 % des Drecks einzusparen imstande waren. Merkt Ihr was?

Aber aus den 3 Schadstoffstufen Ende der 80er Jahre (00 = ohne Kat, 03 = U-Kat, 01 = G-Kat) wurde im Laufe der Jahre ein undurchschaubares Dickicht, während nur noch G-Kat-Fahrzeuge gebaut werden (zulässig sind) und die Steuerungsoptimierungen nicht nur eine Verminderung des Schadstoffausstoßes, sondern auch eine Reduzierung des Verbrauchs bewirkten. Auf einmal waren die verbliebenen 10 % Dreck scheinbar gefährlicher als die 100 %, die vor den Kats üblich waren. Schon komisch, nicht wahr?

Und als dann in den 90ern der TDI kam, wurde damit der Diesel salonfähig. Denn erstmals hatten die Selbstzünder ein Drehmoment und einen Durchzug, mit dem Oma Liesel ihren Enkel im Golf GTI förmlich stehen lassen konnte. Was den Diesel in der Käufergunst enorm förderte - obwohl er damals noch kräftig Dreck ausstieß und es doch so "saubere" Benziner gab. Auch die höhere Kfz-Steuer auf Dieselfahrzeuge störte nicht. Wir rechneten den Kunden aus, ab welcher Fahrleistung pro Jahr sich aufgrund des niedrigeren Kraftstoffpreises die Anschaffung eines TDI für ihn lohnte. Und oft genug blickten wir in enttäuschte Gesichter. "Ich fahre ja nicht so viel, aber mal so richtig....", verkündeten die verhinderten Schumis.

Ja, der Deutsche ist halt umweltbewusst!

Und heute? Ein Kraftstoffverbrauch jenseits von 7 ltr./100 km macht manches Fahrzeug zum Ladenhüter, man riecht und hört nicht mehr, welchen Antrieb das Fahrzeug hat. Flammen aus dem Auspuff sehen wir noch bei TV-Übertragungen von Dragster-Rennen. Wo sind die Rußwürste der Dieselfahrzeuge geblieben? Wo ist das Waldsterben, wo der "Smog", vor dem in den frühren 70ern noch eindringlich gewarnt wurde und der von Wolfgang Menge im gleichnamigen Fernsehspiel (heute eine "Doku-Soap") geschildert wurde?

Aber dem Auto werden heute Fahrleistungen abverlangt, die jene der 80er als Kindergartenniveau erscheinen lassen. Es sind fahrende Sicherheitskäfige geworden, um Vieles schwerer als vor 30 Jahren. Wir erwarten Höchstleistungen und Top-Komfort, Klimaanlagen und Sicherheitseinbauten treiben Gewicht und Verbrauch in die Höhe. Es geht mit 200 km/h sicher über die Autobahn, wo dereinst bei 140 km/h Schweißperlen auf der Stirn standen und die röhrende Kiste kaum noch beherrschbar war, während eine Dreckwolke aus dem Auspuff entwich. Sehen wir heute etwas vom Abgas unser Fahrzeuge im Rückspiegel?

Tja, da hat sich die "Politik" etwas einfallen lassen müssen. Wo sonst kein Dreck ist, musste etwas gefunden werden. So z. B. der "Feinstaub" (Staub ist fein - oder habt Ihr schon einmal Staubraspeln auf der Straße gesehen?). Dann irgendwelche Stickoxide. Wann ist letztmals ein Fußgänger im Abgas der Kraftfahrzeuge um ihn mit Atemnöten zu Boden gegangen? Der Kraftfahrzeuge, die von unsinnigen Ampelschaltungen zu einem verbrauchsfördernden Stop-and-Go-Betrieb verdonnert werden?

Und nun geht es selbst dem lebensnotwendigen CO2 ans Leder. Hat sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, dass ohne CO2 keine Photosynthese möglich wäre, dass es für die Pfanzenwelt unabdingbare "Nahrung" darstellt? Aber dieses für uns alle lebensnotwendige CO2 ist heute ein "Klimakiller" (was mir auch nur zu sagen vermag, dass sich solche Wortklauber nicht einmal über die Definition von "Klima" schlau gemacht haben).

Und in diesem "Klima" der besonderen Art ist es nun ein "Skandal", dass ein Auto bei höherer Leistung (immer noch) weniger Dreck ausstößt als eines seiner Ahnen vor 30 Jahren im Leerlauf?

Man kann sich die Hosen tatsächlich auch mit der Kneifzange nach oben ziehen!
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Turm 61« (14. Oktober 2015, 19:39)


7

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 19:11

hallo Turm61,

das war ein ausführlicher und wirklich informativer Vortrag. Danke dir.


Letztendlich betrügen wir uns gegenseitig, vor allem uns selbst :(

Was können wir tun? Wir sind nun einmal so wie wir sind. Gibt es Hoffnung? ?(

8

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 15:13

Was können wir tun?
Zunächst einmal äußerst kritisch mit dem umgehen, was die meinungsbeherrschenden Medienorgane angeht.

Hier ist der Bogen zu schlagen zu meinem Beitrag VEB Meinungsbildung Wandert man in anderen Portalen, Websites etc. herum, so ergibt sich oftmals ein ganz andeers Bild. So melden sich dort kritische Fachleute zu Wort, die nun das Pensionsalter erreicht haben - und nun den Mund aufmachen (dürfen), was ihnen zu Zeiten ihres Broterwerbs den Job gekostet hätte.

Der hier oftmals - zu Unrecht, wie ich finde - gescholtene Klaus Kelle hat in diesem Zusammenhang vor einiger Zeit den Begriff "Staatsfunk" eingebracht. Damit meinte er zwar die Öffentlich-Rechtlichen, aber das kann man m. E. 1:1 auf fast alle großen Medienorgane übertragen. Frustrierte Physiker, die vor fast 30 Jahren fassungslos das von Helmut Kohl initiierte Aus für das zukunftsträchtige Forschungszentrum Jülich erleben mussten, sehen heuete die erfolgreiche Umsetzung der damals angedachten Technik in anderen Teilen der Welt, die wir so überheblich als Entwicklungs- oder Schwellenländer bezeichnen, unter www.der-wettermann.de beschreibt Dr. Wolfgang Thüne, ehemaliger "Wetterfrosch" des ZDF auch für den Laien verständlich den Unsinn der "Globalen Erwärmung". Undsoweiter, undsoweiter...

Ja, wir werden betrogen! Aber dazu gehören immer zwei Seiten: irgendjemand betrügt - und irgendjemand lässt sich betrügen. Wachsamkeit und kritisches Begleiten der Geschehnisse kann uns niemand abnehmen.
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

9

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 18:20

gescholtene Klaus Kelle



Klaus Kelle ist als Journalist ein Guter,
aber als Organisator seiner Homepage ein Schlechter.


Aus seiner Seite ließe sich mehr machen. Aber bei Links ist er sehr vorsichtig. Sobald in einer Antwort ein Link erscheint, muss man auf die Freigabe warten. Zudem besteht er drauf, dass nur er selbst ein Thema eröffnen darf.



Auch aus dem Blögchen könnte man mehr machen, wenn MAN nicht solche Angst vor Gästen hätte. Der Beitrag von Compi vom 15. März steht immer im Wege.

dollybasta

unregistriert

10

Freitag, 16. Oktober 2015, 16:14

vor Gästen muss man keine Angst haben, wenn sie sich wie Gäste benehmen :P

In fast allen Medien ist eine Kommentierung nur nach Anmeldung möglich. Das hat seinen Grund. Die Betreiber werden genug schlechte Erfahrungen gemacht haben?Sogar im Spiegel wurden Kommentare von ANGEMELDETEN Nicks gelöscht, weil nach Meinung der Redakteure die Grenze des Zumutbaren erreicht war.

Später wurden Diskussionen komplett abgelehnt, weil man mit dem Löschen nicht mehr nachkam.
Dass das Recht für Gastschreiber gegeben ist, heisst nicht, dass ein Forum dann besser fluppt. Jeder Verein moechte zahlende Mitglieder rekrutieren. Das ist verständlich. Hier können alle Beteiligten für umsonst schreiben. Die Kosten trägt der Betreiber. Das ist ein aussergewöhnliches Hobby.

11

Freitag, 16. Oktober 2015, 16:43

Wie viel man aus einem anderen Forum machen könnte, ist Zeitverschwendung, darüber zu sinnieren. Zuerst sollte jeder Betreiber einer eigenen Plattform herausfinden, welche Massnahmen notwendig sind, um die Attraktivität zu steigern.

dornröschen

unregistriert

12

Montag, 9. November 2015, 01:01

die mitgliederanzahl ist auch nicht entscheidend.


nur schreibende user sind gute user. Ob angemeldet oder nicht.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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13

Montag, 9. November 2015, 06:12

@ Dornröschen

Richtig. Deshalb werbe ich auch um Schreiber, nicht um Mitglieder.

14

Montag, 9. November 2015, 07:30

Eine gute Aufstellung von Forenteilnehmern erkennt man u. a. daran, das sie beim Thema zu bleiben imstande sind.

Solange aber - sie hier - ein Schlagwort bzw. ein Nebensatz einen so rapiden Kurswechsel des Inhalts hervorzurufen vermag.
.. :thumbdown:
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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15

Montag, 9. November 2015, 11:29

@ Turm,

sorry, das ist eine Unart von mir. Vom Hölzken aufs Stöckchen. Telefonate dauern Stunden.

thema nr.1

unregistriert

16

Montag, 9. November 2015, 14:05

abschweifungen muessen erlaubt sein, sonst artet die diskussion in ein seminar aus. Es steht jedem user frei, darauf einzugehen, oder stur beim thema zu bleiben. Schliesslich sind wir nicht hier, um aufsätze mit benotung zu schreiben.

ein guter schreiber also ist jener, der imstande ist, den faden nicht zu verlieren, obwohl "zwischenrufe" getätigt werden. :thumbup:

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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17

Montag, 9. November 2015, 14:12

Thema Nr. 1 ist eine Abschweifung ...

die ich gelten lasse.

18

Montag, 9. November 2015, 16:51

VW Skandal

"Wir sind ein Land der Besserwisser, Nörgelpeter und Miesmacher und ja, dazu zähle ich mich (teilweise) natürlich. Volkswagen hat einen Fehler gemacht, Volkswagen hat betrogen. Das ist schlimm! Das gehört bestraft und vor allem müssen diejenigen die das verbockt haben zur Rechenschaft gezogen werde. Doch das was nun über Volkswagen geschrieben wird, steht teilweise in keinem gesunden Verhältnis mehr. Auf einmal haben wir in Deutschland mehr Automobil-Experten als Nationaltrainer wenn die Nationalmannschaft verloren hat. Jeder hat eine Meinung, jeder hat eine Einschätzung und es werden einfach Themengebiete durcheinandergewürfelt. Was für eine Empörungsgesellschaft.
Durch eine einfach Meldung schafft nun die Automobilpresse Automobil-Aktien in den Sinkflug zu versetzen, ob die Meldung stimmt? Das interessiert später keinen mehr. Die Automobil-Branche wird zum Spielfeld von Aktien-Spekulanten. Die komplette Branche wird nun unter Generalverdacht gestellt, ähnlich wie bei der Tour de France, ist einer gedopt – auch verboten – tun es alle – und das geht so nicht. Die Presse muss aufklären, aber darf nicht Vorverurteilen und schon gar nicht den Kunden Angst machen. Von Volkswagen bin ich höchstens enttäuscht, auf manche Pressemeldungen bin ich richtig sauer.Was ist mit dem kleinen Bürger? Der ist später der Dumme! Mir tun die Mitarbeiter von Volkswagen leid, die Mitarbeiter die mit dem Wastegate-Skandal nichts zu tun hatten. Die Mitarbeiter am Band, die Mitarbeiter der Zulieferbetriebe, die Designer, die Menschen die sich tagtäglich nun Anfeindungen anhören dürfen obwohl sie eigentlich doch nur gute Autos bauen wollen. Die Kunden werden verunsichert, die Angst-Presse verbreitet Gerüchte die vom Wertverlust über Steuernachzahlungen bis hin zur Stilllegung des eigenen Fahrzeuges gehen. Die gleichen Redakteure die 510 PS V8 Motoren in den Himmel loben und sich dazu bekennen, dass sie immer mehr Leistung haben wollen, schimpfen nun wie die Rohrspatzen über Volkswagen und vergleichen diesen Skandal mit anderen Fällen, bei denen sogar Menschen ums Leben gekommen sind.

Volkswagen baut gute Autos. Selbst die Volkswagen Fahrzeuge die nun mit dem „gehipten“ Diesel ausgestattet sind, sind gute Fahrzeuge. Sie sind sicher, sie sind technisch State of the Art und die aktuellen Fahrzeuge verbrauchen laut NEFZ-Wert weniger als noch vor ein paar Jahren.Den NEFZ-Wert, den könnte man kritisieren. Wusstet ihr, dass die Fahrzeuge für diesen Test präperiert werden? Um die Verbrauchsangaben im sogenannten neuen Europäischen Fahrzyklus zu ermitteln, wird eine Teststrecke auf einem Rollenprüfstand gefahren. Das macht Sinn, denn so sind die Werte vergleichbar. Aber die Fahrzeuge haben mit dem Fahrzeug was wir später fahren nicht viel gemein, oder klebt ihr die Fugen von euren Autos ab, lasst das Radio aus, fahrt immer wie ein Roboter, beschleunigt von 0 auf 50 km/h nur innerhalb von 26 Sekunden oder fahrt ihr maximal nur Tempo 120 km/h? Natürlich nicht! Für die NEFZ-Wert Messung werden die Motoren mit Leichtlauföl befüllt, die Reifen bekommen mehr Luftdruck und sind schmaler, es werden Aerodynamikbauteile verändert und oft wird sogar die Lichtmaschine ausgebaut bzw. abgeklemmt.Was bei Volkswagen nun kritisiert wird, ist der NEFZ-Messung „gang und gäbe“. Der ADAC hat schon recht früh die Zykluserkennung erkannt und viele Insider berichten, dass es die Zyklus-Erkennung schon seit mindestens 40 Jahren gibt. Auch in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Einige Fahrzeuge sind darauf programmiert auf dem Teststand anders zu reagieren, hier wird die Klimaanlage runtergeregelt, die Sitzheizung funktioniert nicht und auch die in das Motormanagment wird eingegriffen. Es steht dann einfach weniger – oder aber sogar mehr – Leistung zur Verfügung!

Unter uns? Da war der nächste Schritt von Volkswagen ja nur noch eine Upgrade – aber es bleibt dabei – das ist Betrug. Vor allem war es nicht nur ein Betrug am Kunden, sondern auch an der Umwelt, an den Steuern (in anderen Ländern) und das geht nicht. Ich möchte noch mal erwähnen, dass ich den Betrug von Volkswagen nicht gutheiße, aber von der technischen Seite kann ich diesen nachvollziehen, man will halt immer besser sein als die anderen und wenn man beim NEFZ-Wert schon so „mogeln“ kann, dann setzt man halt noch einen drauf. Wichtig ist doch nur was hinten raus kommt, kommt dann raus, das hinten mehr rauskommt als versprochen, dann hat man die Kacke am brennen und in Wolfsburg brennt derzeitig mehr als nur der Baum.Aber: Alle Verbrenner verbrauchen dennoch heute weniger als noch vor ein paar Jahren. Auf der anderen Seite waren die Umweltauflagen noch nie so hart wie heute und unter uns? Wir haben doch derzeitig gar keine Alternative zu den fossillen Antriebsarten und kommt mir nun nicht mit Tesla oder dem Thema Elektromobilität, dafür müssen erst einmal die Preise sinken und die Reichweite steigen.

Unbestritten bei den Stickoxiden hat VW nun betrogen und hier gibt es eigentlich nur einen richtigen Weg: Sich entschuldigen, es wieder gut machen und sowas nie wieder machen. Das macht Volkswagen gerade. Der Konzern hat Webseiten online gestellt, auf denen VW Kunden schauen können ob sie einen EA 189 Motor mit „Zauberchip“ in ihrem Fahrzeug haben, oder nicht. Selbst wenn der Motor über die Schummel-Technik verfügt, er ist weiterhin ein guter Motor, der morgen deswegen auch nicht den Geist aufgibt.
Volkswagen reaigiert meiner Meinung nach derzeitig richtig, etwas zu spät, denn man wusste schon vorher, dass der „Zauberchip“ entdeckt wurde. Ich hätte allerdings erst das Stühlerücken, bzw. die personelle Reise nach Jersualem angestoßen wenn die Sache vom Tisch gewesen wäre. Ein Wort vermisse ich übrigens bis heute: E n t s c h u l d i g u n g! Die habe ich persönlich noch nicht gelesen (und als VW Skandal Betroffener auch nicht bekommen), dafür aber vieles über eine Wiedergutmachung bzw. das der Konzern das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen will. Unter uns? Mein Vertrauen hat der Konzern nicht einmal verloren. Jetzt werde ich pauschal. Alle deutschen Hersteller bauen verdammt gute Autos und wir können stolz sein in Deutschland auf die tolle Automobil-Industrie. Das VW nun gecheatet hat, ist nicht toll. Wer früher beim LAN-Zocken gecheatet hat, wurde bestraft. Aber beim nächsten mal durfte er trotzdem wieder mitspielen.

Wer von uns hat damals nicht IDDQD und IDKFA eingegeben oder mal in der Schule vom Banknachbarn abgeschrieben? Macht man nicht und wenn man erwischt wird gibt es Ärger. Zu Recht. Man schummelt sich nicht durch das Leben, schon gar nicht wenn es um die Umwelt gibt, denn die Umwelt gehört uns nicht, sie gehört unseren Kindern und wir haben uns diese nur geliehen.

Ich würde immer wieder zu einem Diesel-Motor greifen, selbst wenn ich den Mehrpreis über die Laufleistung nicht wieder einfahre. Dafür fahre ich zu wenig, liebe aber die Drehmomententfaltung vom Diesel. Für Vielfahrer bleibt der Selbstzünder ohne Frage die erste Wahl und auch ansonsten gibt es viele Gründe die für den Diesel sprechen. Damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass der Kraftstoff günstiger ist. Der Dieselkraftstoff enthält mehr Energie als Benzin, Selbstzünder verbrauchen in der Regel weniger, deswegen stößt er auch weniger CO2 aus und unter uns? Ohne die Diesel-Motoren sind die Klimaschutzziele doch gar nicht zu erreichen. Schieben wir das Thema Umweltschutz mal zur Seite. Der Diesel hat bei niedrigen Drehzahlen das größere Drehmoment, durch den niedrigeren Verbrauch kommt man länger ohne Tankstop aus und die neuen Motoren zeigen, dass es auch sauber geht. Ich bin ein überzeugter Diesel-Besitzer und werde es auch bleiben.
Dadurch, dass beim Volkswagen-Kader nun sämtliche Spitzenspieler das Feld geräumt haben, kommen nun die (teilweise nicht mehr ganz so frische, dafür aber erfahrene) Youngster. Ein Neuanfang. Geben wir denen – und den Konzern – eine Chance. Wir brauchen VW in Deutschland und ich schreibe nun voller Stolz, dass ich zwei Volkswagen zu Hause habe.

Ich rate den VW Kunden, nun erst einmal Ruhe zu bewahren. Lasst euch von der Presseberichterstattung nicht verunsichern, man kann derzeitig ja sowieso nichts machen und wer sich nun einen aktuellen Diesel bestellt hat bzw. bestellen will ist ja auch nicht von dem VW Skandal betroffen. In den kommenden Wochen wird der Konzern Lösungsvorschläge machen und darüber werde ich hier auch wieder berichten. Alles wird gut! Da bin ich mir sicher, während andere das noch hoffen. Wie ist eure Meinung zum VW Skandal? Lasst es uns wissen, hier in den Kommentaren, bei Facebook, bei Twitter – wo auch immer."

19

Montag, 9. November 2015, 17:28

Der neue Spiegel fordert auf Seite 8 die Zerschlagung des Konzerns.

20

Montag, 9. November 2015, 17:44

hello belle,
wo hast du denn diesen schöen langen Text her ?

zur Sache selbst.
Erfolgreiche Menschen, Betriebe und Grosskonzerne unterliegen besonderer Aufmerksamkeit. Deshalb werden sie, wenn sie einen grossen Fehler begangen haben, besonders gern auf die Hörner genommen. Dass es Betrug am Kunden und den Behörden ist, kann man nicht weg leugnen. Ob aber der Schaden sooo gross ist, wie behauptet wird, darf hemmungslos bestritten werden.
Es geht im Grunde darum, diesen ansich erfolgreichen Konzern zu zerschlagen. Wirkliche Aufklärung ist vielleicht garnicht gefragt. Eher, wie man VW schlachten kann. Wäre es eine kleine Klitsche, würde man Mitleid zeigen und versuchen, diesem Unternehmen auf die Beine zu helfen.

Vorwürfe müssen sich die Verantwortlichen gefallen lassen. Und ja, sie sollten sowohl finanziell und auch strafrechtlich zur Kasse gebeten werden.

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