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1

Donnerstag, 11. Februar 2016, 15:02

Holocaustleugner, spaete prozesse

Ich lese soeben in einer deutschen zeitung einen artikel ueber einen von diesen auschwitzprozessen. Ein 94 jaehriger steht vor gericht. Eine sogenannte holocausleugnerin loeste einen tumult aus.
Frage: Was sollen diese prozesse? Ist es nicht eine farce, dass sie nach ueber 70 jahren noch stattfinden? Wem helfen sie? Den ermordeten oder den hinterbliebenen?

zum nachlesen:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/au…-a-1076856.html

2

Donnerstag, 11. Februar 2016, 16:25

Wir "beweisen" damit dem Ausland - und uns selbst -, dass uns der Holocaust wirklich leidtut.

Gut, wir haben auch Nazis in den Nachkriegsregierungen gehabt, aber was ist das schon gegen diese Aufarbeitung unserer Vergangenheit. Gnadenlos räumen wir auf.

3

Donnerstag, 11. Februar 2016, 22:02

Dass uns der Holocaust leid tut, kann man doch nicht mit absurden Prozessen beweisen ? Welch "jugendlicher" Richter ist in der Lage, nachzuempfinden, was sich damals wirklich abspielte und es zweifelsfrei beurteilen? Und wer könnte denn noch als Zeuge geladen werden?
Nach wie vielen Jahren ist ein "normaler" Mord verjährt? 30 ?? Und damals junge Leute sollen nach 70 Jahren noch belangt werden? Was ist mit den verbrecherischen Herrschern, Politikern und Königen, die Millionen junger Soldaten auf dem Gewissen haben, weil sie aus Habgier und Machtgeilheit diese Menschen in die Kriege gehetzt haben??
Wird ein George W. Bush für seine angeordneten Verbrechen etwa bestraft? Nein. Aber ein deutscher kleiner Pinsel im damaligen System muss heute für jene büssen, denen man nicht habhaft werden konnte. Noch ist er nicht verurteilt. Bin gespannt, wie es ausgeht. Wer bezahlt diese Prozesse? Wahrscheinlich wieder der Steuerzahler? Wie viele Nazis und Stasiverbrecher haben nach dem Untergang wieder Fuss fassen können im wilden kapitalistischen Westen ?

Lesehilfe

unregistriert

4

Donnerstag, 11. Februar 2016, 22:32

Zitat

Die Strafverfolgungsverjährung (§§ 78 - 78c StGB)

Mit Eintritt der Verfolgungsverjährung ist die Ahndung der Tat und die Anordnung weiterer Maßnahmen ausgeschlossen.
Mit der Ausnahme des Mords verjähren alle Straftaten spätestens nach dreißig Jahren.

Mord verjährt hingegen nie.
Selbst der versuchte Mord und die Teilnahme unterliegen nicht der Verjährung.

5

Donnerstag, 11. Februar 2016, 23:01

Dass uns der Holocaust leid tut, kann man doch nicht mit absurden Prozessen beweisen ?

Dann versuche ich es ANDERS. "Was soll denn das Ausland von uns denken, wenn wir einen Auschwitz-Wärter aus Altersgründen laufen lassen?" -"Die glauben doch, wir seien immer noch Nazis?"

Lange genug hat unsere Justiz weggeguckt (NSU), jetzt glaubt sie, ihre demokratische Gesinnung nachliefern zu müssen.

Solche Prozesse sind lächerlich.

6

Freitag, 12. Februar 2016, 02:26

Selbst schuld dieser ehemalige Wachmann. Warum hat er sich nicht rechtzeitig ins Ausland verpisst?? Und warum wird dieser ekelhafte Typ überhaupt so alt ? Andere mussten viel früher sterben, normal, freiwillig oder mit Gewalt.
Leider erkenne ich noch nicht den Sinn dieser späten Prozesse. Ok. Wenn es nur darum geht, der Welt zu zeigen, dass die deutsche Justiz "funktioniert" und nichts ungesühnt lässt, wenn sie wieder einen Schergen dingfest gemacht haben, dann hat dieser Prozess seine Berechtigung. Was aber kann denn noch gesühnt werden? Vor allem: Kann nachgewiesen werden, dass er wirklich selbst ein Opfer umgebracht hat?
Mord verjährt also nicht. Das ist gut. Was aber ist mit denen, die damals das taten, was sie tun mussten? Aufpassen, verfrachten und Listen von Ermordeten erstellen? Sollen die auch alle an einem Prozess teilnehmen ?? Wenn sie tatsächlich noch leben.
Und was ist mit all den vielen Generälen und kleineren Offizieren, die einen Vernichtungskrieg im Auftrag von Hitler geführt haben? Dass es nicht um die Verteidigung Deutschlands am Anfang ging, wusste jeder Deutsche.

Keinem Geheimdienst ist es gelungen, Mengele aufzuspüren. Ein menschliches Ungeheuer lebte Jahrzehnte lang unbemerkt in Argentinien oder Brasilien: nichts genaues weiss man nicht. Und weil der Frust so tief sitzt, nur wenige Nazigrössen gefasst zu haben, bedient man sich nun jener, die vorher kaum jemand kannte, weil relativ unbedeutend in dem Räderwerk.
Wichtig erscheint mir dieser Absatz aus der SZ:

"Es geht vor allem darum, die Opfer in den Mittelpunkt zu rücken. Seit dem Demjanjuk-Prozess treten sie in großer Zahl als Nebenkläger auf und erzählen im Zeugenstand ihre Geschichte und die ihrer ermordeten Großeltern, Eltern, Geschwistern. Sie wollen den Tätern in die Augen sehen, sie wollen von ihnen eine Erklärung hören; sie wollen Gerechtigkeit, ganz selten Vergeltung; sie sehen sich in der Pflicht, die Erinnerung am Leben zu halten. Die Prozesse garantieren ihnen Aufmerksamkeit."


aha. sie wollen den Tätern in die Augen schauen? Gerechtigkeit wollen sie auch noch??
Dass es keine Gerechtigkeit geben kann, haben sie wahrscheinlich noch nie gehört oder gelesen. Deshalb schreib ich es ihnen hier nun. Auch wenn sie dem alten Wachmann noch so oft in die Augen schauen, die Opfer werden dadurch wohl kaum aus den Gräbern rauskommen?
Und was ist mit den vielen zig Tausenden, die das gleiche taten wie der hier Angeklagte?? Hat man nicht fassen können ? Hm. d.h. sie können nur dem Alten in die Augen schauen ?? Das ist zu wenig. Fangt bitte noch ein paar Altnazis, damit endlich "Gerechtigkeit" hergestellt wird.

Unfassbar, was in Deutschland geschieht. Weiter oben stand geschrieben, dass es ihnen nicht um das Strafmass geht. Oha. Also nur darum. Schau mir in die Augen, Bösewicht !??

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr.Lapsus« (12. Februar 2016, 03:18)


berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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7

Freitag, 12. Februar 2016, 02:50

Und warum wird dieser ekelhafte Typ überhaupt so alt ?

Richtig! Es sollte ins BGB aufgenommen werden, dass ekelhafte Typen mit 59 an einem Herzinfarkt zu sterben haben. Kinderschänder mit 56.

Die Formulierung eines solchen Gesetzes wäre doch eine schöne Aufgabe für die Grünen/Grüninnen.

8

Freitag, 12. Februar 2016, 07:56

Ein menschliches Ungeheuer

Mengele war kein menschliches Ungeheuer, er hatte keine Hörner. Ebenso wenig wie Adolf Eichmann und Lagerkommandant Höß.Ihre Taten waren unmenschlich, ja. Aber als Person waren sie gutbürgerlich bis spießig.

Es ist schade, dass man Dr. Mengele nicht lebend erwischt hat, so wird ewig im Unklaren bleiben, was Mengele an seinem Beruf motiviert hat. Ist er morgens mit Freude zur Arbeit gegangen? Hat er seinen Beruf gehasst? Wollte er den Nobelpreis für Medizin verliehen bekommen.

Mengeles Vorgesetzter, Prof. Verschuer, hat nach dem Krieg hochgeachtet Karriere gemacht und wurde nie zur Rechenschaft gezogen.

Und nun macht man einem kleinen KZ-Wächter den Prozess.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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9

Freitag, 12. Februar 2016, 09:51

Zu diesem Thema seine Gedanken zu äußern, ist immer ein undankbares Geschäft.

Der IS hat jetzt einen vierjährigen Henker, der auf Knopfdruck Gefangene exekutiert. Wenn man in 50 Jahren diesen Jungen vor Gericht stellt, ...



Ein Nazi-Lagerkommandant hat einem Sohn zum 10. Geburtstag einen echten Karabiner, 100 Schuss Munition und 10 Juden geschenkt. Was aus den 10 Juden geworden ist, weiß ich nicht. Aber angenommen, der Junge hätte und würde heute vor Gericht gestellt, ...

Ich habe mich mit einem Jugendfreund wegen des Schicksals seines Vaters entzweit. Meine Version: Sein Vater war hoher Nazi und hat bei Kriegsende Selbstmord begangen. Woher ich dieses "Wissen" habe, ist mir entfallen. "Nein, nein, um Gotteswillen, das ist doch Unsinn. Mein Vater war Nazi, aber kein hohes Tier. Er ist als Flieger bei den Kämpfen in der Normandie ums Leben gekommen."

Öffentlich darüber sprechen will mein Freund nicht, da habe er schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe den Kontakt abgebrochen.

schlechtes Gewissen

unregistriert

10

Freitag, 12. Februar 2016, 12:35

unmenschlich ist kein Mensch. Sein Handeln wird kategorisiert. Am liebsten in gut und böse. Das Problem dabei: Was heute gut ist kann morgen schon "böse" sein.

Ob diese Nazis von damals sich geändert haben, zum Guten, auch in ihrer Denkweise, wissen wir nicht, weil kaum einer von denen freiwillig sich zu erkennen geben wird. Sie plagt eventuell ein schlechtes Gewissen. Und was sonst noch?
Sie zu fragen, was sie damals gedacht und empfunden haben, ist zwar Erkenntnis bringend, jedoch hilft das keinem Opfer weiter.

11

Freitag, 12. Februar 2016, 13:47

sehr interessante sichtweisen. Teilweise schaemen sich die deutschen nachkriegsgenerationen ihrer eltern oder grosseltern. Dabei koennen sie nicht nachempfinden was sich damals ereignete. Teilweise wurden sie zum hass oder rassisten erzogen. Nicht jeder deutsche war antijuedisch oder ein ueberzeugter nazi. Wer den mut hatte, gegen das regime zu protestieren verschwand im gefaengnis oder kz.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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12

Freitag, 12. Februar 2016, 17:52

Auch heute gibt es wieder Menschen wie Mengele, Eichmann und Höß. Sie nennen sich IS-Kämpfer und töten Andere, nur weil man es ihnen von Oben befohlen hat. Sie sind gute Familienväter und haben persönlich nichts gegen ihre Opfer. Aber sie glauben, einen Auftrag erfüllen zu müssen. Ob man einige von ihnen auch in 75 Jahren vor Gericht stellen wird???

Gerichtsdiener

unregistriert

13

Freitag, 12. Februar 2016, 21:26

Wenn diese IS-kämpfer in Deutschland tätig waren, wird man sie auch in 85 Jahren noch vor Gericht schleppen oder tragen. Denn wenn ein vier jähriges Kind bereits Urteile vollstrecken "darf", kann es mit 89 Jahren locker angeklagt und eventuell verurteilt werden?? ^^

14

Samstag, 13. Februar 2016, 13:07

Die Frage ist, ob in 75 Jahren in Deutschland nicht sowieso die Scharia gilt. Vielleicht wird dann das heute 4 Jahre alte Kind gesteinigt. Allah Akbar.

Hellseher

unregistriert

15

Samstag, 13. Februar 2016, 14:20

das vierjährige Kind wird wohl verehrt werden wie Muhammed, weil es Ungläubige geköpft hat.


allahu akbar

Kotzkübel

unregistriert

16

Samstag, 13. Februar 2016, 14:34

Jesses, Maria und Jupp, ist der Holocaustthema lustig!

dollybasta

unregistriert

17

Samstag, 13. Februar 2016, 16:15

der thema, die kotzbübel? ^^
mit sicherheit war der holocaust für die opfer nicht lustig. die sog. aufarbeitung kommt manchmal einer situationskomik gleich :(

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