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Montag, 22. Februar 2016, 02:48

Venezuela am Abgrund ?


Mir wurde dieser Link per e-mail zugeschickt.

http://www.welt.de/wirtschaft/article152445452/Oel-Roulette-treibt-Venezuela-in-den-Ruin.html

Als neugieriger und gleichzeitig gut informierter Zeitgnosse las ich mir den Artikel durch und stellte fest, dass nicht alles den Tatsachen entspricht.
Besonders dieser Absatz ist schon als grob fahrlässige Desinformation zu bewerten.

Venezuela wird das erste Opfer des globalen Öl-Preisverfalls. Jenes Land, für das Hugo Chávez nichts weniger entwarf als den Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Ein Leben in Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität versprach der ehemalige Putschist, der von 1999 bis zu seinem Tod 2013 regierte. Gleich sind heute tatsächlich alle. Gleich arm.

Gleich arm sind nur jene Bevölkerungsteile, die schon vor 18 Jahren arm waren. Ihre Situation hat sich kaum verändert. Auch nicht durch die vielen staatlichen Geschenke und Versprechungen. Denn mangels Bildung hat sich ihre finanzielle Lage nicht wirklich verbessert.

Die Mindestlöhne werden geradezu durch die hohe Inflation pulverisiert. Die wohlhabende Mittel- und Oberschicht kann sich der jeweiligen Lage anpassen und verdient weiterhin recht gut. Wie lange, weiss niemand so genau. Von gleich arm kann also keine Rede sein. Es ist, wie es immer war. Viele Arme, wohlhabende Bürger und wenige sehr Reiche. Und gerade diese Reichen und Wohlhabenden haben vom Sozialismus profitiert.
Das wird höflich verschwiegen. Warum? Nun, dann hätte der gescheiterte Sozialismus ja etwas "Gutes" gehabt?

Lebensmittelknappheit ? Das wird schon seit 15 Jahren in die Welt getragen. U.a. von solchen Schreibern wie Herrn Beutelsbacher von der Welt.de. Sie täte übrigens den vielen fetten Indios, Weissen und Negros sehr gut, weil sie dann keine Diäten mehr bräuchten :P


2

Dienstag, 23. Februar 2016, 09:48

Tja!

Über die Fein- und Einzelheiten lasse ich mich hier nicht aus, Doktorchen; Venezuela ist Dein Ressort! :rose:

Im Grund aber ist der verlinkte Beitrag stellvertretend für viele Bereiche unseres Alltags, von der sog. "Politik" über die Wirtschaft bis hin ins Private. Das "richtig" oder "falsch" liegt stets in der Feder des Schreiberlings. Nicht nur, dass so u. U. Sachverhalte verfälscht dargestellt werden, nein, darüber hinaus obliegt es dem Verfasser obendrein, die Deutungshoheit über "richtig" und "falsch" für sich zu beanspruchen: Ankläger, Verteidiger und Richter in Personalunion.

Freie Presse im Jahr des Herrn 2016. :cross:
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Turm 61« (24. Februar 2016, 13:31)


3

Mittwoch, 24. Februar 2016, 13:21

guten Tag,

ich glaube auch, dass nur Leute die Lage in einem Land einigermassen korrekt beurteilen können, die dort wohnen. Und dann kommt es noch darauf an, in welcher Stadt oder Bundesland sie beheimatet sind. Das ist oft sehr unterschiedlich.

Im grossen und ganzen trifft es zu was der Doc schrieb. Dass dieser socialismo alle arm gemacht hat, ist entweder eine absichtliche falsche Behauptung oder der Autor hat von woanders abgeschrieben und weiss es nicht besser. Wer berichtigt in Deutschland solche Falschmeldungen? Niemand. Nur hier im kleinen Kreise geschieht das. :thumbdown:

4

Donnerstag, 25. Februar 2016, 13:24

Bei aller Kritik an Chavez und dem Sozialismus allgemein, darf man nicht übersehen, dass sich die Regierenden nicht nur die Taschen voll gestopft, sondern tatsächlich dem Volke etwas von den vielen Petrodollars abgegeben haben :thumbup:

Die vielen "Misiones" belegen dies.
Es ist unerheblich, wer an der Macht ist. Oppositionelle oder Chavistas. Es bleiben Venezolanos. Und die sind von Geburt an korrupt und verschwenderisch. Sie können einfach nicht wirtschaften und einen vorausschauenden Plan entwickeln. Leben von einem Tag auf den anderen.
Der künstlich niedrig gehandelte Bolivar entspricht nicht seinem Wert. Das ruft den Schwarzmarkt auf den Plan. Man überlege sich: Offiziell kostet ein Dollar 6 Bolivares. Gehandelt wird der Dollar auf dem "Dunkelmarkt" mit 1070 Bolivares. Das sind 180 mal mehr. Und er steigt jeden Tag, weil es jetzt kaum noch Dollars zu kaufen gibt. Wohl dem, der Dollars oder Euros hier in diesem Lande besitzt. Da ist trotz Hyperinflation trotzdem alles ein Sonderangebot :thumbup:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr.Lapsus« (25. April 2016, 20:58)


5

Montag, 25. April 2016, 15:59

Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

6

Montag, 25. April 2016, 18:06

"Doch der Rohstoffboom überstrahlte zunächst alles. Als Chávez 1999 an die Macht kam, lag der Ölpreis bei 20 Dollar je Fass, "


Also das stimmt schon mal nicht. Der Oelpreis lag bei 9 !! Dollar je Barrel. All das, was heute in vielen Kommentaren geschrieben wird, habe ich vor Jahren "vorausgesehen" und auch in nicht wenigen Beitraegen publiziert.
Sozialismus funktioniert nur auf dem Papier und ist nur durch Einnahmen zu finanzieren, die ein Teil der Bevoelkerung erwirtschaftet, oder vom Verkauf von Petroleum. Also wie in Venezuela. Chavez erfandeben nicht das Rad zum zweiten Mal. Er hatte Glueck, dass weltweit der Oelpreis kontinuierlich anstieg.
Seine Ideen waren nicht alle Mist, wurden auch zum Teil verwirklicht. ABEEEEER: Was ist in einem Staat sozial, wenn die Reichen und Wohlhabenden mehr vom Sozialismus profitieren als die Aermsten des Landes ?

Wir haben hier Sozialprogramme, die von allen Menschen in Venezuela in Anspruch genommen werden koennen. d.h. natuerlich auch von Leuten mit drei Haeusern und vier Autos. DAS ist absolut idiotisch. In alternative Projekte wurde nicht investiert. Man verliess sich nur auf das Oel, weil man glaubte, der Preis steigt ins Unendliche. An einen Verfall hat in diesem unseren Lande jedenfalls kein Chavista gedacht. Nur dat kleine Lama hat seinem chavistischen Freund vor vier Jahren erklaert, dass Chavez deshalb Sozialismus "spielen" kann, weil die Dollareinnahmen entsprechend hoch sind. Da wurde das Lama haemisch ausgelacht, und ihm erklaert, also mir, dass ich keine Ahnung vom Sozialismus des 21.JH. haette.

Well, ich hatte davon viel frueher und laenger Ahnung als dieser chavistisch verblendete Freund. Sozialismus funktioniert mit und ohne Diktatur nicht, weil, besonders die Venezolaner, keiner hart arbeiten will. Alle warten auf die grosszuegigen Geschenke der Regierung.

Und nun haben bei uns sogar viele Chavistas erkannt, dass sie Jahre lang mit mentalen Placebos gefuettert wurden.
Parolen mit markigen Worthuelsen getraenkt, reichen eben nicht, um die Bevoelkerung ans arbeiten zu bekommen und ihnen Wohlstand zu verschaffen. d.h. Die Mittel- und Oberschicht ist bis jetzt noch nicht verarmt, trotz grosser wirtschaftlicher Probleme. Das ist das Erstaunlichste.

Die ungebildeten Indios, die, wenn sie denn als Hilfskraefte eingesetzt werden koennen, einen Mindestlohn bekommen, der noch nicht einmal fuer eine Person reicht, um sich ausreichend Lebensmittel fuer 30 Tage zu kaufen, bleiben auf der Strecke. Ihnen geht es schlechter als vor Chavez´ Antritt vor 17 Jahren. Eine Inflation von ueber 800 % hatte Venezuela jedenfalls in den kapitalistischen Regierungsformen vorher nicht.
Hinzu kommt die Machtlosigkeit der Regierung. Zwar gibt es vorgeschriebene Preise fuer Grundnahrungsmittel, aber kein unsozialer venezolanischer Lebensmittelhaendler haelt sich daran. Schlimmer: Er schlaegt 1000 % Gewinn drauf. Das darf er zwar nicht, tut es jedoch trotzdem, weil keine Kontrollen durchgefuehrt werden. Und wenn, dann sind alle Kontrolleure wunderbar bestechlich :thumbdown:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr.Lapsus« (25. April 2016, 21:04)


headhunter

unregistriert

8

Mittwoch, 18. Mai 2016, 12:09

noch nicht, und wenn, dann nicht ueberall.


Wo ich wohne, ist es ziemlich ruhig und geht alles seinen "normalen" Gang. Also Betruegen, Klauen, Morden und nix arbeiten wollen :P

9

Mittwoch, 18. Mai 2016, 14:21

Schnäppchen

Betruegen, Klauen, Morden

@ Turm

schöne, ruhige Gegend, Lage!!!

schnaeppchenjaeger

unregistriert

10

Mittwoch, 18. Mai 2016, 14:37

da muss ich hin !! Bitte um Reservierung eines Besichtigungtermins :thumbup:

11

Mittwoch, 18. Mai 2016, 14:50

@ schnäppchenjäger

hinten anstellen!

schnaeppchenjaeger

unregistriert

12

Mittwoch, 18. Mai 2016, 15:10

habe gehoert, dass man das Anstellen durch Bestechen umgehen kann ?


Fuer ein paar Dollar mehr..................... schwupps, schon bin ich erster :thumbsup:

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