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Samstag, 4. Juni 2016, 18:41

Der Traum von der Elektromobilität

Ich hatte gestern erstmals Gelegenheit, das hochgelobte Elektrofahrzeug "Tesla" des nicht minder hochgelobten CEO Elon Musk näher kennenlernen zu dürfen.

Meine Lebensgefährtin leitet den Innendienst der hiesigen Niederlassung einer Autovermietung, und ein "Tesla Model S 70D" gehört zum Angebot. Die Kundschaft zeige sich recht angetan vom Fahrerlebnis, vor allem der Leistungsentfaltung, erzählt sie. Das kennen wir alle, wenn wir die Beschleunigung einer Diesellok mit der z. B. eines ICE vegleichen. Ich konnte das selbst nachvollziehen - das Gaspedal meines TDI befand sich förmlich in der Ölwanne, und der vorausfahrende Tesla zog trotzdem davon.

Da sollte man doch meinen, dass wir es mit einem zukunftsträchtigen Konzept zu tun haben.

Nur: der Tesla war reserviert worden. Und es ist üblich, ein Mietfahrzeug "vollgetankt" (hier also voll geladen) an den Kunden zu übergeben. Der Akku des Tesla war jedoch nur noch für etwa 100 km Fahrstrecke gut.

Also fuhr die Dame meines Herzens die etwa 3,5 km von der Arbeitsstelle zur Ladestation der RheinEnergie; ich selbst fuhr mit besagtem (und konventionell angetriebenen) PKW hinterher, um sie abzuholen. Nach etwa 10 Minuten bei der RheinEnergie war klar, dass die angezapfte Ladesäule wohl einen Defekt aufweist, worauf also eine andere Säule aufgeschaltet wurde. Die Ladezeit wurde mit 5,5 Stunden prognostiziert. Wir fuhren zurück zur Mietstation. Etwa 30 Minuten waren seit dem Start vergangen, 2 Personen eingebunden, damit 1 Stunde "Manpower" verbraten. Die spätere Abholung dauerte nur die Hälfte der Zeit, aber erneut waren eine Begleitperson und ein konventionelles Begleitfahrzeug erforderlich. Also unterm Strich 90 Minuten Arbeitszeit und 14 km Fahrstrecke mit einem konventionell angetriebenen Begleitfahrzeug, um das Wunderwerk moderner Technik standardmäßig anbieten und übergeben zu können - eben "vollgetankt".

Alternativ wäre es natürlich möglich, einen der "Supercharger" von Tesla Motors anzusteuern. Nur: der Nächste befindet sich in Erftstadt. Macht einem der Verkehr auf der Autobahn keinen Strich durch die Rechnung, dauert eine Fahrt 30 Minuten, die Ladezeit beträgt hierbei 45 Minuten. Also fielen auch hier fast 2 Stunden Arbeitszeit an, wenn auch kein Begleiter in einem zweiten Fahrzeug erforderlich wäre.

Eine letzte Möglichkeit wäre der normale Hausanschluss - aber hier benötigt der Tesla für eine Ladung fast einen ganzen Tag. Das ist also nur dann praktikabel, wenn für das Fahrzeug keine Reservierung vorliegt.

Nun stellt die Autovermietung einen Sonderfall dar. Dennoch hat mir der gestrige Tag aufgezeigt, dass mangels entsprechender Speichermöglichkeiten für elektrische Energie die Flexibilität des Nutzers deutlich eingeschränkt wird. Mit einem konventionellen Verbrennungsmotor ausgestattet, fährt man die nächstbeste Tankstelle an und das "Speicher"problem ist gelöst. Hingegen erfordert der Elektrowagen einigen zusätzlichen Aufwand, um zum gleichen Ergebnis zu kommen.

Nun bestreite ich nicht, dass ein Nutzer auch ein Elektofahrzeug und dessen Erfordernisse in seinen Alltag einbinden kann. Letztlich bedeutet dies aber, dass Störungen eines so geplanten und geregelten Ablaufs die Einsatzmöglichkeiten u. U. einschränken - für Eventualitäten ist kein Platz.

Ich habe mir seinerzeit ein Auto zugelegt, um mein Leben flexibler gestalten zu können. Nach aktuellem Stand der Technik zwingt mich jedoch ein Elektrofahrzeug, mein Leben an dessen Erfordernissen auszurichten.

Ob ich dann überhaupt noch ein Auto unterhalten muss?
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

2

Samstag, 4. Juni 2016, 19:23

Gibt es auch schon Taxis mit der neuen Technik?

Das Problem mit der Reichweite hatte ich auch schon bei einem E-Scooter. Reichweite 10 km. Das heißt nach 5 km vorsichtshalber zurück. Und durch ein Drängelgitter kommt man auch nicht.

Ich habe vom Kauf Abstand genommen.

Der Pannendienst kommt nach 2 Tagen. Erster Abend, Nacht, Morgen. Kein Klo in der Nähe. Kein Wasser.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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3

Sonntag, 5. Juni 2016, 05:13

Die Reichweite stellt ein großes Problem dar.

Ich erinnere mich an unsere Reise durch die DDR 1989. In der ganzen DDR gab es nur sechs (?) Tankstellen, die das Benzin hatten, was wir brauchten. Wohin wir auch fuhren, wir mussten immer die Landkarte zu Rate ziehen. Wo ist die nächste Tankstelle, die "unser" Benzin hat? In Dresden war eine (1!).

Strolchi

unregistriert

4

Dienstag, 13. September 2016, 16:46

Idee hui, Umsetzung pfui. Ich habe gelesen, dass VW an schnelleren Ladeakkus arbeitet und ganze 80 Prozent in nur 15 Min aufgeladen werden können. Das ist toll, wenn man eine Ladestation fidnet. Denn das ist meiner Meinung nacg das Problem. Geringe Reichweite ließe sich mit einem dichten Tankstellennetz kompensieren. Aber die ladesäulen will keiner aufstellen.

Und ich habe gelesen, dass die Autolobby sowieso gegen das E-Auto angeht und laut Stern.de die Regierung und deren Förderprogramme ausgebremst hat. Da wundert es mich nicht, dass es mit der Elektro Mibiliät mau aussieht. Schade eigentlich.

Aber vielelicht wirds wie bei der Windenergie. Erstmal in den Kinderschuhen anfangen und irgendwann lernen, wie man Elektrizität speichert?!

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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5

Dienstag, 13. September 2016, 19:56

Wir wissen seit 100 Jahren, dass alle fossiblen Brennstoffe endlich sind. Der Club of Rom 1960. Von Siedler III weiß ich, dass nur Holz nachwächst. Wir hätten längst unsere Forschung auf Alternativen konzentrieren müssen.

Vor allen Dingen müsste aber der Atommüll dauerhaft entsorgt werden. Der strahlt auch in einer Million Jahren noch. Kippt Honig drüber, oder Zucker, keine Ahnung, ich bin kein Wissenschaftler. Am besten irgendwas, was den Müll wiederaufbereitet. Auch Uran geht irgendwann zu Ende

Eines Tages fahren Autos wieder mit Holzvergasern wie 1945. Bergauf, alle aussteigen. Jedes Auto mit Ladefläche für Brennholz.

Wie fliegen Flugzeuge? Mit Raps? Holz? Konzentrierten Rinderfürzen?

Es gab mal den Wankelmotor. Was ist aus ihm geworden? Patent aufgekauft, Problem erledigt.

Wir bringen uns selbst um und lachen noch dabei.

6

Dienstag, 13. September 2016, 21:13

Von Siedler III weiß ich, dass nur Holz nachwächst.
Nur bei Asiaten können Priester Steine nachproduzieren.

Strolchi

unregistriert

7

Donnerstag, 15. September 2016, 17:44

Das Holz brauchen wir aber für Möbel, Papier und alles andere. So schnell, wie wir abholzen, kann es bald nicht mehr nachwachsen. Vielleicht sollte man bei Umweltfreundlichkeit bei der Ressourcenschonung ansetzen. Werden die E-Autos eigentlich kräftig auf dem Fließband in großen Mengen produziert oder hat man schon gemerkt, dass die Nachfrage noch sehr klein ist? Obwohl, China kauft ja kräftig Autos und Ford will sogar 13 neue Modelle in den kommenden 4 Jahren auf den Markt bringen.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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8

Donnerstag, 15. September 2016, 18:03

kann es bald nicht mehr nachwachsen.

Holz wächst beliebig nach. Für jeden gefällten Baum, 7 neue pflanzen. Möbel werden nicht mehr aus Massivholz, sondern aus Pressspan (Abfall) hergestellt. Papier wird wiedergewonnen. Dann müssen Alträucher wieder mit Karren durch die Straßen ziehen und Altpapier einsammeln und bezahlen.

Die Möbel meiner Eltern und Großeltern waren noch aus Massivholz, dunkle Eiche. Heute fehlt oft die Rückwand.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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9

Donnerstag, 15. September 2016, 18:06

sogar 13 neue Modelle
Ein gutes wie VW-Käfer wäre besser.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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10

Donnerstag, 15. September 2016, 20:43

. Für jeden gefällten Baum, 7 neue pflanzen.

Das predige ich seit 60 Jahren. In Westhoven sollte eine neue Vermittlungsstelle gebaut werden. Ein Baum stand mitten in der Zufahrt. Eine Bürgerinitiative bestand darauf, dass der Baum erhalten blieb. Ein Bautruppfahrer fuhr etwas unvorsichtig und fuhr den Baum um. Problem gelöst.

In Köln-Rath hatte eine Straße Aufbruchverbot. Wir meldeten eine Störung an und schon konnten 30 neue Kunden telefonieren.

Verbote und Gebote muss man flexibel behandeln.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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11

Dienstag, 14. November 2017, 08:41

E-Autos

Von Reichweite und Ladestationen ist viel die Rede, aber noch nie habe ich etwas von Reservetanks gehört. Wenn das letzte Ampere verbraucht ist, dann bleibt das Auto stehen. Dann sind 500 Euro für die Feuerwehr oder den Abschleppdienst fällig. Es gibt keine Warnung. Wenn der Fahrer "Uch" sagt, ist die Situation da.

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