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Freitag, 17. Juni 2016, 12:28

Cannabis - Kiffen auf Kassenkosten

Cannabis das Allroundtalent!

Kaum einer weiß, dass Cannabis bei einer Vielzahl von Indikationen nützlich sein kann. In Ausnahmefällen tragen die Krankenkassen die Behandlungskosten.Hier muss zwingend ein neues Gesetz her, um vor allem Menschen mit chronischen Schmerzen hervorragend helfen zu können!!!

Cannabinoide besitzen ein breites Anwendungsspektrum. Am häufigsten werden sie zur Linderung folgender Beschwerden eingesetzt:

Spastik, z. B. bei Multipler Sklerose
Anorexie und Kachexie, z. B. bei HIV/Aids
Nausea und Emesis, z. B. im Rahmen einer krebsbedingten Chemotherapie
chronische Schmerzen

Weiterhin gibt es deutliche Hinweise darauf, dass Cannabinoide auch zur Behandlung neuropathischer Schmerzen, Fibromyalgie und entzündlich bedingter Schmerzen (z. B. bei rheumatoider Arthritis) sowie zur Milderung von Ticks beim Tourette-Syndrom geeignet sind. Zur Wirkung bei Epilepsie gibt es dagegen bisher keine ausreichenden Daten.

Hier ein Beispiel aus eigener Praxis:

Herr Z. leidet seit 15 Jahren an sehr heftigen und chronischen Rückenschmerzen, ohne dass dafür ein entsprechende Diagnose gefunden werden konnte. Unendlich viele Arztbesuche und auch eine Vielzahl an stationären Krankenhausaufenthalten konnten das Leiden nicht nachhaltig lindern. Aufgrund der vielen Präparate, die Herr Z. im Laufe der letzten 15 Jahre einnehmen musste, entwickelte er zusätzlich eine Medikamentenabhängigkeit. Im vorletztem Jahr erfolgte deshalb ein Aufenthalt in einer speziellen Suchtklinik, wo ein Entzug durchgeführt wurde. Hier lernte er Herrn F. kennen. Dieser berichtete ihm von seinen Erfahrungen mit Cannabis. Herr F., welcher ebenfalls jahrelang unter chronischen Schmerzen litt, berichtete, dass er durch die Anwendung von Cannabis seine Lebensqualität wiedergefunden habe. Er sei bei regelmäßigem Konsum von Cannabis überwiegend schmerzfrei, er könne sein Glück gar nicht fassen. Er habe das Glück, privat versichert zu sein, so dass sein Arzt die Möglichkeit gehabt habe, ihm das Präparat zu verordnen. Herr Z. lebt seit der Begegnung ebenfalls überwiegend schmerzfrei. :-)

Mittlerweile ist dieses Thema auch in der Politik angekommen. Viele Verteter der Parteien äußern sich positiv zum KIFFEN AUF KASSENKOSTEN:-)

„Cannabis auf Rezept bedeutet, dass betroffene Patienten nicht stigmatisiert werden, jedem unabhängig vom Geldbeutel der Zugang ermöglicht wird und die Qualität der Arznei gewährleistet ist“, sagte beispielsweise die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis. Und auch Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, erklärte: „Es ist gut, dass die Bundesregierung ihre harte Haltung bei Cannabis aufgibt.“

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), befürwortete ebenfalls die geplante Gesetzesänderung, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass zudem „die Zulassung von cannabinoidhaltigen Arzneimitteln auch für andere Indikationen sinnvoll und wünschenswert“ wäre. Das hierzulande einzige Cannabis-haltige Fertigarzneimittel, das Sublingual-Spray Sativex, ist nämlich nur zur Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose zugelassen, die nicht angemessen auf eine andere antispastische Arzneimittel-Therapie angesprochen haben und die eine klinisch erhebliche Verbesserung von mit der Spastik verbundenen Symptomen während eines Anfangstherapieversuchs aufzeigen.
No money, no dope

Wer bisher einen schwerkranken Patienten mit Cannabis behandeln möchte, kann dies zwar legal tun, doch die organisatorischen und finanziellen Hürden sind hoch. Wenn der eigene Patient in die eng gefasst Kategorie passt, für die Sativex zugelassen ist, bekommt der Patient sein Cannabis von der Krankenkasse bezahlt. Will man als Arzt auch andere Patienten an der heilsamen Wirkung von Cannabis teilhaben lassen, kann man im Rahmen eines individuellen Heilversuchs ein Betäubungsmittelrezept für Sativex oder eines der synthetischen Cannabinoide Dronabinol oder Nabilon ausstellen, welches dann in der Apotheke als Rezeptur hergestellt wird – die Kosten übernimmt die Krankenkasse aber in der Regel nicht. Bei einem Bedarf von 500 mg Dronabinol im Monat schlägt das Medikament für den Patienten mit etwa 400 bis 500 Euro zu Buche – eine Summe, die sich manch chronisch Kranker nicht leisten kann.

Alternativ kann der Patient bei der Bundesopiumstelle des BfArM einen Antrag auf eine – selbstverständlich gebührenpflichtige – Ausnahmeerlaubnis zum therapeutischen Einsatz von Cannabis-Blüten oder Cannabis-Extrakt im Rahmen einer ärztlich betreuten und begleiteten Selbsttherapie stellen. Diese wird aber nur erteilt, wenn der Antragsteller zusammen mit dem behandelnden Arzt schlüssig darlegen kann, dass alle anderen Therapieoptionen ausgeschöpft wurden, beispielsweise weil andere Medikamente unwirksam sind oder ausgeprägte Nebenwirkungen verursachen.

Zurzeit besitzen 358 Personen eine solche Ausnahmeerlaubnis. Die Kosten für die Cannabis-Blüten oder den Extrakt, die dann zur nächsten Apotheke geliefert und von dort an den Patienten abgegeben werden, muss der Patient aber trotzdem aus eigener Tasche bezahlen. 1 Gramm Cannabis-Blüten kosten zwischen 15 und 25 Euro. Bei einem Tagesbedarf von 0,5 Gramm führt dies zu monatlichen Kosten zwischen 225 und 375 Euro. Der Anbau von Cannabis zur Deckung des Eigenbedarfs ist bisher illegal, auch wenn im Juli vergangenen Jahres das Kölner Verwaltungsgericht der Klage von drei Patienten gegen ein behördliches Anbauverbot stattgab. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, da das BfArM Berufung am Oberverwaltungsgericht Münster eingelegt hat. Zudem ist der Eigenanbau aus medizinischer Sicht problematisch, da keine gleichbleibende Wirkstoffkonzentration sichergestellt werden kann. „Eine Legalisierung des Besitzes und der Anbau für den medizinischen Eigenbedarf sind deshalb nicht zielführend“, erklärt Montgomery.
Wunderwaffe Weed

Ich finde, dass es höchste Zeit wird, dass schwerkranke Patienten unabhängig von den eigenen Finanzmitteln angemessen mit Cannabinoiden versorgt werden können.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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2

Freitag, 17. Juni 2016, 17:21

das sollte man erst mal wissen

Also Vorsicht!

Ich bin schon nikotinabhängig und habe keine Lust auf noch mehr Abhängigkeiten.

3

Freitag, 17. Juni 2016, 21:37

Cannabis, eingesetzt als Schmerzmittel ist im Vergleich zu den Nebenwirkungen anderer Schmerzmittel wie z.B. Ibuprofen ein " Witz" ! Wenn die Lebensqualität durch Cannabis deutlich verbessert werden kann, dann würde ich eine Abhängigkeit in Kauf nehmen, sofern immer Nachschub durch eine Ärzteverordnung gesichert ist. Cannabis ist ansich nicht schädlich, sofern man es im Erwachsenenalter konsumiert. Im Jugendalter sollte man nicht kiffen, da Untersuchungen zeigten, dass Cannabis Intelligentmindern sein kann, wenn das Gehirn noch nicht ausgewachsenen ist.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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4

Freitag, 17. Juni 2016, 23:06

Ich habe meine Hausärztin angeschrieben, mal abwarten, was sie meint. Sie muss schließlich das Rezept ausstellen.

5

Samstag, 18. Juni 2016, 07:46

Kiffen auf Kassenkosten

Ja, das ist richtig. Wie im Text ja bereits erwähnt, kommen nur wenige in den Genuss das Präparat auch verschrieben zu bekommen. Wenn man privat versichert ist, hat man wahrscheinlich etwas größere Chancen. Allerdings hängt es hauptsächlich von der Haltung bzw. dem Kenntnisstand des entsprechenden Arztes ab.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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6

Samstag, 18. Juni 2016, 08:44

Ich habe meiner Hausärztin einen Link auf dieses Thema geschickt. Sie liest vielleicht den ganzen Text. Und vielleicht antwortet sie hier auch, das kann sie ja in diesem unübertrefflichen (!) Forum auch als Gast. Jetzt ist sie allerdings erst mal in Urlaub.

Jetzt nehme ich gegen die Schmerzen IBUflam 800.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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8

Freitag, 19. August 2016, 18:41

Geht es in dem Beitrag um Cannabis als Tabak zum Rauchen oder um ein Medikament (Dronabinol)?

9

Dienstag, 20. September 2016, 19:41

Ich finde, dass es bzgl. dieses Themas einige Doppelmoralen gibt. Alle sprechen sich so negativ gegen Cannabis aus, konsumieren aber fleißig ihren Alkohol. Wo besteht da der Unterschied frage ich mich?! Ist es die Alkohollobby oder woran liegt es, dass Alkohol noch immer frei verkäuflich ist, obwohl die Zahl der Alkoholkranken nicht wirklich sinkt? Die USA scheinen da schon etwas weiter zu sein und vergeben Cannabis aus medizinischen Zwecken unter bestimmten Voraussetzungen, was ich auch als einen guten Ansatz betrachte. Folgender Bericht , den ich kürzlich las, durchleuchtet das Thema Alkohol und Cannabis auch nochmal ganz gut und zählt einige Fakten auf, die nicht von der Hand zu weisen sind.
Wer zuerst kommt malt zuerst, wer danach kommt malt drüber

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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10

Freitag, 23. September 2016, 02:33

Was heißt Doppelmoral?

Es gibt viele Süchte. Drogensucht, Nikotinsucht, Alkoholsucht, Spielsucht, Tablettensucht, Klausucht, Karrieresucht, usw. Alle Süchte sind schädlich.

Drogen dienen der Befriedigung der Lust und werden in der Medizin eingesetzt. Ich habe mich früher immer aufgeregt, wenn man einem schmerzhaft Sterbenden Opium versagte, weil das abhängig machen kann. Das ist bei einem, der noch 14 Tage zu leben hat, ziemlich egal. Aber elendig krepieren, das muss nicht sein. Im Krieg wurden manchen Verwundeten ohne Narkose ein Bein oder ein Arm mit einer einfachen Säge amputiert, weil Narkosemittel nicht zur Hand waren. Der Operierte bekam einen Holzpflock zwischen die Zähne, bis er vor Schmerzen das Bewusstsein verlor.

Ich habe bis vor einem Monat auch geglaubt, dass Cannabis nur schädlich ist. Nun habe ich von bellefemme (Physiotherapeutin) erfahren, dass die Suchtgefahr nicht groß ist. Man wird zwar süchtig, aber man stirbt nicht dran. Der Nachschub durch Apotheker muss gesichert sein.

Cannabis als Pille (Dobrabinol) ist schon erlaubt, als Tabak soll es dieses Jahr erlaubt werden. Die Herstellung von Dobrabinol (umpacken) durch den Apotheker ist mühselig, die Monatskosten liegen bei 1800 Euro. Das ist happig.

Die Frage ist natürlich, wieviel Pillen man täglich schluckt, wieviel Zigaretten man täglich raucht.

Ich neige zu Tabak, weil ich annehme, dass dadurch die Arterien nicht weiter zugehen. Meine Halsschlagader ist komplett zu. Andererseits beginnt dann wieder das umständliche Zigarettendrehen.

Ich hann Rücken. Wenn ich eine Minute stehe oder 10 Meter gehe, dann muss ich mich setzen. Im Sitzen oder liegen habe ich keine Schmerzen.

So, nun wisst Ihr, warum mich das Thema sehr interessiert.

Gabriela Urbatschek

unregistriert

11

Freitag, 23. September 2016, 20:46

warum nicht?

Es ist allerhöchste Zeit, dass das Medikament für Schmerzpatienten freigegeben und bezahlt wird. Morphium für Tumorpatienten kostet ja auch nicht wenig Geld.

Klaus Lahmeyer

unregistriert

12

Freitag, 23. September 2016, 21:43



.. es gibt Krankheiten..da ist es allemal angebracht

13

Montag, 26. September 2016, 17:15

hochschieb

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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14

Donnerstag, 10. November 2016, 20:32

anbei eine kurze Rückmeldung zur Behandlung mit Cannabis in unserem Haus:

Cannabinoide werden derzeit bei uns nur zur Behandlung fortgeschrittener Tumorerkrankungen als Begleittherapie eingesetzt.

Indikation: Übelkeit und Erbrechen, die auf alle anderen Maßnahmen nicht ansprechen.

Wir hoffen, Ihnen hiermit bei Ihrer Anfrage weitergeholfen zu haben.

(Krankenhaus Hohenlind)

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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15

Samstag, 12. November 2016, 17:41


Marie J.

unregistriert

16

Montag, 14. November 2016, 22:44

Sehr spannend die Entwicklung rund um Cannabis. Wenn man selbst viele Jahre Cannabis als Medizin (selbst verschrieben :-)) benutzt und einen recht guten Einblick in die Thematik hat, dann kann man hier und da wirklich nur noch staunen. Ich kann ja auch gut nachvollziehen, das sich viele schwer tun sich von alten Dogmen zu lösen. Jedoch gibt es so viele Berichte und Studien über die Verwendung von Cannabis und über dessen heilende Eigenschaft, da trifft es mit der Doppelmoral doch ziemlich auf den Punkt. Während Zig Tausende am Tabak & Alkohol Konsum erkranken und an den Folgen sterben wird immer noch gegen Cannabis propagiert.

Auch wenn man dieser Pflanze keine heilenden Eigenschaften zusprechen möchte, steht allein schon die Tatsache, das es im Gegensatz vieler legaler Drogen und auch anderen harten Drogen, Cannabis keine Drogentote zu verzeichnen hat. Hier sollte gar nicht weiter diskutiert werden. Diese Pflanze muss wie jede andere Pflanze behandelt werden, und jedem frei zugänglich gemacht werden. In jedem Land wo Cannabis legalisiert wurde, sinkt der Konsum und es gibt keinen Krieg gegen Drogen, wo Menschen wegen dieser Pflanze ins Gefängnis wandern müssen. Man muss nichts verbieten um die Menschen vor etwas vermeintlich "gefährlichen" zu schützen. Die Aufklärung liegt bei den Eltern (Familie) und Lehrern. Meine Kinder essen ja auch keine Tollkirschen oder Engels-trompeten oder Klatschmohn nur weil diese nicht illegalisiert wurden. Lange rede kurzer Sinn. Die Vorteile dieser Pflanze übersteigen die Nachteile um ein Vielfaches. Erst recht im Vergleich zu den legalen Drogen.

lg

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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17

Samstag, 6. Mai 2017, 22:53

Cannabis

Neue Mail von bellefemme:

https://hanfverband.de/faq/ich-moechte-c…-ich-einen-arzt


Ich möchte Cannabis als Medikament legal verwenden. Wo bekomme ich Informationen? Wo finde ich einen Arzt?

Erstmal ein paar grundsätzliche Infos, auch wenn sie dir vielleicht schon bekannt sind:

Es gibt drei praktisch nutzbare Möglichkeiten für dich, Cannabis als Medizin legal zu nutzen. Relativ häufig ist das Verschreiben von Dronabinol (THC). Das ist ein meist öliger Extrakt, relativ teuer und wird von den Krankenkasse in der Regel nicht bezahlt. Er kann von Ärzten auf einem privat zu zahlenden BTM Rezept verschrieben werden.

Das Fertigpräparat zum Sprühen Sativex kann bei durch Multiple Sklerose bedingten Spastiken von der Krankenkasse übernommen werden, ansonsten nur in Sonderfällen. Es kann allerdings von Ärzten als Off Label Use auf Privatrezept verschrieben werden, ebenfalls als BTM Rezept.

Die einzige Möglichkeit, an Hanfblüten legal heranzukommen, ist ein Antrag beim BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Auf deren Website bitte runterscrollen bis:

"Ausnahmeerlaubnis zum Erwerb von Cannabis zur Anwendung im Rahmen einer medizinisch betreuten und begleiteten Selbsttherapie"

Das wichtigste ist aber, dass du einen Arzt findest, der dich dabei unterstützt, ob nun Dronabinol, Sativex oder Blüten.

Leider haben sehr viele Menschen genau dieses Problem, Cannabis hilft ihnen bei ihrer Krankheit, aber sie finden keinen Arzt. Leider gibt es so wenige Ärzte, die sich offen zu dem Thema bekennen, dass wir da nicht wirklich weiterhelfen können.

Du könntest es mal bei der entsprechenden Patientenvereinigung SCM (Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin) versuchen, womöglich kann man dir dort einen Arzt aus deiner Nähe nennen. Auch sonst findest du dort viele Informationen zum Thema.

In deren Webforum und auch auf der Emailliste tauschen sich Betroffene über ihre Erfahrungen aus. Durch aktive Beteiligung und Vernetzung kannst du dort wertvolle Informationen und Kontakte erhalten.

Auch die IACM (Internationale Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente) hat auf ihrer Website viele Informationen veröffentlicht, die dir bei deinem weiteren Weg hin zu einem legalen Zugang zu Cannabismedizin helfen können.

Der Vorsitzende der IACM, Dr. Franjo Grotenhermen, hat sich auf die Begleitung von Cannabispatienten spezialisiert. Er kann in seiner Privatpraxis Patienten direkt behandeln, kann aber auf Grund seines eigenen Gesundheitszustands nur wenige Patienten in der Woche übernehmen.

Die IACM hat auf ihrer Seite auch eine 20-seitige Anleitung zur Beantragung einer Ausnahmegenehmigung bereitsgestellt (pdf-Dokument), die für Patienten und für behandelnde Ärzte interessant sein düfte.

Einen schönen Übersichtsartikel vor allem für Ärzte hat Dr. Grotenhermen im renommierten Ärzteblatt veröffentlicht.

Das alles erscheint jetzt wahnsinnig kompliziert und teuer. In einigen Einzelfällen ist es das auch. Manche Patienten legen mehrfach hunderte Kilometer zurück um zu Ärzten zu reisen, die sie bei ihrem Weg unterstützen. Viele investieren tausende Euro in teures Sativex oder Dronabinol, bevor sie eine Ausnahmegenehmigung für Cannabisblüten erhalten. Manche Patienten berichten aber auch, dass es für sie relativ schnell ging und sie nur geringe Kosten und Mühen hatten. Die Handlungen des BfArM sind dabei von außen nicht immer durchschaubar.

Auch nach Erhalt der Ausnahmegenehmigung ist legales Cannabis sehr teuer. Zwischen 14 und 20 Euro pro Gramm zahlen die Patienten in der Apotheke, eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist momentan noch extrem selten. Wenn viele Patienten in einer Apotheke kaufen, kann der Preis aber durch Rabatte auf bis zu 10 Euro pro Gramm sinken. Auch deswegen ist es wichtig, Netzwerke zwischen Cannabispatienten aufzubauen.

Anträge auf legalen Eigenanbau kann man auch stellen, sie werden aber bisher leider noch nicht genehmigt, trotz positiver Entscheide mehrerer deutscher Gerichte. Einen Musterantrag für den legalen Eigenanbau hat das Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin veröffentlicht.

Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin hat auch einige interessante Muster Formulare und andere Dokumente veröffentlicht.

Trotz der hohen Kosten und dem Aufwand lohnt sich ein Rezept oder eine Ausnahmegenehmigung aber für viele Betroffene. Die Polizei kann bei Kontrollen nicht unterscheiden, woher genau die Blüten in einem Bedrocan Döschen sind. Viele Richter neigen auch dazu Patienten auf Grund von "rechtfertigendem Notstand" frei zu sprechen oder weniger hart zu bestrafen, wenn diese sich wegen der hohen Preise nicht in der Apotheke, sondern auf dem Schwarzmarkt oder durch Eigenanbau versorgen und dabei erwischt werden. Selbst wenn nur der Versuch unternommen wurde, eine Ausnahmegenehmigung zu erlangen, kann schon dieser Versuch strafmildernd wirken.

Wir vom DHV kämpfen dafür, dass die Anwendung von Cannabis als Medizin endlich legalisiert, anerkannt und von den Krankenkassen bezahlt bzw. der Eigenanbau für Patienten erlaubt wird:





berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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18

Samstag, 3. Juni 2017, 03:27

Cannabis


berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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19

Samstag, 3. Juni 2017, 21:14

im Focus

03.06.17, 03:24


Cannabis

von Gisbert Britz

IST freigegeben. nur die Ärzte verschreiben es nicht. ..............................................................






+1

berlin

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