Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Staedter Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

21

Mittwoch, 12. März 2014, 08:35

Die 39. Historie

Zu Rostock in dem Land Mecklenburg, da kam Ulenspiegel hin und verdingt sich für ein Schmidknecht. Und derselb Schmid het ein Sprichwort, wann der Knecht mit den Bälgen blasen solt, so sprach er: »Haho, folge mit den Bälgen.« Also stund Ulenspiegel uff denn Bälgen unnd bließ. Da sprach der Schmid zu Ulenspiegel mitt harten Worten: »Haho, folg mit den Bälgen nach!«, unnd er gieng mit den Worten uß in den Hoff und wolt sich seins Wassers entplössen. Also nam Ulenspiegel den einen Balck uff den Halß und folgt dem Meister nach und sprach: »Meister, hie bring ich den einen Balg, wa sol ich ihn hinthun? Ich wil gon, den andern auch bringen.« Der Meister sach sich umb und sprach: »Lieber Knecht, ich meint es nit also, gang mir hin und leg den Balg wider an sein Stat.« Daz thet Ulenspiegel und trug in wider an sein Stat.

Also gedacht der Meister, wie er ihm daz wider belonen möcht, und ward in ihm selber eins, wie daz er 5 Tag lang wolt alle Mitnacht uffston und den Knecht wecken und arbeiten lassen. Da weckt er die Knecht und ließ sie schmiden. Ulenspiegels Gespan begund zu sprechen: »Waz meint unser Meister damit, daz er uns so frü weckt? Des pflegt er nit zu thun.« Also sprach Ulenspiegel: »Wilt du, so wil ich ihn fragen.« Der Knecht sprach ja. Da sprach Ulenspiegel: »Lieber Meister, wie gat es zu, daz Ihr uns als frü wecken, es ist erst Mitternacht.« Der Meister sprach: »Es ist mein Weiß, daz zum ersten mein Knecht acht Tag nit länger sollen ligen, dann ein halbe Nacht.« Ulenspiegel schwig stil, und sein Companien dorfft nüt sprechen. Bis in die ander Nacht, da weckt sie der Meister aber. Da gieng Ulenspiegels Companien zum Arbeiten. Da nam Ulenspiegel das Bet und bindet es uff den Rücken. Und als daz Eisin heiß was, so kumpt er von der Büne lauffen und zum Anboß und schlächt mit zu, daz die Funcken ins Beth stoben. Der Schmid sprach: »Nun sich, waz tust du da. Bist du dol worden? Mag das Beth nit bleiben ligen,
da es sol ligen?« Ulenspiegel sprach: »Meister, zürnent nit, das ist mein Weiß, zu dem ersten Wochen, daz ich ein halb Nacht wil ligen uff dem Bet und die ander halb Nacht sol daz Bet uff mir ligen.« Der Meister ward zornig und sprach zu ihm, daz er daz Bet wider hin trüg, da er daz genumen hät, und sprach fürter zu ihm in gähem Mut: »Und gang mir droben uß dem Huß, du verzweiffelter Schalck.« Er sprach ja und gieng uff die Bün und legt das Bet wider, da er es genumen het.


Und uberkam ein Leiter und stig in di Fürst und brach daz Dach oben uß und gieng uff dem Dach uff den Latten. Und nimpt die Leiter und zücht sie nach ihm und setzt sie von dem Dach ab uff die Straß und steig also hinab und gat hinweg. Der Schmit hort, daz er boldert, und gat ihm nach uf die Bün mit dem andern Knecht und sicht, daz er daz Dach hatt uffgebrochen und war durch ußgestigen. Da ward er noch zorniger und sucht den Spieß und lieff ihm nach uß dem Huß. Der Knecht ergreiff den Meister und sprach zu ihm: »Meister, nit also, lond Euch sagen, er hat doch anders nit gethon, denn das Ihr ihn geheissen haben. Wann Ihr sprachen zu ihm, er solt Uch droben uß dem Huß gon. Daz het er gethon, als Ihr dan sehen.« Der Schmid ließ sich berichten, und was wolt er darzu thun. Ulenspiegel waz hinweg, und der Meister müst daz Dach wider lon pletzen und müst des zufriden sein. Der Knecht sprach: »An solich Companion ist nit vil zu gewinen. Wer Ulenspiegel nit kent, der hab nur mit ihm zu thun, der lert ihn kennent.«

(Quelle wie vor)

;)

22

Mittwoch, 12. März 2014, 12:19

Wer Ulenspiegel nit kent,
der hät Glöck gehapt,

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

23

Montag, 24. März 2014, 22:01

Till Eulenspiegel

Die 41. Historie

Vor Wiszmar kam Ulenspiegel uff einen heiligen Tag, als er von dem Schmid kam. Da sach er vor der Schmitten ston ein süberliche Fraw mit der Magt. Und was des Schmids Fraw. Da zoch er dargegenuber zu Herberg und brach in der Nacht seinem Pferd alle vier Huffeisin ab und zoch des andern Tags für die Schmidt. Und also da ward er bekant. Als er nun für die Schmidte kam unnd das sie solten sehen, das es Ulenspiegel waz, da kam die Fraw und Magt, kam für daz Huß uff ein Dielen, uff daz sie mochten hören und sehen Ulenspiegels Handlung.


Ulenspiegel sprach zum Schmidt, ob er ihm wolt sein Pferd beschlagen. Ja, sagt er, und ihm waz lieb, daz er mit ihm reden mocht. Und mit vil Worten kamen sie, daz der Schmid zu ihm sagt, wann er ihm auch kund ein war Wort sagen, daz warhafftig wär, so wolt er seinem Pferdt ein Huffeisin geben. Er sagt: »Ja. Wann Ihr haben Eißin unnd Kolen / und Wind in den Balg holen, / so künden Ihr wol schmiden.« Der Schmid sagt: »Daz ist in Truwen war«, und gab ihm ein Huffeisin.

Der Knecht schlug ihm daz Eisin uff und sprach zu Ulenspiegeln bei dem Notstal, künt er ihm auch ein war Wort sagen, daz ihn antreff, er wolt seinem Pferd auch ein Huffeisin geben. Ulenspiegel sprach: »Ja. Ein Schmidtknecht und sein Gesel, / die müßen all beid hart ston, / wann sie wöllen zu Werck gon.« Der Knecht sprach: »Es ist auch war«, und gab ihm auch ein Eißin.

Daz sahen die Fraw und die Magt und trugen darzu, das sie auch mit Ulenspiegeln zu Worte kämen, und sprachen zu ihm, ob er ihn auch ein war Wort künd sagen, sie wolten ihm auch jetliche ein Huffeisin geben. Ulenspiegel sagt ja und sprach zu der Frawen: »Welche Fraw vil vor der Thüren stat / und welche vil Weisses in den Augen hat, /hätten sie Zeit und Stat, / das wär nit alles Visch uff der Grad.« Die Fraw sprach: »Das ist in Truwen war«, und gab ihm auch ein Huffeisin. Darnach sagt er zu der Magt: »Mägtelin, wann du issest, so hiet dich Rindtfleisch, so darffst du in den Zänen nit grüblen und so thut dir auch der Buch nit wee.« Die Magt sagt: »Ei, behüt uns Got, wie ein war Wort ist das«, und gab ihm auch ein Eisen. Also reit Ulenspiegel von dannen unnd sein Pferd ward ihm wol beschlagen.

(Quelle wie vor)



;)

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

  • Nachricht senden

24

Montag, 31. März 2014, 10:06

Eulenspiegel ist tot,

Hitler ist tot.

Homer ist tot (falls er überhaupt gelebt hat)

Deo gratias.

26

Dienstag, 19. August 2014, 22:18

ich kaufe Bücher nach dem monatlichen Katalog von Weltbild-Bücherdienst.

Counter:

Hits heute: 5 491 | Hits gestern: 9 791 | Hits Tagesrekord: 44 306 | Hits gesamt: 6 798 121 | Klicks pro Tag: 8 442,42