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(Ulen-) Spiegel

unregistriert

1

Donnerstag, 23. Januar 2014, 09:58

Till Eulenspiegel

Der Spiegel ist als "Spieglein an der Wand" und als Bestandteil des Nachnamen von Till Eulenspiegel sogar in die Weltliteratur eingegangen.

Till Eulenspiegel
(aus Wikipedia)

Till Eulenspiegel (niederdeutsche Schreibweisen: Dyl Ulenspegel ..., hochdeutsch beeinflusst: Til Ulenspiegel) war ein Schalksnarr (Gaukler) und Titelheld eines mittelniederdeutschen Volksbuches. Das Buch Ein kurtzweilig Lesen von Dyl Ulenspiegel, geboren uß dem Land zu Brunßwick, wie er sein leben volbracht hat … wurde anonym veröffentlicht. Die älteste erhaltene Fassung stammt aus dem Jahr 1510/1511.

Die niederdeutschen Wörter ule und spegel bedeuten Eule und Spiegel. Tills Nachname wird daher oft als einfache Zusammensetzung der Wörter Eule und Spiegel angesehen, und daher kommt auch die Übersetzung des Namens ins Hochdeutsche als „Eulenspiegel“. Einer Mutmaßung nach könnte sich der Familienname zum Beispiel aus einer Abbildung am Haus entwickelt haben. Eine weitere Möglichkeit ist der Bezug zu einem Turm, dessen Spitze als „Eule“ bezeichnet wird.

Einer ganz anderen Deutung nach ist der Name ein Wortspiel: das mittelniederdeutsche Wort ulen bedeutet auch „wischen“ und das Wort spegel hat auch die Bedeutung Gesäß (noch heute wird in der Jägersprache das helle Fell am Hinterteil von Reh und Hirsch „Spiegel“ genannt). Der Ausruf Ul'n spegel bedeutete also Wisch mir'n Hintern, vulgo Leck mich am Arsch (Schwäbischer Gruß, Götzzitat).

Schließlich wird Till Eulenspiegel auch der Ausspruch „ick bin ulen spegel“ zugeschrieben, was soviel bedeutet wie „Ich bin euer Spiegel“, also „Ich halte euch den Spiegel vor."


Beispiel:

Die ander Historie

Alsbald nun Ulenspiegel so alt ward, daz er gon und ston kunt, da macht er vil Spils mit den jungen Kindern, wann er waz nötlich. Wie ein Aff domlet er sich uff den Küsn und im Graß, so lang, biß er 3 Jar alt ward. Da fliß er sich aller Schalckheit also, daz alle Nachburen gemeinlich über Ulenspiegel clagten, daz sein Sun Dil Ulenspiegel war ein Schalck. Do kam der Vatter zu dem Sun und sprach zu ihm: »Wieget doch das imer zu, daz unser Nachburen sprechen, du seist ein Schalck?« Ulenspiegel sprach: »Lieber Vatter, ich thu doch nemen nüt, das wil ich dich offenbar beweisen. Gang hi, sitz uff dein eigen Pferd, und so wil ich hinder dich sitzen und stilschweigend mit dir reiten durch die Gassen, noch werden sie uff mich liegen und sagen, was sie wollen. Des nim acht.« Also thät der Vatter und name ihn hinder sich uff das Pferd. Also lupfft sich Ulenspiegel hinden uff mit dem Loch und ließ die Lüt je in den Arß sehen und saß da wider nider. Da zögten die Nachburn und Nachbürin uff ihn und sprachen: »Pfei dich an wol! Ein Schalck ist daz!« Da sprach Ulenspiegel: »Hör Vatter, du sihest wol, das ich stilschweig und niemant nüt thu, noch dan sagen die Lüt, ich sei ein Schalck.«

Also thät der Vatter eins und satzt Ulenspiegel, seinen lieben Sun, für sich uff daz Pferd. Da saß Ulenspiegel Stil, aber er spert das Mul uff und zannet die Bauren an und reckt die Zungen uß. Da luffen die Lüt zu und sprachen: »Sehen zu wol! Ein junger Schalck ist das!« Da sprach der Vatter: »Du bist freilich in einer unglückseligen Stund geborn. Du sitzest stil und schweigest und thust nieman nichts, noch dan sagen die Lüt, du seiest ein Schalck.« Also zoch sein Vatter mit ihm von dannen ...

(Quelle:
http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH)


Spiegel, aus dem nördlichen Mitteldeutschland, der seine Schulzeit zwischen Braunschweig und Magdeburg verbracht hat.

;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »(Ulen-) Spiegel« (23. Januar 2014, 11:04)


(Ulen-) Spiegel

unregistriert

2

Donnerstag, 30. Januar 2014, 19:41

Till Eulenspiegel

Die 44. Historie

Vil Schalckheit het Ulenspiegel den Schuchmachern gethon, nit allein an einem Ort, sunder an vil Enden. Als er nun dise Schalckheit het ußgericht, kam er gen Staden. Da verdingt er sich zu einem Schumacher. Als er nun des ersten Tags arbeiten begund, da gieng sein Meister uff den Marckt und koufft ein Fuder Holtz und verhieß dem Buren, ein Supp zu geben zu dem Gelt, und bracht den Buren mit dem Holtz vor sein Huß. Da fand er niemand in seinem Huß, die Fraw und Magt waren ußgangen, dan Ulenspiegel, der was allein in dem Huß und nagt Schuch. Da was dem Meister not, an den Marck wider zu gon. Da befal er Ulenspiegeln, das er näm, was er hätt, und macht dem Buren ein Supp, er hät ihm das im Schanck gelasen. Ulenspiegel sagt ja, unnd der Buer warff sein Holtz ab und kam in das Hus. Und Ulenspiegel schneid ihm Brotschnitten in die Schüssel und fand niergen Feißte in dem Schanck. So gat er zu dem Behalter, darin das schmeckende Fischschmaltz was, und begos dem Buern die Sup darmit. Der Bur begund essen und schmeckt, daz es ubel stanck. Doch so was er hungerig und aß die Sup uß. Indem so kam der Schuchmacher ingond und sagt zu dem Bueren, wie ihm die Sup hät geschmeckt. Der Buer sagt: »Das schmeckt alles wol, da es hat nach Geschmack als nüwe Schuch«, hiemit gieng der Buer uß dem Huß. Da ward der Schuchmacher lachen und fragt Ulenspiegeln, wavon er dem Buren ein Sup gegossen hät. Ulenspiegel sagt: »Ihr sagten mir, ich solt ihm nemen, was ich hät, so het ich nienen ander Feißte wan Seefischschmaltz, dan ich was uber den Schanck in der Kuchin, da fand ich niergen Feißte. Da nam ich, was ich hat.« Der Schuchmacher sagt: »Nun, das ist gut, es ist den Buren gut genug.«




;)

(Quelle wie vor)

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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3

Donnerstag, 6. Februar 2014, 15:05

So was Doofes.

Alice Schwatzer

unregistriert

4

Donnerstag, 6. Februar 2014, 16:28

So was Doofes.

Pipin der Kurze

unregistriert

5

Freitag, 7. Februar 2014, 09:05

doof

Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitterkalt.
Sie kamen an ein Häuschen,
aus Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

6

Samstag, 1. März 2014, 17:18

Till Eulenspiegel - 39. Historie

Böser Schalckheit ließ sich Ulenspiegel nit verdriessen zu Ryeßenburg inn dem Dorff in dem Asseburger Gericht. Da wont auch ein Pfarer, der gar ein schöne Kellerin het und darzu ein klein süberlich wacker Pferd. Die hett der Pfarer alle beide lieb, daz Pferd als wol als die Magt. Da waz der Hertzog von Brunschwick zu der Zeit zu Ryßenburg und het den Pfarer durch ander Lüt lassen bitten, daz er ihm daz Pferd wolt lassen zuston, er wolt ihm darfür geben, daz ihn begnügt. Der Pfarer verneint allzeit dem Fursten, daz er daz Pferd nit wolt verlassen. So dorfft ihm der Fürst auch daz Pferd nit nemen lassen, wann daz Gericht waz under dem Rad von Brunschwick.

Also het Ulenspiegel die Ding wol gehört und verstanden und sprach zu dem Fürsten: »Gnädiger Her, waz wöllen Ihr mir schencken, daz ich daz Pferd zuwegen bring von dem Pfaffen zu Ryßenburg?« »Kamt du daz thun«, sprach der Hertzog, »ich wil dir den Rock geben, den ich hie anhab«, und daz was ein rot Schamlot mit Perlin gestickt. Daz nam Ulenspiegel an und reit von Wulffenbütel in daz Dorff zu dem Pfarer in zu Herberg. Und Ulenspiegel waz wol bekant in des Pfarrers Huß, wan er was offt da bei ihm vorzeiten gewesen und was ihm wilkumen. Als er nun bei dreien Tagen dagewesen waz, da gebärt er, als ob er kranck wär, und achzet lut und legt sich nider. Dem Pfaffen und seiner Kellerin was leid darumb und wüßten nit Rat, wie sie der Sachen thun solten. Zuletst ward Ulenspiegel ja kranck, also daz ihn der Pfaff ansprach und bat ihn, daz er solt beichten und nem Gots Recht. Ulenspiegel was fast darzu geneigt. Also das er ihn selb wolt Beicht hören und fragen uff daz schärpffeste unnd sprach, daz er sein Sei bedächt, wan er hät sein Tag vil Abentür getriben, daz er sich bewärt, daz ihm Got sein Sünd vergeben wolt. Ulenspiegel sprach gantz kräncklichen und sprach zu dem Pfarrer, er wißt nichts mer, daz er gethon hät, sunder ein Sünde, die dorft er ihm nit beichten, und daz er ihm ein anderen Pfaffen holte, dem wolt er sie beichten. Wann so er ihm sie offenbarte, so besorgt er, daz er darumb zürnen würd. Da er daz horte, da meint er, da wär etwaz under verborgen, und daz wolt er auch wissen. Er sprach: »Ulenspiegel, der Weg ist fer, ich kan den andern Pfaffen nit so bald uberkumen. Und ob du in der Zeit stirbst, so hätst du und ich vor Got dem Heren die Schuld, wa du darin versumpt würdest. Sag nun mir daz, die Sünd sol so schwer nit sein, ich wil dich davon absolvieren. Auch waz hulf es, daz ich böß würd, ich muß doch die Beicht nit melden.« Ulenspiegel sprach: »So wil ich daz wol beichten«, sie wär auch so schwer nit, sunder ihm wär nur leid, daz er böß würd, dann es treff ihn an. Da verlangt der Pfarrer noch serer, daz er daz wissen solt, und sprach zu ihm, hat er ihm etwaz gestoln oder Schaden gethon, oder was es wär, daz er es ihm beicht. Er wolt es ihm vergeben und ihn nimer darumb hassen. »Ach, lieber Her«, sprach er, »ich weiß, daz Ihr darum zürnen werden. Doch ich entpfind und förcht, das ich bald von hinnen muß scheiden. Ich wil Euch daz sagen, Got geb, Ihr werden quad oder böß. Und, lieber Herr, das ist das: Ich hon bei Euwer Magt geschlaffen.« Der Pfaff fragt, wie offt das geschehen wär. Ulenspiegel sprach: »Nur fünffmal.« Der Pfaff gedacht, da sol sie 5 Drüßen für uberkummen, und absolviert ihn bald unnd gieng in die Kamer und hiesch sein Magt zu ihm ze kummen und fragt, wa sie bei Ulenspiegeln geschlaffen hät. Die Kellerin sprach, nein, es wär gelogen. Der Pfaff sprach, er hät ihm doch daz gebeichtet, und er glaubt es auch. Sie sprach nein, er sprach ja und erwuscht ein Stecken und schlug sie brun und bla.

Ulenspiegel lag im Bet und lacht und gedacht in ihm selber: »Nun wil daz Spil gut werden«, und wil sein Recht uberkumen und lag den gantzen Tag also. In der Nacht ward er starck und stund des Morgens uff und sprach, es würd besser, er müst in ein ander Land, daz er rechnet, waz er verzert hät. Der Pfaff recht mit ihm und waz so irr in seinem Sin, daz er nit wißt, waz er thet, und nam Gelt und doch kein Gelt und waz des zufriden, daz er nur wanderte von dan, deßgleichen die Kellerin auch. Die waz gleichwol umb seinentwillen geschlagen. Also waz Ulenspiegel bereit und wolt gon. »Her«, sprach er, »seien gemant, daz Ihr die Beicht geoffenbart hon. Ich wil gen Halberstat zu dem Bischoff und will daz offenbaren von Euch.« Der Pfaff vergaß seiner Boßheit, da er hort, daz Ulenspiegel ihn wolte in Beschwerniß bringen, und bat ihn mit grossem Ernste, das er schwig. Es wär geschehen in gähem Mut, er wolte ihm 20 Guldin geben, daz er ihn nit verklagte. Ulenspiegel sprach: »Nein, ich wolt nit hundert Guldin nemen, daz zu schweigen. Ich wil gon und wil das fürbringen, als sich das gebürt.« Der Pfaff bat die Magt mit weinenden Augen und sprach, das sie ihn fragte, das er ihr sagte, was er ihm geben solt, das wolt sie ihm geben.

Zuletst sprach Ulenspiegel, wolt er ihm das Pferd geben, so wolt er schweigen und solt unvermelet bleiben. Er wolt auch anders nichts nemen dan das Pferd. Der Pfaff het das Pferd gantz lieb und hät ihm lieber all sein Barschafft geben, wann er das Pferd solt verlassen. Unnd verließ das on seinen Danck, dann die Not bracht ihn darzu. Und gab Ulenspiegeln das Pferd und ließ ihn damit hinreiten. Also reit Ulenspiegel mit des Pfaffen Pferd geen Wulffenbütel. Also kam er uff den Dam, da stund der Hertzog uff der Teghebrucken und sach Ulenspiegeln mit dem Pferd dahertraben.


Von Stund zoch der Fürst den Rock uß, den er Ulenspiegeln gelobt het, und gieng ihm under Augen und sprach: »Seh hin, mein lieber
Ulenspiegel, hie ist der Rock, den ich dir gelobt hab.« Also fiel er von dem Pferd unnd sprach: »Gnädiger Herr, hie ist Euwer Pferd«, und was dem Hertzogen groß zu Danck und must ihm das erzälen, wie er das Pferd von dem Pfaffen gebracht hät. Das lacht der Fürst unnd was frölich davon und gab Ulenspiegeln ein ander Pferd zu dem Rock. Und der Pfarrer betrüpte sich umb das Pferd und schlug die Magt offt ubel darumb, also das ihm die Magt entlieff. Da ward er ihr beide ledig.

(Quelle:
http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH)

Aloisius

unregistriert

7

Samstag, 1. März 2014, 18:27

Ich stelle demnächst alle 94 Bände von Karl May hier ein.

8

Samstag, 1. März 2014, 19:17

Ich stelle demnächst alle 94 Bände von Karl May hier ein.

Hast Du nichts von Humbold? :S

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

11

Montag, 3. März 2014, 08:50

Dieses Video ist nicht verfügbar.


Märchenfilme Rotkäppchen

knut_braun

unregistriert

12

Montag, 3. März 2014, 09:26

rötkäppchen

Schäl, sühste misch?



Natürlich funktioniert das Video!!!

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

13

Dienstag, 4. März 2014, 15:15

Ganz nebenbei:

Hat Rotkäppchen noch mehr als Mariechen, Humboldt oder Karl May mit Till Eulenspiegel zu tun?

:(

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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14

Mittwoch, 5. März 2014, 00:03

Eulenspiegel, und dann noch in Mittelhochdeutsch!!!!!



Ich wette, du könntest es nicht vorlesen.



dasist lustiger.

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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15

Mittwoch, 5. März 2014, 00:12


(Ulen-) Spiegel

unregistriert

16

Mittwoch, 5. März 2014, 06:22

Till Eulenspiegel`*


Das ist ein (der nächste) Link. Dein Thema?



* Mein Thema. Kümmere Dich um Deins, berlin!

(Oder kannst Du es nicht lassen, (Ulen-) Spiegel aus Deinem Blögchenchen heraus zu ekeln?)

Tüpenberatung

unregistriert

17

Mittwoch, 5. März 2014, 06:51


(Ulen-) Spiegel

unregistriert

18

Mittwoch, 5. März 2014, 07:27

´ne Henne wäre ihm vermutlich lieber (für den Haushalt)!

:P

19

Mittwoch, 5. März 2014, 15:02

(für den Haushalt)!

Huch! Da bin ich jetzt aber doch überrascht. ;)

berlin

Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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20

Mittwoch, 5. März 2014, 22:52

Wennde en Huhn bist, musst du Eier legen können,
wennde en Hahn bist, musst du op die Hühner klimmen können.

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