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Katrin

Unregistered

1

Friday, March 31st 2017, 1:49am

Leben im Alten/Pflegeheim

musikhai


30Mrz2017
Was wollt ihr zum Thema Alten- / Pflege-Heim wissen?


Veröffentlicht in Altenheim, Frage, Pflegeheim von Katrin - musikhai



[img]https://musikhai.files.wordpress.com/2014/05/dsc01075_v1.jpg?w=2208&h=1472[/img]
Gerhard-Tersteegen-Haus, Krefeld



Noch einen Monat, dann führe ich den Blog schon seit 3 Jahren. Mittlerweile habe ich schon sehr viele Bereiche des Heims in einem Beitrag beschrieben. Jetzt kommt langsam die Zeit, wo ich nicht mehr weiß, worüber ich noch schreiben soll.



Also habe ich mir gedacht, ich frage euch, die Leser, was ihr denn wissen wollt, worüber ich denn schreiben soll.



Also los! Ran an die Tastatur! Lasst mich wissen, worüber ihr etwas lesen wollt! Was wollt ihr zum Thema Alten- / Pflege-Heim wissen?



Ich bin gespannt, was ihr mir sagen werdet. Ich werde dann mein bestes tun!



https://musikhai.com/author/musikhai/

2

Friday, March 31st 2017, 1:57am

Hallo,



mich würde mal ein typischer Tag im Altenheim interessieren. Wird man morgens um 6 aus dem Bett geworfen? Muss man sich tagsüber abmelden, wenn man das Haus verlässt? Ab wann ist Bettruhe? Wo und wann darf man rauchen? Darf man die ganze Nacht am PC hängen? Gibt es auch Cola, oder nur das “gesunde” Quellwasser? :P :P



Gruß

checkmate

Internet-Legastheniker

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3

Friday, March 31st 2017, 2:03am

Noch ein MS-Fall

Eva Vos ist Mitte 20, als sie erfährt, dass sie an Multipler Sklerose leidet. Die Krankheit gilt als unheilbar, doch mit diesem Urteil gibt sich die Mutter nicht zufrieden. Bis heute sucht sie nach Möglichkeiten, ihr scheinbar besiegeltes Schicksal zu ändern. (Focus)



Ein paar Monate nach meinem Umzug nach München – ich war damals 26 Jahre alt – spürte ich ein seltsames Gefühl auf meiner Haut. Vom Bauch bis runter zu den Zehen war alles taub. Ein Kribbeln, als würden Millionen von Ameisen über meinen Körper krabbeln.

Nach einem Umweg über den Orthopäden fand ich mich schließlich auf dem Behandlungsstuhl einer Neurologin wieder. Sie machte einige physiologische Tests mit mir. Schachbrett anstarren, Hämmerchen aufs Knie klopfen und Stimmgabel auf die Haut halten. Dann sagte sie: „Bitte bücken Sie sich kurz. Ich brauche ein paar Tropfen ihres Nervenwassers.“ Eine lange Nadel stach in mein Rückenmark.


Diagnose: Multiple Sklerose

Ich hörte, wie im Flur meine einjährige Tochter weinte. Außerdem wollte die Neurologin ihr Fotoalbum erweitern. Mit einem überdimensional großen Fotoapparat wurden hübsche Bilder meines Gehirns und meiner Wirbelsäule gemacht. Schwarz-weiß und in Farbe, genauer gesagt ohne und mit Kontrastmittel.

Als sie entwickelt waren, bat mich die Dame in Weiß erneut in ihre Praxis. Und dann saßen wir da. Wie auf der Anklagebank wartete ich auf mein Urteil. Sie zögerte, war sich wohl nicht ganz sicher. Ich half ihr auf die Sprünge und schlug Multiple Sklerose (MS) vor. Meine Mutter hatte bereits diese Diagnose. Da lag es auf der Hand, dass ich mit ähnlichen Symptomen den gleichen Namen erhalten sollte. Die Neurologin bestätigte meinen Verdacht. Im Namen des Volkes, ich habe MS!

Von da an war nichts mehr wie es war. Die Blumen waren nicht mehr so schön, der Himmel nicht mehr so blau und überhaupt - ich fiel in ein tiefes Loch. Ich habe MS? Wieso ich? Wird es mir genauso wie meiner Mutter ergehen? Stock - Rollator - Rollstuhl - Pflegefall? Bevor ich länger darüber nachdenken konnte, lud mich die Ärztin auf einen ganz besonderen Cocktail ein: Kortison-Stoß-Therapie. Nicht lecker. Es kann zwar Leben retten. Doch es macht dick und unzufrieden. Und weil das noch nicht genug des Guten war, offenbarte mir die Ärztin, dass sie mit einer Basistherapie beginnen möchte. Dreimal in der Woche spritzen, inklusive unangenehmer Nebenwirkungen?

Ich konnte mich nur noch Zuhause bewegen

Ich fragte noch einmal nach, ob es wirklich keine andere Möglichkeit gäbe. Sie verneinte und wies mich darauf hin: Falls ich noch ein Kind bekommen wollte, sollte ich das vor der Basistherapie erledigen. Ich schlug ein und der Deal war geritzt. Noch ein Kind. Warum denn nicht? Neun Monate später brachte ich meine zweite Tochter zur Welt. Anfangs war alles prima. Mir ging es gut, solange ich stillte. Doch irgendwann war Schluss damit.

Der nächste Schub ließ nicht lange auf sich warten. Von da an ging es stetig bergab. Die MS bestimmte mein Leben. Mysteriöse Symptome könnte man sagen. Mein Bewegungsradius verkürzte sich, bis er sich irgendwann auf unser Zuhause beschränkte.

Nach der Diagnose versuchte ich, meine Traurigkeit in Worte zu fassen und schrieb Gedichte und was mir sonst so einfiel. Bis irgendwann ein Buch daraus entstanden ist. Mit der Botschaft Nummer eins: Nehmt euer Leben selbst in die Hand und rettet die Welt vor der Schulmedizin. Heute sehe ich das etwas milder. Denn die Schulmedizin ist ein beruhigendes Sicherungsseil und kann im Zweifelsfall Leben retten.

Warum soll die Krankheit nicht heilbar sein?

Nachdem meine ältere Tochter zeitgleich zu meiner Diagnose an Kruppanfällen litt, die durch das Kortison nicht verschwanden, sondern mit den Jahren schlimmer wurden, begann ich, die Schulmedizin zu hinterfragen. Ich lernte eine Heilpraktikerin kennen, die mir half, einen neuen Weg einzuschlagen. Und dann machte ich mich auf die Suche, wer oder was mich wirklich heilen würde.

Die Schulmedizin deklariert Patienten mit der Diagnose MS als unheilbar. Doch woher nimmt sie dieses Wissen? Nur weil ihre Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg führen? Nur weil sie nicht weiß, wie diese Krankheit entsteht?

Da ich zum Ärger meiner Eltern schon als Kind immer eine Widerrede hatte, stellte ich mir auch in diesem Fall die Frage „Wieso denn nicht?“ Warum soll diese Erkrankung denn nicht heilbar sein? Neben chinesischen Medizinern, Hypnotiseuren und Heilpraktikern, suchte ich eine Reihe anderer Heiler auf. Ich begann, Methoden wie geistige Heilung oder Reiki zu lernen, bis mir zuletzt eine Frau begegnete, die sich nach eigenen Angaben selbst von Multipler Sklerose geheilt hat. Sie war halbseitig gelähmt und sei heute komplett symptomfrei.

Ich lernte von ihr eine neue Methode kennen, die mir Hoffnung macht: Access Bars. Es handelt sich dabei um eine Sammlung an Werkzeugen und Prozessen, die dazu entwickelt wurden, mehr Bewusstsein zu schaffen. Es gibt 32 Energiepunkte am Kopf, die in verschiedenen Abfolgen sanft berührt und gehalten werden. Das soll Stress lindern und Blockaden lösen. Wer weiß, in ein paar Jahren kann vielleicht auch ich von meiner Heilung berichten. Alles ist möglich.

Heute mit 42 Jahren habe ich erstmals seit langem wieder meinen Rollator kurz auf die Seite gestellt und ein paar Schritte mit meinem Stock gemacht. Ich bin neugierig, wie es weitergeht, und vielleicht bekomme ich wieder die Gelegenheit, darüber zu schreiben. Denn das ist meine Leidenschaft.

4

Friday, March 31st 2017, 2:16am

Warnung

@ alle jungen Leser

MS ist keine Alterskrankheit.

Eva Vos bekam mit 20 (zwanzig) Jahren Multiple Sklerose.

Katrin

Unregistered

5

Monday, April 3rd 2017, 7:12pm

Alltag im Heim

Ein typischer Tag im Alten-/Pflegeheim
von Katrin - musikhai
Als ich letztens fragte was ihr noch wissen wollt, haben einige von euch gemeint, ich solle doch einmal erzählen wie ein typischer Tag im Altenheim aussieht. Hier ein exemplarischer Kommentar:

Hallo,

mich würde mal ein typischer Tag im Altenheim interessieren. Wird man morgens um 6 aus dem Bett geworfen? Muss man sich tagsüber abmelden, wenn man das Haus verlässt? Ab wann ist Bettruhe? Wo und wann darf man rauchen? Darf man die ganze Nacht am PC hängen? Gibt es auch Cola, oder nur das “gesunde” Quellwasser?

Gruß

Also: man ist relativ frei in seiner Zeiteinteilung. Fixe Termine/Zeiten sind die Mahlzeiten.

Wenn man nach unten zum Speisesaal kommen kann:


Das Frühstück wird vom Büfett eingenommen.

Mittags bevor die Bewohner im Speisesaal bedient werden, bekommen die einzelnen Wohnbereiche mit Bewohnern, die auf den Wohnbereichen essen ihre Speisen im sogenannten Tablettsystem. Dazu werden unten in der Küche die Tabletts fertig zusammengestellt und in große Speisentransport-Wagen für Tablettverteilung geschoben. Diese schweren Wagen muss eine Hauswirtschaftskraft auf die Wohnbereiche schieben. Dort werden dann die Tabletts verteilt.

Man kann, falls man durch einen Arzttermin verhindert ist, oder weil man einfach keinen Hunger hat, das Essen nach Absprache später einnehmen. In allen Wohnbereichen stehen Mikrowellengeräte zur Verfügung.

Das Abendessen wird um 17:30 Uhr vom Büfett eingenommen.

Wenn man mal lieber 'draußen' essen möchte, in einem Lokal oder bei Freunden oder Verwandten, sagt man morgens Bescheid.

Ebenso, wenn man mal abends weg möchte, sei es ins Kino oder Theater oder auf einen Geburtstag oder eine Einladung, meldet man sich ab. Die Haupteingangstür wird abends um 19:00 Uhr (im Winter) oder 20:00 Uhr (im Sommer) abgeschlossen. So kann kein ungebetener Gast einfach herein kommen. Die Bewohner haben einen Schlüssel. Oder sie läuten nach dem Nachtdienst, der dann kommt, öffnet und einem hilft.

Die Sache mit dem Abmelden soll nicht bedeuten, dass man 'bewacht' wird. Es dient letztlich einzig und allein der Sicherheit des Bewohners.

Wann beginnt der Tag?

Die Pfleger arbeiten in drei Schichten:

Frühdienst: 6:30 bis 14:00 Uhr

Spätdienst: 13:30 bis 21:00 Uhr

Nachtdienst: 20:30 bis 7:00 Uhr

In den Zeiten, wo sich die Dienste überlappen, ist die sogenannte Übergabe. Da erzählt der sich verabschiedende Dienst dem nachfolgenden was los war und worauf geachtet werden muss.

Das heißt, dass morgens ab 7:00 - 7:15 Uhr das Pflegepersonal beginnt, die Bewohner zu wecken und eventuell bei der Morgentoilette hilft. Wenn ein Bewohner noch nicht aufstehen will, kann er/sie das sagen und noch etwas liegen bleiben.

Dann sollte der/die Bewohner/in frühstücken. Da kann man auch seine Wünsche anmelden. Zwei Mal die Woche, mittwochs und samstags gibt es ein Frühstücksei, wenn man will. Es gibt aus hygienischen Gründen allerdings nur hartgekochte Eier.

Wann endet der Tag?

Das kann jeder Bewohner für sich entscheiden. Es hängt auch davon ab, wie viel Hilfe er/sie bei der Abendtoilette und dem Zubettgehen benötigt. Wird viel Hilfe benötigt, sollte man das den Spätdienst machen lassen. Das sind immerhin 2 Kräfte für 30 Bewohner. Der Nachtdienst ist auf den WBs 1, 2 und 3 alleine für 45 Bewohner verteilt auf 2 Etagen zuständig.

Auf WB4 befindet sich auch der Wachkomabereich. Dort gibt es Bewohner, die unter anderem auch beatmet werden müssen. Hier sind 2 Nachtdienstkräfte allein für WB4 zuständig.

Alkohol und andere Getränke

Morgens gibt es Kaffee, Tee, Milch, Kakao oder/und Fruchtsäfte.

Mittags gibt es Saft oder/und Mineralwasser (still, medium, normal).

Abends stehen standardmäßig Fencheltee und Mineralwasser auf den Tischen. Auf Nachfrage gibt es auch anderen Tee, Fruchtsaft oder Milch.

Samstagabends gibt es Bier zum Abendbrot. Wahlweise Pils, Alt oder Malzbier mit oder ohne Alkohol. Möchte man Wein trinken oder auch an anderen Tagen Bier, kann der Bewohner seinen Wunsch bei der Wohnbereichsküche bekannt geben. Dann wird einem das aufs Zimmer gebracht. Da jedes Bewohnerzimmer mit einem kleinen Kühlschrank ausgestattet ist, kann man Getränke auch auf dem Zimmer frisch und kühl halten. Weiterhin stehen jederzeit unterschiedliche Erfrischungsgetränke (Limonade, Cola), Säfte und Tees zur Verfügung.

Diese Getränke sind für die Bewohner alle ohne Zusatzkosten erhältlich.

An hohen Feiertagen gibt es zum Mittagessen zusätzlich Wein (weiß, rosé oder rot).

Rauchen

Rauchen ist nur draußen auf den Balkonen der einzelnen Wohnbereiche oder vor der Eingangstür des Gerhard-Tersteegen-Hauses erlaubt. Das gilt für Bewohner genauso wie für die Angestellten und für Besucher. Rauchwaren müssen selber besorgt und bezahlt werden.

Bettruhe

Das ist jedem selber überlassen. Wer möchte, kann ruhig die ganze Nacht lesen, fernsehen oder im Internet surfen. Die meisten Zimmer sind Einzelzimmer, sodass man dadurch niemanden stört.

Veranstaltungsangebote

Es finden verschiedene Veranstaltungen im GTH statt. Monatlich gibt es einen Veranstaltungsplan. Darüber hatte ich bereits am 05.07.2016 gebloggt. Dadurch kommt kaum Langeweile auf.

Gerhard-Tersgteegen-Haus


Monatlicher Veranstaltungsplan
Katrin - musikhai | April 3, 2017 um Montag, 3. April 2017 | Tags: Alkohol, Altenheim, Bettruhe, Bewohner, Blog, Gerhard-Tersteegen-Haus, GTH, Pflegeheim, Rauchen | Kategorien: Blog, Frage | URL: http://wp.me/p4BJNM-2Yx
Kommentieren Alle Kommentare anzeigen

6

Monday, April 3rd 2017, 7:32pm

Danke, Katrin.

Meine Schwiegermutter war im Altenheim. Schlimm war, dass sie in den 2 Jahren mehrmals durch Tod neue Zimmergenossen bekam.

Sie hatte sogar einen Fisterenöll mit einem 90jährigen.

https://ksh.wikipedia.org/wiki/Fisteren%C3%B6ll

checkmate

Internet-Legastheniker

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7

Monday, April 3rd 2017, 7:41pm

Ander Lücks Pänz immer - nühs.

Uns Marie eemal - dä!

8

Friday, April 12th 2019, 11:40pm

Mit Pflegeheim hatte ich bisher keine Erfahrungen. Aber ich hatte viel Erfahrung mit Pflege zu Hause. Sowohl mein Opa als auch meine Oma müssen gepflegt werden. Und wir suchten online nach einer Pflege-Agentur und fanden https://www.pflegezuhause.info/ . Auf ihrer Website habe ich gesehen, was sie anbieten, und ich habe sie sofort angerufen und wir haben eine Vereinbarung getroffen. Sie sind wirklich nett und kümmern sich gut um unsere Großmutter und unseren Großvater. Ich kann nur sagen, dass wir mit ihrer Arbeit zufrieden sind und ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, es auch auszuprobieren. Weitere Informationen findest du auf deren Website.

Videothek

Unregistered

9

Sunday, April 14th 2019, 12:19pm

Video
:thumbup:

Katrin Sickert hat Multiple Sklerose, ist pflegebedürftig, und lebt schon mit 47 Jahren in einem Krefelder Altenheim. Eine andere Möglichkeit gibt es für sie nicht in ihrer Heimatstadt. Viel Zeit zwischen alten Menschen, die ihr Leben fast hinter sich haben. Nicht so diese Frau: Sie hat sich eine Aufgabe gesucht. Seit Mai 2014 betreibt sie einen eigenen Internet-Blog. Unter www.musikhai.wordpress.com erzählt sie täglich ihre Erlebnisse im Altenheim. Schon über 70 000 Menschen haben die Seite angeklickt: Neugierige, Betroffene, Angehörige – die Resonanz ist durchweg positiv.

RTL West

999888

Unregistered

10

Thursday, June 6th 2019, 1:34pm

24 Stunden Pflege zu Hause

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yanmaneee

Unregistered

11

Monday, June 24th 2019, 11:31am

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