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Freitag, 24. Januar 2014, 11:59

Kultur heute

Kunst liegt im Auge des Betrachters. Und den Teufel werde ich tun, jemanden belehren zu wollen, was denn nun "Kunst" sei, wo ich doch selbst nicht zeichnen, musizieren oder dichten kann.


Aber ein aktuelles Stück "Kultur" geht mir denn nun doch erheblich gegen den Strich: da läuft im Privat-TV eine Serie über das "Dschungelcamp".


Also, wem es gefällt, der soll sich das doch Gott befohlen antun. Mich stört aber weniger die Sendung als dass ich auch an nicht Interessierter an dem Dingen gar nicht vorbei kommen kann. An den Haltestellen der KVB prangen überlebensgroße Plakate mit madenbesetzten Gesichtern, überschrieben mit "Das Land der Dichter und Camper". Ich öffne KStA-Online und prompt überfällt mich der Hinweis auf eine neuerliche Entwicklung im "Camp" (angesichts der unausweichlichen Bilder komme ich zu dem Schluss, dass man sich in einem Studio aufhält - das empfindliche Equipment würde die äußeren Umstände kaum mitmachen und so eine gesicherte "Übertragung" wenig sicher machen). Öffne ich die Online-Ausgabe meiner bevorzugten Nachrichtenseite, so genießt auch dort das "Camp" einen Sonderstatus.


Ich habe lange Jahre ehrenamtlich für einen kleinen Kulturverein gearbeitet. Gerade die Einbindung der Medien war stets ein Problem: man war uninteressant.


Es wurde jahrzehntelang solide Arbeit geleistet, viel Engagement, Arbeit, privates Geld und Zeit investiert. Mit dem "Erfolg", dass aus Mangel an Nachwuchs sich der Verein vor anderthalb Jahren von der Bildfläche verabschiedete.


Warum sollen sich auch junge Menschen noch für ernsthafte Kulturarbeit interessieren, wenn es doch heute ausreichend für einen "Erfolg" erscheint, sich irgendwo in einem Studiodschungel in die Scheiße zu werfen? :thumbdown:
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Turm 61« (24. Januar 2014, 12:07)


2

Freitag, 24. Januar 2014, 13:47

früher

Ach, da sagste was. Früher war zwar nicht alles besser (Bombennächte, Judenverfolgung), aber doch wesentlich anders. In den Anfangstagen des Fernsehens gab es zwar nur einen Sender (sw, bis Mitternacht), aber Opern, Operetten, Schauspiele. "Zar und Zimmermann" und die Räuber". Es gab Schulfernsehen, den 7. Sinn und die Münchner Lach- und Schießgesellschaft.



Gestern wurde ich von der Fußpflegerin gefragt, ob ich auch das Dschungelcamp gucke, das sei doch klasse.



Dann die Kochsendungen, keine (außer Tante Ingrid) Frau kann/will heute noch kochen, aber Kochrezepte. Sendungen über das Öffnen und Erwärmen von Konservendosen fehlen.



Und "Deutschland sucht..." jeder Depp träumt von einer Fernsehkarriere, Ruhm und viel Geld. Ich kann Hänschen klein singen und mit einem Finger auf einem Klavier spielen. Ob ich mich da auch mal melden soll? Wenn ich dann mit dem Rollator langsam die lange Treppe runterkomme und der Beifall brandet auf, hach ... All die Millionen brauche ich zwar nicht, aber man kann sie ja vererben.



Ich sage oft, es wird Zeit, dass ich abtrete. Die schmutzige Bettwäsche der Uniklinik wird täglich mit mehreren Lkw nach Tschechien gefahren, weil dort der Mindestlohn billiger ist. Müsli hat den höchsten Zuckergehalt. Im Gerolsteiner gibt es gefährliche Plastikrückstände, Obst ist wurmfrei. In fremden Ländern hungern die Leute, weil Mais zur erneuerbaren Energie angebaut wird. Wir trennen Glas nach verschiedenen Farben, aus allem wird Sand für Tennisplätze hergestellt. Um eine kleine Batterie zu entsorgen, soll ich mit dem Taxi nach Ossendorf fahren. Ick könnte mir uffrege!

3

Freitag, 24. Januar 2014, 19:51

indien

Das gehört auch zu den Dingen, wo ich mich frage, wo ich eigentlich lebe.



Gut, Indien ist weit weg. Aber es sollte mich nicht wundern, wenn das demnächst auch im Parteiprogramm der Grünen steht. Die müssen doch auch alles gesetzlich regeln.

fritz12

unregistriert

4

Samstag, 25. Januar 2014, 08:59

was hat die Mutter ihm beigebracht?

Ein Beispiel aus Köln: Ein ?jähriger junger Mann, der noch bei seiner Mutter lebt, geht einer jungen Frau nach, wartet, bis sie die Wohnungstür aufgeschlossen hat, dringt ein und sticht sie ab, weil er glaubt, jetzt eine eigene, voll eingerichtete Wohnung zu haben.



Das ist nicht nur kriminell, sondern auch so dumm, dass er wahrscheinlich mildernde Umstände kriegt.

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