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(Ulen-) Spiegel

unregistriert

1

Freitag, 21. März 2014, 22:05

Die vergessene Generation

Dazu das gleichnamige Buch von Sabine Bode, nicht nur für die heute etwa 58- bis 75-Jährigen:



"Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete." (Welt am Sonntag)



Siehe auch die entsprechende Seite unter : http://www.ulrichkruggel.homepage.eu/

2

Samstag, 22. März 2014, 06:45

Während die Kinder heute für jede kleine Auffälligkeit zum Psychologen gezerrt werden, mussten die Kinder damals mit ihren Traumata zurecht kommen. Da ist es natürlich kein Wunder, dass diese Generation über Themen wie "Burnout" nur herzhaft lachen kann.

3

Montag, 24. März 2014, 10:27

Wer 1949 (4 Jahre nach Kriegsende) oder früher geboren wurde, ist heute 65 und älter, also i.d.Regel die komplette Rentnergeneration.

Heute etwa 58jährige sind also Kriegskinder?

Irgendetwas muss da in eurer Wahrnehmung falsch gelaufen sein.

4

Montag, 24. März 2014, 11:29

Irgendetwas muss da in eurer Wahrnehmung falsch gelaufen sein.

Könnte auch ein simpler Rechenfehler sein. Kann vor kommen. :)

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

5

Montag, 24. März 2014, 12:27

Während Sabine Bode insbesondere die von 1930 bis 1945 Geborenen zu den Kriegskindern zählt, spricht Luise Reddemann in ihrem Nachwort von den heute 58 - 75-Jährigen, allerdings war das 2004.

Für so ein Rechnen habe ich mir nicht die Zeit gelassen.

Mir ging es vor allem darum zu betonen, dass "Die vergessene Generation" nicht nur ein Buch für die so oder so bezeichneten Jahrgänge ist.

6

Montag, 24. März 2014, 12:58

Mir ging es vor allem darum zu betonen, dass "Die vergessene Generation" nicht nur ein Buch für die so oder so bezeichneten Jahrgänge ist.

Hatte ich auch so verstanden. Und die Hauptsache ist doch, dass man überhaupt drauf aufmerksam gemacht wird.

7

Montag, 24. März 2014, 13:38

Seminar zum Buch

Eulenspiegel das könnte ein Seminar für dich sein:

http://www.winkelmann-seminare.de/kriegs…kelprojekt.html

8

Montag, 24. März 2014, 13:49

@ Monika

Was es nicht alles gibt. Danke für den Hinweis.

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

9

Mittwoch, 26. März 2014, 05:59

Eulenspiegel das könnte ein Seminar für dich sein:

http://www.winkelmann-seminare.de/kriegs…kelprojekt.html

Guten Morgen Monika,

um diese Zeit schläfst Du sicher noch. Auch für mich ist es eigentlich noch eine Zeit vor dem Aufstehen. Aber wenn man schon 76 ist und nicht weiß, wie viel Zeit einem noch bleibt, könnte es Grund zum Traurig-Sein werden, dass man nicht noch mehr Stunden des Tages für so viele wichtige Dinge nutzen kann.

Deine Hinweise habe ich nicht nur mit großem Interesse gelesen, sondern das Angebot für mich auch kopiert.

Da die Gefahr groß ist, dass Deine Zeilen schnell wieder verschwinden, möchte ich den Kommentar von Klaus zunächst so ergänzen: Neben den Kriegskindern sollten wenigstens auch deren Kinder nach Möglichkeit die heute gegebenen Gelegenheiten nutzen, um Traumata zu erkennen und besser zu bewältigen.

Sabine Bode hatte ich eine Mail geschickt. Luise Reddemann ist leider inzwischen noch weiter weg. Dich kann man anrufen, wie Du anbietest. Danke! Das werde ich heute noch versuchen.

Liebe Grüße nach Bonn von

Eulenspiegel in Dessau (Anhalt)

:)

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

10

Mittwoch, 26. März 2014, 06:24

Während die Kinder heute für jede kleine Auffälligkeit zum Psychologen gezerrt werden, mussten die Kinder damals mit ihren Traumata zurecht kommen. Da ist es natürlich kein Wunder, dass diese Generation über Themen wie "Burnout" nur herzhaft lachen kann.

@ Elfi

Der erste Satz Deines Kommentars kennzeichnet sicher bestehende Unterschiede zwischen damals und heute.

Ich weiß aber auch, dass die Kinder von damals noch heute dieselben Menschen sind und kaum vergessen haben, wie es ihnen einmal ging, und sich mehr oder weniger genau darüber im Klaren sind, was das für sie noch jetzt bedeuten kann.

Da sind sie wohl auch Leidensgenossen derjenigen, die heute (unter anderen Umständen ?) mit "Burnout" u. ä. zu tun haben. Sie werden wohl gar nicht gleich darüber lachen können.

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

11

Donnerstag, 27. März 2014, 06:24

Kriegsenkel und -Kinder

Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstands aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt. Oder doch?

Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer sie sind und wohin sie wollen? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft? Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos?

Noch ist es für sie ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben. Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihre Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt?

Sabine Bode in "Kriegsenkel - Die Erben der vergessenen Generation"

12

Donnerstag, 27. März 2014, 06:58

Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihre Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt?

Ja sicher, die Entwicklung des Menschen beginnt im Mutterleib und die Ängste und Sorgen der werdenden Mutter beeinflussen den sich entwickelnden Menschen ziemlich stark. Auch der Geburtsvorgang hängt zu einem großen Anteil wieder von der seelischen Verfassung der Mutter ab. Auch dieser Prozess ist sehr prägend für das Kind.

Manches läuft also unbewusst ab und später hat man dann keine Ahnung, woher welche "Macken" kommen.

(Ulen-) Spiegel

unregistriert

13

Donnerstag, 27. März 2014, 19:05

Die Kinder der Kriegskinder melden sich zu Wort



Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Ein Buch, das den "Kriegsenkeln" hilft, ihre Eltern und sich selbst besser zu verstehen.

"Die Kriegsenkel sind die heute 35- bis 50-jährigen Kinder der >Kriegskinder<. Sabine Bode verdeutlicht anschaulich die weitreichenden transgenerationalen Auswirkungen auf ihre Erziehung und Entwicklung und sogar auf ihre gegenwärtigen Beziehungen." Hartmut Radebold

14

Freitag, 28. März 2014, 09:56

Kriegskinder oder Kriegsenkel

Tja, mit meinen 53 Lenzen stecke ich da wohl irgendwo im Nirgendwo...


All das ist für mich nicht generell auf eine ganze Generation bzw. auf Generationen anwendbar. Die ganz persönlichen Erfahrungen Derer, die die Kriegszeit selbst erlebt haben, prägen das, was sie Ihren Kindern mit auf den Weg geben und gegeben haben. Und je weiter man sich von dieser Zeit entfernt, umso diffuser und weniger greifbar kommen mir die direkten Einflussnahmen vor.


Mein Vater gehörte als gerade 18 gewordener 1944 zum "Letzten Aufgebot"und kam als einer von nur drei Überlebenden seiner Abschlussklasse lebend davon. Mein Onkel, sein älterer Bruder, war untauglich und geriet so bei aller Führerbegeisterung nie in Uniform. Dass mein Vater dank persönlichen Erfahrens die Dinge mit anderen Augen sah als der Rest seiner Familie, ist verständlich: mein Großvater, selbständiger Ingenieur, profitierte nicht zum Schaden der Sippe vom Bau der Autobahnen. Niemand kam persönlich zu Schaden. Tendenziell verspürte ich bei Besuchen der Großeltern (besonders der Großmutter und der Onkels) so etwas wie ein Bedauern um "verpasste Chancen".


Welch ein Unterschied zum Elternhaus meiner Mutter, die einen Bruder und ihren Schwager an den "Führer" verlor. Es gehört zu meinen bleibenden Prägungen seit meiner Kindheit, dass sie die ganze Sippe jeweils am 25. März am Ehrenmal unseres Friedhofs traf, wo wir meiner Tante am Todestag des 1944 an der Ostfront gefallenen Mannes zur Seite standen. Als ich 1979 meinen Einberufungsbescheid erhielt, kamen von Onkel und Großmutter Jubelschreie zum "Ehrendienst am Vaterland", während meine Mutter Rotz und Wasser heulte.


2 von unzähligen, ganz persönlichen Familienschicksalen - ich kann mich wohl dadurch beeinflusst sehen, dass sich das negativ betroffene mütterliche Elternhaus am Wohnort befand, die Großeltern jedoch auswärts wohnten. Sehr spekulativ natürlich - aber kann ich sicher sein, dass ich heute nicht auch zum Verfechter der "verpassten Chancen" geworden wäre, wäre ich im Umfeld der Großeltern aufgewachsen?
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

Insaneinthemembrane

unregistriert

15

Freitag, 28. März 2014, 12:04

aber kann ich sicher sein, dass ich heute nicht auch zum Verfechter der "verpassten Chancen" geworden wäre, wäre ich im Umfeld der Großeltern aufgewachsen?

Sicher nicht, aber es hängt garnicht so viel an den Eltern. Das weitere Umfeld, also Freunde, Schule, erste Liebe, prägen den Menschen viel mehr. Und ebenfalls nicht ohne, sind die genetischen Anlagen. Es kann sogar passieren, dass ein Kind sehr früh die Handlungsweisen der Eltern als negativ bewertet. Desalb sage ich so gerne: "Hätte, hätte, Fahradkette." :)

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