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Mittwoch, 16. April 2014, 12:19

Bildungsmisere oder nicht?

Von einem promovierten Publizisten und Politikwissenschaftler (Jahrgang 1949) las ich folgende Veröffentlichung.


Wie sind denn die eigenen Erfahrungen - kann das jemand bestätigen oder handelt es sich bei der Ausarbeitung um einen akademischen Trümmerhaufen? Ich freue mich auf Rückmeldungen.




Jede Statistik zeigt es: Die Arbeitslosigkeit ist umso höher, je niedriger der Bildungsabschluss ist. Das heißt: Wir müssen das Bildungsniveau heben, damit unsere Wirtschaft konkurrenzfähig bleibt.
Der Schluss ist absolut richtig. Nur: In der Praxis hat die Politik jedoch das absolute Gegenteil getan.
Sie hat die Zahl der Abschlüsse gehoben, aber das Bildungsniveau gesenkt. Sie hat in ihrer Naivität geglaubt, dass in der wirklichen Welt der formale Abschluss und nicht das Können entscheidet.
Daher:
  • Sehen wir zwar eine gigantische Steigerung der Absolventen-, Studenten- und Abiturientenzahlen. Aber mit einer gleichzeitigen Senkung des Bildungsniveaus.
  • Werden etwa in Politologie, Publizistik und Geschichte Tausende Abschlüsse hergeschenkt; es gibt aber kaum Bedarf an ihnen.
  • Sitzen auf jenen Sekretärinnenposten, wo man früher Handelsschülerinnen fand, heute Gymnasial- und Uni-Absolventen, ohne aber das Niveau ihrer Vorgängerinnen zu übertreffen.
  • Sagt jeder AHS- und BHS-Lehrer, dass die heutigen Anforderungen bei eines Abiturs längst nicht mehr denen von früher entsprechen.
  • Besteht heute quer durch die Wirtschaft gewaltiger Mangel an Lehrlingen mit zukunftsreichen Ausbildungen.
  • Will man von der Physiotherapie bis zum Kindergarten unbedingt alle gut und spezialisiert ausgebildeten Experten zu Akademikern machen. Was zwar einigen Aktivisten schöne Univ-Prof.-Titel verschafft; was aber nicht im geringsten den jungen Leuten bessere Fähigkeiten verschafft, ihren Job zu erfüllen; was etwa für den Umgang mit Kindern geeignete Menschen sogar abschrecken wird, die anderen dafür mit jeder Menge pädagogischem Theorieschrott anfüllt.
  • Zeigen sämtliche Tests, dass die Ergebnisse der Hauptschule deutlich besser sind (oder: waren) als jene der von der Politik als Bildungsverbesserung verkauften „Gesamtschule“. Was jetzt durch Verbot aller weiteren Tests verdeckt werden soll. Was eindeutig damit zusammenhängt, dass die Hauptschulen in den Hauptfächern nach Leistungsgruppen getrennt haben, während in den Gesamtschulen jede Trennung verboten ist, obwohl zwei Lehrer in der Klasse stehen.
Der für das Überleben unserer Wirtschaft und damit unseres Wohlstandes richtige Weg würde nicht in einer Senkung, sondern einer Hebung der Ansprüche bestehen. In Leistungstests VOR jedem Schul- und Universitätsbesuch durch diese Schulen selbst. In Vielfalt und Spezialisierung eines von staatlichen Eingriffen befreiten Bildungssystems. In Reduktion der staatlichen Eingriffe auf regelmäßige – etwa alle zwei Jahre stattfindende – Tests. In voller Transparenz über alle Tests. In Umstellung auf ein Voucher-System, wo jedes Kind gleich viel wert ist (wo es nur Zusatz-Ausgaben für technische Studien und fremdsprachige Schüler gibt).
Falls Sie hier die Flöhe husten hören:
es könnten Ihre eigenen sein! :D

C Koerbchen

unregistriert

2

Mittwoch, 16. April 2014, 21:25

Unsere Gesellschaft verblödet zusehends. Einzig hoffen lässt ein gewisses Bildungsbürgertum, welches mit seinem Wissen auch etwas anzufangen weiß. Aber ansonsten darf man tagtäglich eine Blödheit erleben, die einfach nur nervt.

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