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Samstag, 25. Oktober 2014, 16:47

Im Internet ist das Buch "Schreckliche Ernte" von Ralph Franklin Keeling kostenlos verfügbar. Es war eines der ersten Bücher in Amerika, das gegen den Nachkriegs- Krieg der Sieger gegen die Deutschen die Alarmglocke schlug. Dieser gut unterrichtete, fesselnde Klassiker, der angefüllt ist mit Dokumentationen aus jener Zeit sowie voll von menschlicher und patriotischer Empörung, wagt es, die schmachvolle Geschichte darüber zu erzählen, wie amerikanische und alliierte Parteiideologen die politische, wirtschaftliche und soziale Vernichtung des deutschen Volkes unternahmen, sogar als sie diesem Volk Unterricht in „Gerechtigkeit“ und „Demokratie“ erteilten.


Das Buch erzählt die wirkliche Geschichte, die nicht nur durch die Nürnberger Prozesse und den Marshallplan, sondern eben auch durch den dem Marshallplan vorausgehenden Morgenthauplan gekennzeichnet ist, der auf eine dauerhafte Zerstörung von Deutschlands industriellem Herzen und damit auf Hungertod und Krankheiten von Millionen und Abermillionen von Deutsche abzielte. Es berichtet von gewaltsamer Vertreibung, Diebstahl von Häusern, Eigentum, Kapital in großem Umfang; es berichtet von Ausnutzung für Sklavenarbeit, Misshandlung von Frauen, Zensur, Bücherverbrennung, Konzentrationslager, Sippenhaft, Berufsverbot u.a.m. Das Buch berichtet auch über die Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg und wendet sich gegen die Kollektivschuld der Deutschen.


"Schreckliche Ernte" sollte die Amerikaner mit der Ungerechtigkeit und dem Wahnsinn einer Politik bekanntmachen, die auf die Zerstörung einer Nation und eines Volk es abzielte und es sollte ein Trost sein, dass es Beweise dafür gibt, dass viele Amerikaner in der Tat der Forderung nach Vernunft und Anstand leidenschaftlich Ausdruck gaben.

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Dienstag, 4. November 2014, 15:23

US-Dienste und Behörden warben nach 1945 systematisch Nazis an. Sogar ein Mitarbeiter Adolf Eichmanns landete in New York. Bereits 2010 hatte das US-Justizministerium in einem vier Jahre geheimgehaltenen Report zugegeben, die USA seien nicht nur ein "Zufluchtsort für die Verfolgten, sondern auch für die Verfolger gewesen". Laut Investigativreporter Lichtblau rekrutierte vor allem der 1947 neu geschaffene Geheimdienst CIA in den fünfziger Jahren ehemalige Nazis, darunter Kriegsverbrecher, die an der Verfolgung von Juden teilgenommen hatten. Unter Führung des legendären CIA-Direktors Allen Dulles warb der Geheimdienst sogar einen Mitarbeiter Adolf Eichmanns an: Obwohl Otto von Bolschwing an den Judenverfolgungen mit beteiligt war, erlaubte ihm die CIA 1954 als Belohnung für seine «loyale Arbeit» die Einwanderung nach New York. Flogen die Nazis auf, intervenierte zuweilen der Dienst oder das FBI, um eine Anklage oder Abschiebung zu verhindern. So lehnte das FBI 1980 ein Ersuchen des Justizministeriums ab, Auskünfte über 16 Nazi- Verdächtige zu liefern. (weitere Quellen: SZ, focus, BaslerZ.)

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Montag, 30. März 2015, 00:45

Auschwitz

Über die Suchanfrage "Dieter Borsche" bin ich bei Wikipedia auf folgende Aussage gestoßen:

Als Mitglied des Breslauer Theaters spielte Borsche eigenen Angaben zufolge

„regelmässig in Auschwitz vor den S.S.-Leuten. Danach, nach dem Theater, gefüllt mit ca. 1.000–2.000 S.S.-Zuschauern, gaben diese den Schauspielern jedesmal ein Essen. Und alle Kollegen, Frauen wie Männer des Ensembles waren entzückt von der Gastfreundschaft, vom Charme, dem guten Benehmen, dem guten Essen und dem besten, französischen Cognac – und schwärmten am nächsten Tag davon. Die könnten doch keiner Fliege was tun.“

– Dieter Borsche zitiert nach Erwin Piscator, März 1960[1]
Zu seinem Gunsten kann man aber zitieren:

Zitat

„Selbst in Auschwitz, abgeriegelt von der Außenwelt, gehen Schauspieler, Musiker und Artisten ein und aus. Es müssen Hunderte gewesen sein, doch nur einer hat davon berichtet: der Schauspieler Dieter Borsche, dem Nachkriegspublikum als Darsteller in Edgar-Wallace-Krimis bekannt, war 1943/44 Spielleiter der Städtischen Bühnen Breslau. Borsche erzählte nach dem Krieg dem NS-Dokumentaristen Joseph Wulf, er habe im Winter 1943 ‚innerhalb des Vernichtungslagers Auschwitz vor den dortigen SS-Wachmannschaften gespielt‘. Wulf rekapituliert das Gespräch: ‚Die Schauspieler wurden dort großzügig bewirtet, von Häftlingen bedient und sahen auch mit eigenen Augen die Häftlingskolonnen. Sie staunten darüber, daß diese im Winter nur die gestreiften Sträflingskittel trugen; aber das Wichtigste ist, daß Dieter Borsche zu berichten wußte, er habe von mehreren SS-Leuten gehört, verschiedene Theaterensembles spielten sehr oft innerhalb des Konzentrationslagers für sie‘.“

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