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Kaiser aller Tiere - gottähnlich

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Freitag, 5. Juni 2015, 06:51

Journalismus

Zur Zeit ist es große Mode, über die Presse zu schimpfen. Lügenpresse. Auch Turm lässt keine Gelegenheit aus, sich über Unterdrückung der Meinungsfreiheit zu beschweren.

Aber ist wirklich so?

Ich behaupte mal, dass 90 Prozent der Journalisten in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Brötchengeber stehen.

Wer sollte denn beim Stadtanzeiger und dem Spiegel gegen die Vorgaben von Afred NevenDumont und Augstein schreiben? Diese sind wiederum von der Grundhaltung der Leser, der Inserenten und der jeweiligen Regierung abhängig. Kai Dieckmann vom Spiegel betrieb ein Vabanquespiel, als er sich mit Christian Wulff anlegte.

Wer vom Stadtanzeiger soll denn gegen FC oder den Kardinal schreiben? Wer in Bayern gegen den FC Bayern oder den Freistaat Bayern?

Auch dieses Forum hat eine gewisse Linie. Das ist kein Dogma, sondern Zufall, weil hauptsächlich ich schreibe. Wenn erst mal mehr schreiben, wird das Forum hoffentlich bunter. Wir haben noch keinen einzigen Beitrag unterdrückt, aber ich setze natürlich nichts ins Forum, was mir gegen den Strich geht. Wer meint, ich sei zu einseitig, der kann gern eine Gegenposition aufbauen. Aber dazu muss er schreiben.

Merkel ist für mich eine Katastrophe, aber eine Alternative kenne ich auch nicht. Von der Leyen? Um Gotteswillen, dann lieber gleich Nahles, die Paternoster-Ministerin. Der Bernd Lucke sägt sich auch schon ab.

Ich sehe nur Merkel, Merkel und dann lange nichts mehr. Markus Söder vielleicht.

Nur eins ist mir klar: Die Macht der Banken und der Industrie muss gebrochen werden. Warum erscheint in allen Nachrichten der Börsenbericht? Was hat die Börse damit zu tun, ob Griechenland seine Schulden zahlt? Da wettet ein kleiner Kreis, ob Griechenland untergeht oder gerettet wird (Baisse oder Hausse, wer Insiderwissen hat, ist im Vorteil). Aber es bleibt eine Wette! Eine Wette, die ein Börsianer beeinflussen kann. 10 Mio Aktien kaufen oder verkaufen. Das reißt andere mit. Man könnte auch wetten, ob es morgen regnet. Gewinne streichen die Broker ein, Verluste lassen sie sich vom Staat ersetzen. Die Jusos haben vor Jahren mal die Verstaatlichung der Banken gefordert. Warum brauchen wir Deutsche Bank, Hypo-Dingsbums, Dresdner und Commerzbank. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken würden doch vollkommen genügen.

Ich bin etwas vom Thema abgekommen. Welcher Journalist kann einen Kriegszug gegen die Großbanken riskieren?

Auch Jauch, Maischberger, Plasberg fischen nur am Rande.

Wer wider den Stachel löckt, kriegt keine Interviews mehr und ist am Ende.



An einem Beitrag, dass ein Radfahrer verunglückt ist, dass eine Buchmesse stattfindet und bald wieder die Weihnachtsmärkte eröffnen, kann man nicht viel falsch machen.



Zur Börse: Es gibt ein schönes Buch "Percy auf Abwegen". Ein Unternehmer macht Pause und taucht ab. Wilde Spekulationen entstehen. Seine Broker heizen die Spekulationen noch an. Er gibt Anweisungen, kaufen, kaufen, er weiß ja, dass er lebt; als er wieder auftaucht, hat sich der Gewinn vertausendfacht. So geht Börse.

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